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Dieses Thema hat 10 Antworten
und wurde 2.617 mal aufgerufen
 Der Pinto-Araber
Spirit Offline

Forum-Verdienstkreuz Bronce


Beiträge: 1.156

09.03.2006 11:47
Pinto - Pleasure Zitat · antworten

Pinto Pleasure
Ein plattengeschecktes elegantes Reitpferd. daß deutlich vom arabischen Einfluß geprägt ist und sich für alle Reitzwecke eignet.

Zielgröße 148 bis 160cm Stm.

Abstammungsmäßig wird bei Hengsten für die Eintragung in das Hengstbuch 1 mindestens 50 % Araber-Anteil verlangt. für die Eintragung in das Hauptstutbuch mindestens 25 % Araber-Anteil.

oder so??!!
was stimmt nu?

Pinto Pleasure
Im Idealfall entspricht dieser Typ einem Vollblutaraber in bunter Jacke. Zuchtziel ist also ein edles, mittelgroßes, eher quadratisches Reitpferd mit einem Stockmaß von 145 bis 160. Dieses Pferd soll für alle Reit-zwecke geeignet sein, traditionell hat der Araber aber seine Stärken in Disziplinen, die besonders seine Kondition, Zähigkeit und Intelligenz fordern. Zur Eintragung ins Hengstbuch I bzw. in das Stutbuch I wird derzeit 62,5 % ox-Abstammung benötigt. Bereits heute gibt es allerdings einige Hengste und Stuten, die einen Vollblutaraberanteil von über 90 % aufweisen und damit dem Zuchtziel der Reinzucht sehr nahe kommen.
WOODLAND

http://www.reiter-bochum.de/

Astir ( Gast )
Beiträge:

10.03.2006 08:24
#2 RE: Pinto - Pleasure Zitat · antworten

forsthof-antaris Offline

Forum-Verdienstkreuz Bronce


Beiträge: 1.351

26.03.2006 16:43
#3 RE: Pinto - Pleasure Zitat · antworten

??? Das Wesen eines Pferdes hat meines Erachtens eher wenig mit der Rasse oder der Zuchtrichtung zu tun.

Ich hatte einen sehr kernigen Haflingerwallach, während meine Freundin eine stoisch ruhige Haflingerstute besitzt. Mein Araber, der ingezogen auf Bajar war, konnte stur und schwierig im Umgang sein, während unser Shagya-Araber Shareer trotz seiner 20 Jahre und der beginnenden Blindheit ein überschäumendes Temperament besaß, obwohl er in der Arbeit sehr kooperativ und leistungsbereit war. Ich kenne hypernervöse Takis und solche, die man aus ihrem Dornröschenschlaf erst wachküssen muß, wenn man sie reiten will. Ich hatte viele Jahre sportliche Erfolge bis L/M mit meinem Halbblüter, aber genau so oft wurden wir wegen Ungehorsam aus dem Viereck geklingelt. Abenteuer hingegen ist immer die Zuverlässigkeit in Person wenn das Glöckchen klingelt und so half er schon vielen jungen Reitern zum Abzeichen. Ich habe Islandpferde geritten, die waren sehr flott unterwegs und solche, da fielen einem beim Treiben die Beine fast ab. Ich kenne Züchter, die sich dem Lippizzaner verschrieben haben - nicht jeder eignet sich aber für die hohe Schule und die Shirehorses unserer Freunde sind so unterschiedlich im Charakter, den Rosi ist ein Kuschelkind und Double D sehr selbstbewusst. Ich kannte einen PRE-Hengst, der war wie ein Wallach und ich kannte einen anderen, der tobte in der Box, wenn jemand nur nach Stute roch. Ich könnte die Liste endlos weiterführen.

Fakt jedoch ist, das Wesen eines Pferdes wird von seinen Ahnen, von seinem Geschlecht und sicher auch vom Umgang mit ihm - beginnend bei der Aufzucht bis hin zur Ausbildung, bestimmt.

Und gerade die Abstammung bei den Arabischen Rassen empfinde ich als unterschiedlich sehr prägend. Den Zuchtversuch des Arabohaflingers hat man abgebrochen, weil die dazu benötigte Fuchslinie sich in Kombination mit den Haflingern als charakterlich schwierig erwiesen hat. Allerdings gab es trotzdem ein paar sehr gute arabisierte Blonde, die der Regel widersprachen. Man wird sehen, wie der Zuchtversuch beim Quarab sich entwickelt.

Durch meine Ausbildung in Marbach habe ich viel über Araber und die Weil-Marbacher Zucht erfahren dürfen. Mein Favorit war immer der schwarze Gharib und der übergoß noch seine Trakehner Enkel und Urenkel mit dem arabischen Flair. Holunder zum Beispiel, Vater unserer Fleure Belle läßt immer wieder den Araber durch, obwohl er als Sohn des Polargeist und Enkel des Dämon den legendären Gharib erst in 4. Generation führt. Auch Caroll, ein weiterer Polargeist-Sohn in der Trakehner Zuchtpopulation macht seinen Kindern typvolle Gesichter und den arabischen Überguß. Ein weiterer Polargeist-Enkel war unser Polar-Kristall. Obwohl er nur noch verschwindende Prozente an Arabergenen aufweist, so verkörpert er doch viel mehr den Pleasure, als z.B. unser Juanito, der als Pleasure eingetragen und gekört war und bei dem man den Eindruck gewinnen konnte, dass er bestenfalls mal im Stall eines Arabers gestanden hatte, denn er wirkte vom Gebäude und im Typ eher spanisch als arabisch. In Marbach deckte auch eine Zeitlang der braune, polnische Hengst Halef. Auch er war rein äußerlich doch eher der englische Steepler, als das klassische Bild des OX. Aus diesem Grund wurde er auch nach kurzer Zeit von Hadban Enzahi abgelöst. Der letzten Araber, den ich in Marbach absamte war Pamir, den ich sehr mochte, denn er war ein sanfter Gentleman, der immer rücksichtsvoll zu den Menschen war und ein freundliches Wesen besaß. Der Hengstwärter hingegen mochte den Hengst gar nicht und sagte:" Nur ein toter Araber ist ein guter Araber!" Als ich Oberon gekauft hatte - einen O´Bajar-Sohn der ingezogen war auf Bajar, schwor ich mir, daß ich im Falle seines Ablebens sein Fell über unseren Kamin nagele, versehen mit einem Messingschild auf die ich diesen Spruch eingravieren lasse ... man kann unschwer daran feststellen, wie mein Verhältnis zu dem Schimmel war. Er kam 7-jährig zu uns und war von Kindern (v)erzogen worden.

Sicher gibt es ein Zuchtziel, das wir anstreben, aber Zucht ist nicht immer voraussehbar und so kann selbst in der Anpaarung zweier hochprozentiger Pleasures eine Uroma das Fohlen prägen - in Charakter und im Äußeren. Gerade in Farbzuchten, die meist auf rassefremden Farbgeber aufbauen, ist das Risiko des Rückschlagens auf die Ausgangsrasse immer vorhanden. In Holland war die Ausgangsrasse für den Pinto-Hunter das Groninger Wagenpferd und Sambuco konnte in Anpaarung an kaum veredelte Hannoveranerstuten ziemlich kalibrige Fohlen produzieren. Er brauchte, wie sein Vater Samber, noch immer Stuten mit viel Blut, obwohl er selbst bereits ein Halbblüter war und den Groninger nicht mehr erkennen ließ. Wir selbst kauften einen Samber-Sohn aus einer hannoversch gezogenen Lanthan/ San Fernando-Mutter. 3-jährig sah er aus wie ein Kaltblüter! Selbst seine Bewegungen waren wie die eines Tuigpaard und so wurde er in Deutschland nicht gekört und wir verkauften ihn nach England, wo er auf eine Basis von Vollblutstuten traf.

Beim Pinto-Pleasure ist das Bild noch immer uneinheitlich. Es gibt Araberpintos, die fast 100% Araberblut führen, aber noch immer kommen eben auch Stuten zum Einsatz, die nur 25 % Araberblut führen und zu 75 % Warmblutlinien im Pedigree aufweisen oder es werden Araberstuten mit Warmblutschecken angepaart. Die Fohlen die sich in den Pleasure-Ringen der Zuchtschau messen, könnten teilweise äußerlich nicht unterschiedlicher sein. Dazu kommt, dass wie im Fall Juanito noch immer Altlasten in der Pleasure Zucht sind, die aus der Zeit resultieren, in der es noch kaum Araberpintos gab und so war man froh, wenn wenigstens in 3. Generation ein ox war.

Wie soll nun das Wesen dieser Pferde pauschalisiert werden, wo sie so unterschiedlich in der Blutführung sind?

Das Ideal ist bei allen Reitpferden das Gleiche: Ein freundliches und dabei intelligentes, leichtrittiges Pferd, das leistungsbereit und charakterlich einwandfrei mit ausgeglichenem Temperament ausgestattet, seinem Reiter unter dem Sattel einen vielseitig orientierten Reitkomfort bietet.

Ich kenne viele Pferde unterschiedlichster Rassen und Zuchtrichtungen, die dem entsprechen. Aber genau so viele entsprechen dem Zuchtziel nicht, weil man ihre Sensibilität - die vor allen und nun mal fast jedem Edelpferd in den Genen steckt - nicht zum Vorteil des Reiters nutzt, sondern im Hauruck-Verfahren versucht das Pferd „gefügig" zu machen. Und so erhielten englische Vollblüter, Araber, Halbblüter, Angloaraber und Trakehner schnell den Ruf schwierig zum Reiten zu sein. Es passt halt nicht jeder Reiterhintern in den Sattel eines Edelpferdes. Nur ist es eben auch enervierend wenn man einen „Kalten" reitet, den man manchmal nur schwer motivieren kann (wobei Ausnahmen auch hier die Regel bestätigen). Und so ein Pferd, gleich welcher Rasse, unter dem Sattel eines ehrgeizigen Reiters, wird irgenwann auch einmal auf stur stellen oder versuchen, den so unbequemen Gast im Sattel los zu werden.

Aber auch die Hormone von Hengst oder Stute können auf die Reiteignung und das Wesen des Pferdes Einfluss ausüben. Stuten gelten als zickig und Hengste als dominante Matchos. Hier verlangt es auch wieder das Einfühlungsvermögen des Ausbilders, sich das Pferd zu formen, um so die scheinbar negativen Eigenschaften zum Vorteil zu machen, denn Hengste lernen auch sehr schnell und hat man sie einmal für sich gewonnen, dann sind sie ein Freund fürs Leben. Und Stuten sind Kämpfer mit viel Herz - das beweisen die Stuten im großen Springsport - wenn man sie beschäftigt und mit ihrem Zyklus zurecht kommt.

Aber immer sollte man, egal welcher Rasse oder welchem Geschlecht ein Pferd angehört oder für welche Reiteignung es empfohlen wird, bedenken, dass jedes Pferd ein Individuum ist, das sich nicht in eine Schablone pressen lässt, die wir ihm vorzugeben versuchen.

LG
Sabine

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Geh Wege, die noch niemand ging, damit Du Spuren hinterläßt
Antoine De Saint-Exupéry

Astir ( Gast )
Beiträge:

26.03.2006 20:17
#4 RE: Pinto - Pleasure Zitat · antworten

forsthof-antaris Offline

Forum-Verdienstkreuz Bronce


Beiträge: 1.351

26.03.2006 20:38
#5 RE: Pinto - Pleasure Zitat · antworten

Wenn Du die Zuchtzielbeschreibung möchtest, setz Dich am besten mit dem DPZV oder dem ZfDP in Verbindung und lasse Dir die ZBO schicken. Dort sind alle Zuchtbücher und die verlangten Eigenschaften des jeweiligen Scheckentyps beschrieben. Der Schecke ist im übrigen keine Rasse, sondern eine Farbzucht, die sich in verschiedene Zuchtrichtungen (Typen) unterteilt. Wir züchteten beispielsweise Pinto Typ Hunter (WB) und Pinto KLDR (kleines Deutsches Reitpferd. Eine Zeitlang waren wir aktiv im Pinto Typ Lewitzer, im Pinto Pony und im Pinto Pleasure. Der Trakehner Schecke hingegen ist eine Rasse - ein bunter Trakehner und unsere Schecken gehören der Rasse Oldenburger an.

LG
Sabine
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Antoine De Saint-Exupéry

martina ( Gast )
Beiträge:

25.06.2006 18:18
#6 RE: Pinto - Pleasure Zitat · antworten

Hallöle ihr lieben,

was bedeutet eigendlich Pleasure bzw. was heißt es übersetzt?

Lg Martina

martina ( Gast )
Beiträge:

27.06.2006 10:07
#7 RE: Pinto - Pleasure Zitat · antworten

Huhu,

Hab schon im Internet gekuckt aber nichts gefunden, leider.

Vielleicht kann mir je jemand von euch weider helfen

Lg martina

Scheckenfreund ( Gast )
Beiträge:

27.06.2006 10:27
#8 RE: Pinto - Pleasure Zitat · antworten

Tja, direkt übersetzt heißt das Wort Pleasure soviel wie Freude, Genuß, Lust, Vergnügen, Wonne...

Wobei ich persönlich eher glaube, dass der Begriff von dem Prüfungsart "Western Pleasure" abgeleitet wurde. Ist aber auch nur eine Vermutung, vielleicht weiß es ja aber auch jemand genauer...

Western Pleasure
Die Western Pleasure ist wie die Hunter under Saddle eine Art "Materialprüfung" - das Pferd sollte so natürlich wie möglich in den drei Grundgangarten am Hufschlag gezeigt werden. Es sollte weich zu sitzen, sehr willig und aufmerksam aber gleichzeitig absolut entspannt sein.
Eben eine Freude (Pleasure) zu Reiten.
Übrigens hier ist ein gutes Wörterbuch: http://dict.leo.org/ende?lp=ende&search=

_______________________________________________________
Das mir das Pferd das Liebste sei,
sagst du o Mensch sei Sünde?
Das Pferd blieb mir im Sturme treu
der Mensch nicht mal im Winde.
Unbekannt

martina ( Gast )
Beiträge:

28.06.2006 10:36
#9 RE: Pinto - Pleasure Zitat · antworten

Hmmmm, ich frage deswegen weil in denn Papieren von Nannish als Rasse Pleasure steht,
und ich nicht wußte was das übersetzt bedeutet.

Aber Freude ist gut, denn die bereitet er mir

Lg Martina


pintoaraber.ch Offline



Beiträge: 6

01.07.2008 18:56
#10 RE: Pinto - Pleasure Zitat · antworten

Wir würden unseren Hengst auch als Pinto - Pleasure einteilen.
Haben ihn seit Februar in der Schweiz....

Gruss Nadine

www.pintoaraber.ch

Hope Offline




Beiträge: 11

03.07.2008 15:48
#11 RE: Pinto - Pleasure Zitat · antworten

Hallo Leute!

"Pleasure" ist englisch und bedeutet so viel wie "Vergnügen".


In den USA wurden (und werden immer noch) die plattengescheckten Pferde in ein 5-Typen-Modell einsortiert.

Einer dieser Typen war (und ist) der Pinto-Pleasure-Typ.
Er ist das leichte Freizeitpferd fürs "Vergnügen" (hat nichts mit der Western-Disziplin Pleasure zu tun!)

Alle 5 Typen werden in zwei Größen (Pony und Großpferd) gezüchtet.

Anerkannt für diesen Typ sind alle "leichten" Vollblut- und Vollblutaraber geprägten Rassen.

Pferde ohne Abstammung werden einfach dem äußeren Erscheinungsbild nach eingeordnet.

Vor ca. 20 Jahren gab es hier in Europa kaum Schecken. Die meisten Zuchtverbände wollten keine Bunten.



Mit dem Westernreiten wurden die Schecken aber immer beliebter und die ersten Züchter übernahmen einfach erst einmal das amerikanische 5-Typen-Model und suchten sich einen Zuchtverband, der ihre Lieblinge "so mitlaufen" ließ.
Damals war das der ZfdP.

Mit der Zeit hatten viele Mitglieder aber den Wunsch einen eigenen Verband zu gründen.
Dafür brauchte man aber ein Zuchtbuch.

Inzwischen gab es (und gibt es) aber Schecken in allen möglichen Rassen und das 5-Typen-Model wurde immer mehr erweitert und einige Typen bekamen andere Namen:
Der Pleasure-Typ wurde zum Pinto-Araber und das Ideal für diesen Typ wurde der Vollblut-Araber.

Parallel zu dieser Entwicklung trugen aber auch andere Zuchtverbände Schecken ein und machten sich ihre eigene ZBO.
Andere behielten die alten Bezeichnungen bei.

Also ist der "Pinto-Pleasure" quasi der Vorgänger des "Pinto-Arabers" und die neue Bezeichnung beschränkt sich auf die Araber-Rassen.

Ich hoffe das bringt etwas "Licht ins Dunkle".

Liebe Grüße, Hope





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