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Dieses Thema hat 67 Antworten
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 Der Pinto-Araber
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Coloured-Arabians Offline

Eliteanwärter/in


Beiträge: 202

27.04.2006 14:26
#16 RE: Araber-Pinto Zitat · antworten

Hallo Taza!

Kannst du mir die genaue mütterliche Abstammung von deinem Hengst geben?
Wie groß ist er und gibt es weitere Fotos von ihm?
Hat er Nachzucht aus ox Stuten?

Grüße
Nicole
Coloured-Arabians
colouredarabians@aol.com
http://www.coloured-arabians.de

Taza Offline

Bundeschampion/ess

Beiträge: 136

27.04.2006 15:56
#17 RE: Araber-Pinto Zitat · antworten

Hallo er ist 155cm groß,leider hat er noch keine ox-Nachkommen da die Araberleute mehr %te möchten.Mutter :

Nazeer ox
Kaisoon ox
Bint Kateefa ox

MV : Koran ox
Witel ox
Semiramis ox
Surijah ox



Nil ox
Warabi ox
Warifah ox
MM : sharifa ox
Demir ox
Sasah ox
Santa Eulalia ox


Ich hoffe du kannst was damit anfangen, bin nicht so der Araberfachmann!!!

Coloured-Arabians Offline

Eliteanwärter/in


Beiträge: 202

27.04.2006 17:55
#18 RE: Araber-Pinto Zitat · antworten

Danke für die Auskunft!

Mit der Abstammung kann ich schon etwas anfangen.
Hast du vielleicht ein Foto von der Mutter und welche Farbe hat sie?
Ist der Hengst selbst von dir gezogen?

Coloured-Arabians
colouredarabians@aol.com
http://www.coloured-arabians.de

Taza Offline

Bundeschampion/ess

Beiträge: 136

28.04.2006 12:58
#19 RE: Araber-Pinto Zitat · antworten

Hi,
habe leider kein Foto von der Mutter, sie ist Fuchs und steht ganz hier in der nähe, habe Taza Bajan nicht selbst gezogen, geboren ist er auf dem Lindenhof in Mörsdorf bei Susanne Hoffmann, wir haben ihn 1,5 jährig gekauft.

martina ( Gast )
Beiträge:

28.04.2006 17:41
#20 RE: Araber-Pinto Zitat · antworten

Hallo,

also nochmal zum Thema zurück, ob Araber-Pintos in der Warmblutzucht eingesetzt werden.

Nicole du hast gefragt was ist mit Asterix, er ist ein sehr rahmiges Pferd, und hat die HLP abgelegt und wurde von diversen Verbänden ausgezeichnet.

Also ohne hier irgend jemanden anzugreifen, aber ich persöhnlich finde Asterix nicht so toll.
Und die HLP und von diversen Verbänden,
wurden auch noch viele andere Araber-Pintos ausgezeichnet, die mir Persöhnlich jetzt viel besser gefallen.

Aber das endscheiden wenn dann so und so andere.

LG Martina

Coloured-Arabians Offline

Eliteanwärter/in


Beiträge: 202

28.04.2006 17:48
#21 RE: Araber-Pinto Zitat · antworten

Kannst du mir sagen was dir an Asterix nicht gefällt?
Definier das doch mal!
Von welchen Araber-Pinto Hengsten sprichst du, wenn du sagst es gibt mehrere HLP geprüfte und gekörte?
So viiieeel gute kenne ich leider nicht.

Grüße
Nicole
Coloured-Arabians
colouredarabians@aol.com
http://www.coloured-arabians.de

martina ( Gast )
Beiträge:

28.04.2006 18:18
#22 RE: Araber-Pinto Zitat · antworten

Hallo Nicole,

Also ich finde einfach das Asterix, für mich persöhnlich nicht das gewisse etwas hat,
habe ihn zwar noch nie Life gesehen, aber mich spricht er irgendwie nicht an.
Ich bin zwar kein Profi was die Araber-Pinto Zucht angeht, aber mein Geschmack ist eher:

Azal Ibn Amir
Shaitan
Painted Diamond
und natürlich Nowie
und es gibt bestimmt noch andere die mir besser gefallen würden.

Du hast geschrieben so viiieeel gute kenne ich leider nicht, ich denke das gute liegt im Auge des betrachters.
Ich habe aber noch keines der Pferde Life gesehen, ( auser Nowie).

LG Martina



Coloured-Arabians Offline

Eliteanwärter/in


Beiträge: 202

28.04.2006 18:51
#23 RE: Araber-Pinto Zitat · antworten

Hallo Martina!

Deine Auflistung muss ich leider etwas korrigieren...

Shaitan ist nicht mehr in der Zucht.
Azal Ibn Amir steht nicht mehr in Deutschland.

Nowie und Painted Diamond sind stark fregmentierte Araber-Pinto Hengste. Und das ist auch richtig so, da beide sich als Vererberhengste bereits bewiesen haben.
Beide haben allerdings m.W. noch keine Warmblüter gedeckt und ich rechne auch nicht damit, dass sie jemals eine Warmblutstute bekommen.

Doch wie sieht es mit anderen Araber-Pintos aus, die nicht von P. Diamond oder aus der N-Linie stammen?
Groß ist die Auswahl da beim Besten Willen nicht.

Sicherlich liegt "gut" im Auge des Betrachters und der Ansprüche, die jeder Züchter hat. In erster Linie meinte ich damit im Zucht/Hengstbuch 1 geführte Hengste.

Grüße
Nicole


Coloured-Arabians
colouredarabians@aol.com
http://www.coloured-arabians.de

martina ( Gast )
Beiträge:

28.04.2006 19:18
#24 RE: Araber-Pinto Zitat · antworten

Hallo Nicole,

Jetzt muß ich deine Auflistung etwas korriegern...

Meines wissens hat Nowie letztes Jahr zwei Stattsprämien Stuten, und vorletzets jahr zwei Anglo Araber stuten gedeckt.
Ob P.Diamond warmblüter decken darf, weiß ich nicht, da er nur denn 30 tagestest für Ponys in der HLP gemacht.

Was meinst du denn mit fregmentiert?

LG Martina

Coloured-Arabians Offline

Eliteanwärter/in


Beiträge: 202

28.04.2006 21:43
#25 RE: Araber-Pinto Zitat · antworten

Na ja ein Anglo-Araber ist jetzt nicht gerade ein Warmblut !
Und um welche Rasse handelt es sich bei den Prämienstuten? Ist ja jetzt auch egal...!
Mit Painted Diamond hast du sicherlich recht und eine Zulassung ist fraglich.

Mit fregmentiert meine ich, dass er von Züchtern genutzt wird und somit eine höhere Bedeckungszahl hat, als andere Hengste.

LG
Nicole
Coloured-Arabians
colouredarabians@aol.com
http://www.coloured-arabians.de

Taza Offline

Bundeschampion/ess

Beiträge: 136

28.04.2006 22:22
#26 RE: Araber-Pinto Zitat · antworten
Hallo,
die Frage ist doch was ich züchten möchte wenn ich eine WB-Stute zu einem Pinto-Pleasure bringe,Sportpferd?????? dan würde ich mir keinen Hengst aussuchen der seine HLP im westernsport gemacht hat,würde mir einen suchen der eine normale HLP gemacht hat,auch wenn es nur?! die Pony HLP ist,ich denke das die Hengste den Großen in nichts nach stehen da die "Kleinen" das selbe machen müßen wie die großen, aber dafür nur 30 Tage zeit haben.Habe noch was vergessen meiner deckt dieses Jahr unsere Trakistute (Landesiegerstute 2004 u. 2005 Rhl-Pfalz)Nachwuchs dann, KLDR im ZFDP
lg Taza

Taza Offline

Bundeschampion/ess

Beiträge: 136

28.04.2006 22:42
#27 RE: Araber-Pinto Zitat · antworten

Hier noch ein Bild Von Taza Bajan

martina ( Gast )
Beiträge:

29.04.2006 10:57
#28 RE: Araber-Pinto Zitat · antworten

Guten Morgen,

also die bei denn Stattsprämien Stuten die Nowie gedeckt hat, handelt es sich um eine Westfalen Stute (ca.1,67cm)
und eine Hannoveraner Stute (ca.1,66cm).
Ich denke auch mal das jeder Stuten besitzer, für sich selber aus sucht welcher Hengst für seine Stute das beste wär,
ob er die normale HLP, oder denn 30 tagestest für Ponys in der HLP, oder die HLP im Westernsport gemacht hat oder..oder

LG Martina

forsthof-antaris Offline

Forum-Verdienstkreuz Bronce


Beiträge: 1.351

02.05.2006 01:23
#29 RE: Araber-Pinto Zitat · antworten
Ups. Jetzt fällt auch bei mir der Euro in Cent-Stücken. Mit fregmentiert meint ihr frequentiert!

Aber die Frage ist natürlich, welche Papiere die Anpaarung eines Pinto-Pleasures an eine Westfalenstute bekommt und was man sich an Verbesserung vom Araberschecken erhofft. Wenn die Stute sehr rahmig und grob ist, kann sich durchaus eine Verbesserung des Exterieurs und des Rassetyps im Bezug auf den Warmblüter ergeben, wobei ich dazu auch sagen möchte, daß, wenn man hierfür einen Pinto-Araber mit 50 % OX und dem restlichen Anteil überwiegend Polnische Abstammung wählt, die sich züchterisch schwer einkalkulieren läßt, da in Polen häufig Posener Pferde auf Trakehner Blutlinienbasis zum Einsatz kamen, aber auch immer wieder schwere Wirtschaftspferde mit eingekreuzt wurden oder Pferde ohne Abstammungsnachweis ihren Einsatz in der Zucht fanden, vermutlich eher keine maßgebliche Veredelung oder Verbesserung zu erwarten sein wird, weil ein Hengst auf dieser Zuchtbasis, bzw. mit dieser Abstammung als Veredler zu wenig durchgezüchtet ist.

Das gleiche gilt meiner Meinung nach für den Einsatz von Paint-Blut als Farbgeber, wobei es hier zusätzlich zu einer Diskrepanz der Zuchtrichtungen kommen kann, wenn man sich seinen gescheckten Araber als Trinker der Lüfte, den Paint als möglichst nicht zu schwungvolles Arbeitspferd mit wenig "Knieaktion" und eher flachen Gängen und den Warmblüter als Sportpferd mit schwungvollen und raumgreifenden Bewegungen und Springveranlagung vor dem geistigen Auge zum Vergleich heran zieht.

Natürlich möchte ich nicht bestreiten, daß man auch mit einem Paint oder einem Araber eine L-Dressur reiten kann, oder im Parcours fehlerfrei bleiben könnte, aber der Einsatz von Quarter Horses oder Paints in der Deutschen Warmblutzucht ist nicht vorgesehen und das wird seinen Grund haben.

Von einer durchgezüchteten Zuchtpferdbasis aus, kann man jedoch in Anpaarung an ox-Blut ganze Stuten- und Hengstlinien arabisch beeinflußen. So schaffte der Marbacher Rappe Gharib bei den Trakehner Pferden eine Arabisierung über viele Generationen, ohne daß erneut ox-Blut zugeführt wurde. Sein Sohn Dämon zeugte den Hengst Polargeist und dieser wiederum den Siegerhengst Holunder. Holunders Kinder sind sehr oft noch mit Schnäuzchen ausgestattet, die es diesen Pferden erlauben, aus einem Sektkelch zu trinken. Unsere Fleure Belle mag hierfür als Beispiel dienen. Ebenso arabisiert war unser Trakehner Schecke Polar-Kristall, der zwar väterlicherseits über Karabin auch noch etwas Arabereinfluß mitbekam, aber dessen Mutter Polgina wiederum von Polargeist abstammte (der wiederum von Dämon - Gharib)und der, obwohl nur noch ein geringer ox-Anteil in ihm steckte, so manchen Pleasure wie einen Warmblüter neben sich aussehen ließ und seinen arabischen Überguß auch an seine Fohlen mitgab - sogar an die aus Haflinger Müttern!

Es ist also keine Frage des OX-Anteils, ob ein Hengst sich arabisch vererbt, sondern eher eine der Durchzüchtung in diese spezielle Richtung.

Und ohne nun gegen die Pleasure-Züchter zu wettern, aber solange noch jeder Nachkomme einer Araber(Pinto) x Warmblut(Pinto) als Pinto-Pleasure gilt, wird es schwierig sein, die Warmblutverbände von den Veredlerqualitäten der Pinto-Araber zu überzeugen. Zum einen sind sie zu wenig einheitlich in der züchterischen Linie und dem Zuchtziel, sodaß es schwierig sein dürfte, den Pinto-Pleasure als Rasse zur Veredlung für Warmblutpferde in den Landesverbänden unter zu bringen, denn vergleicht man die als Pinto-Araber eingetragenen Hengste, denen teilweise jeglicher arabischer Überguß fehlt und bei denen man zum Teil vermuten muß, daß sie höchstens mal neben einem Araber gestanden haben, während andere den arabischen Schmelz schon nahezu perfekt verkörpern, kann man mit der Rasse Araber-Pinto kein weitgehend einheitliches Pferd definieren. Wo also soll ein Verband hier die Meßlatte anlegen, wenn er theoretisch bereit wäre, den Veredler in bunter Jacke anzuerkennen?
Nachdem die Väter dieser Hengste teilweise nur über eine MLP verfügen und nicht einmal über eine 30-Tage Kleinpferd HLP, ist eine Anerkennung als Veredler in Sonderlackierung für die Warmblutpferdezucht wohl noch länger eine Fiktion, denn hier gilt auch für Veredlerrassen ein entsprechender Leistungsnachweis.

Zum anderen ist natürlich bei der Abstammung der als Pinto-Araber bei den Spezialrassenverbänden eingetragenen Hengsten nicht selten neben dem gewünschten Arabischen Blutanteil auch polnisches und Paintblut mit eingekreuzt. Die Gefahr hier mit der Anerkennung eines solchen Hengstes einen Freischein zum Rassemix auszustellen, wenn dieser dann mit dem Verbandssegen des Körstempels an Warmblüter wie z.B. Oldenburger-, Trakehner-, Westfalen, Hannoveranern, Holsteiner oder sonstigen Warmblutlinien angepaart wird. Mit dem Rezept, von allem ein bisschen das Beste - mal vom Paintblut abgesehen - hatten sich schon die Württemberger versucht, ein Sportpferd zu stricken und wenig Anerkennung bei den Reitern dafür fanden, worauf sie nun wieder zu altbewährtem aus den nördlichen Gefilden greifen.

Dazu kommt, dass die Einflüsse so verschiedener Ahnen eine züchterische Linie vermissen lassen, was das Risiko birgt, dass man eben nie weiß, welcher Verwandte da als erstes aus dem Bus steigt und durchaus damit zu rechnen sein wird, daß es sich bei den Nachkommen überwiegend wohl eher um züchterische Endprodukte handelt, die sich, ob gut oder schlecht geraten, wohl kaum zur Verbesserung der Landeszuchten eignen - Ausnahmen mögen auch hier die Regel bestätigen.

Und um nun noch eine Lanze für die Angloaraber in der Warmblutzucht zu brechen, sei folgendes angemerkt: gerade in Hannover und jüngst auch beim Trakehner Verband hat sich der AA Matcho sehr verdient gemacht. Söhne wie Metternich, Mister A oder Madison in Celle und Amatcho bei den Trakkis liefern Sportpferde von hoher Qualität und der Hengst selbst verkörperte schon sehr stark den Warmbluttyp im Bezug auf Größe und Fundament.

LG
Sabine
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Antoine De Saint-Exupéry

forsthof-antaris Offline

Forum-Verdienstkreuz Bronce


Beiträge: 1.351

02.05.2006 04:09
#30 RE: Araber-Pinto Zitat · antworten
Ach ja und nun noch zur 30-Tage HLP, deren Wert ich nicht schmälern möchte, aber sie ist absolut nicht zu vergleichen mit dem 70-Tage-Test der Warmblutpferde.
Selbst auf die Gefahr hin, daß ich mich nun wieder unbeliebt mache, aber liebe Taza, was Du da schreibst, das klingt für mich, als wenn ein Blinder von der Farbe spricht. Ich weiß nicht, wieviele Deiner Hengste Du schon zum 70-Tage Test geschickt hast und wieviele zum 30 Tage Test, aber ich kann Dir versichern, ich war bei 3 Pony-HLPs Zuschauer und teilweise Besitzer der teilnehmenden Pferde und 7 mal waren wir bei 70-, bzw 100-Tage Tests mit unseren Hengsten vertreten und da hängt die Latte nun doch eindeutig höher.

Polar-Kristall war ein hervorragender Hengst, aber ein 70-Tage Test hätte ihn verheizt, weil viel mehr von den Pferden erwartet wird und man "der kleinen Micky Maus" gar keine Chance gegeben hätte. Ich habe mir manches Training angesehen - gegen die Deutsche Zuchtelite von Stationen wie Klatte, Schocki, Böckmann, Vorwerk und Wahler anzutreten, deren Väter schon Zuchtgeschichte schrieben (die der Hengste und der Hengsthalter)ist ein Kampf gegen Zuchtgiganten, die den Markt fest im Griff haben, vor allem, wenn man dann auch noch mit einem Schecken oder einem Trakki (der nicht Herrn Wahler gehört) anreist.

Und vergiß bitte hier die Indexierung nicht, denn maßgebend ist immer das beste und das schlechteste Pferd und wenn der Siegerhengst mit 140 Punkten gewinnt, dann ist der Schecke mit Glück bei 80 Punkten oder halt Kanonenfutter für den Index, weil ja der Mittelwert bei 100 liegen muß und wo ein starker Jahrgang antritt, da fallen immer auch mehr durch.

Wenn Du allerdings der Meinung bist, daß der 30 Tage Test ja eigentlich noch schwerer ist, weil die Pferde in 30 Tagen leisten müssen, wozu andere 70 Tage Zeit haben, warum hast Du Deinen Hengst dann nicht dahin geschickt, wo er es leichter gehabt hatte und dabei noch züchterisch einen Gewinn verbucht hätte? An den 1000 Euro kann es doch allein nicht gelegen haben, die der 70 Tage-Test mehr kostet.

Ich würde Dich gerne einmal bitten, mit Deinem Hengst hier im Oldenburger Münsterland eine Dressurpferde A zu reiten - denn wenn Du auf dem Abreiteplatz schon feststellst, dass Dir die Gesichter Deiner Konkurrenten aus dem Fernsehen bekannt vorkommen und Du merkst, daß der Bundeschampionatssieger auch auf der Startertafel steht und mit ihm der Reservesieger und die anderen Teilnehmer des großen Finales in Warendorf sowieso und Dir dann bewußt wird, daß Du höchstens noch 10. werden kannst, das ist dann so ungefähr der Vergleich mit dem 70 Tage Test - da bist Du schon froh, wenn Du die 80 Punkte Schallmauer mit Deinem Schecken durchbrochen hast und er danach nicht Wallach wird. Ich habe mir oft Richtung Süden fahrend, Hengste angesehen, die viele Platzierungen in L und M- Dressuren hatten. Bei uns wären sie in einer A-Dressur ohne Schleife nach Hause gekommen.

Bitte werte es nicht als persönlichen Angriff, aber Deine Aussage so stehen zu lassen, macht mir schon beim Lesen Bauchschmerzen.

Was mich nun aber sehr neugierig macht, weil ich selbst mich seit fast 30 Jahren der Trakehner Zucht verschrieben habe, ist Deine Trakehner Stute. Du schreibst von Deiner Trakehner Landessiegerstute. Mich interessiert es brennend, wo die Stute zwei Jahre hintereinander die Siegerschärpe trug. Ich bin wirklich ein Trakehner Zuchtfreak und ein wandelndes Zuchtbuch, aber die Landessiegerstuten der Zuchtbezirke werden als Eintragungssiegerin gekürt, das passiert einer Stute eigentlich nicht zweimal. So sehr ich nun auch geforscht habe, ich konnte Deine Stute als Siegerin nicht einsortieren. Hast Du für mich mehr Informationen über sie?

Bei der Anpaarung würde ich jedoch die Gefahr eines flachen Vorderbeines nicht außer acht lassen, da Du schreibst, daß Du Sportpferde züchten möchtest und hier geht der Trend zur "Knieaktion". Ich würde als Züchter die die Gefahr einer Potenzierung vom flachen Paintbein nicht außer acht lassen, welches auch mal einen Generationensprung machen kann und bei den "Trakehner Flachtreterahnen" mit Louidor als Arogno-Sohn, der die Vollblutstute Arcticonius xx im Pedigree führt und über Matador viel altes Trakehnerblut über Donauwind mit einfließt, sollte das beim Anpaarungsgedanken vielleicht mit einfließen. Ich hatte Polar-Kristall, der selbst das flache Vorderbein hatte mit meinen Trakehnerstuten angepaart und erhielt wunderbare Typen mit herrlicher Aufmachung und viel Guck. Leider vererbte sich das flache Bein, obwohl die Radom-Tochter, Fam. der Herbstzeit, schon die gewünschte Aktion besaß und auch meine Marduc-Tochter, eine dreiviertel-Schwester von Anduc, trat nach den Sternen, aber auch ihre Tochter trabte mit wenig Aktion im Vorderbein. Ob es der arabische Einfluß von Polar-Kristall war? Mit Polarpunkt brachte zumindest die Herbstzeitstute ein sehr bewegungsstarkes Stutfohlen und ihr Sohn von Kennedy wurde 1996 unter dem Namen High and Mighty für 70.000 DM bei Wahler über die Auktion an Frau Salzgeber versteigert. An der Stute lag es also nicht.

LG
Sabine

So und nun noch zu Asterix. Ich habe schon an anderer Stelle meine Meinung dazu gesagt, aber ich bitte bei dem Hengst doch zu bedenken, daß er Sieger einer MLP war und seine Körungen beim DPZV und Echa ihn wohl kaum auf den Status eines Elitehengstes erheben sollten. Ob ihm der Schuh wirklich passt, den außer ihm Samico trägt, der mit einem 100 Tage Test über 100 Punkten und M/A- Erfolgen in der Dressur ein verdienter Träger des Ehrentitels ist und der dem Grandseigneur der Scheckenzucht, Sambuco B verliehen wurde, weil er selbst Prämienhengst der bayrischen Warmblutkörung war und mit über 10 gekörten Söhnen, und ebenfalls dem 100 Tage Test und dem ersten Körstempel von Oldenburg für einen Bunten im Papier, nicht zu vergessen die vielen sporterfolgreichen Nachkommen von ihm, die sich in allen Disziplinen in der Klasse M und S siegreich präsentieren, ein Exempel in der Farbzucht statuieren konnte, wie es vor ihm ganz wenigen gelang. Ihm begegnen zu dürfen und seine Ausstrahlung und seinen Habitus spüren zu dürfen, war täglich eine Auszeichnung für uns. Ihn nun auf eine Stufe mit einem Hengst gestellt zu wissen, der nicht annähernd an diese Klasse heranreicht (oder habe ich seinen Zuchtwertindex bei der FN-Zuchtwertschätzung einfach übersehen? - ach nein, den können ja nur Hengste bekommen, die in FN-anerkannten Verbänden den Körsegen erhielten und eine entsprechende Eigenleistung, bzw. Nachkommenleistung nachweisen können), schmerzt uns sehr.

Ich werde mich aber wohl daran gewöhnen müssen, daß man die Maßstäbe immer tiefer setzt, um überhaupt noch Träger für den Elitetitel zu finden.

Sabine
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Antoine De Saint-Exupéry

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