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Dieses Thema hat 19 Antworten
und wurde 1.430 mal aufgerufen
 Fragen und Diskussionsbeiträge zum Thema Gesundheit beim Pferd
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Schneckeline Offline

Elite


Beiträge: 433

06.01.2010 08:47
#16 RE: Koppender Jährling Zitat · antworten

Catja, da würde ich mir jetzt aber keinen Kopf drum machen. Fürs Pferd ist es genauso stressig, wenn sein Mensch ständig genervt im Stall ist.

Mein Großer hat die Stallwechselarie auch bestens verkraftet, der mußte letztes Jahr ja mehrmals umziehen.

In den Sattel gehören nur zwei Emotionen - Humor und Geduld

lillymaus Offline



Beiträge: 18

30.01.2010 19:18
#17 RE: Koppender Jährling Zitat · antworten

Hallo, nun muß ich mich wieder melden! Mein Youngstar hat zu koppen aufgehört, 100%ig war es der Streß den er an Silvester mitbekam........unser lieber Nachbar veranstaltete am 31.12 um 17Uhr ein Megafeuerwerk!!!!! Hätte ihn killen können,alsich ihn bat bis Mitternacht zu warten sagte der A.... mir glatt "nein,wir haben kinder und die müssen dann ins bett!" Wohlgemerkt,die Weide u.Offenstall waren genau neben seinem garten wo die Raketen hochgeschossen wurden und er die Panik der Pferde live mitbekam,.......mich wundert´s eh das nix passiert ist!!!! ich bin mir sicher dann wär ich "straffällig" geworden!!!!!
Nun gut, hab die jungs dann mit Hilfe einer Einsteller in die Box getan, mein Bubi koppte plötzlich......dacht ich hör schlecht!!! Abgesehen davon hatte er bis 23Uhr extremen Durchfall, hab ihn und seinen Freund dann sediert,dem anderen Jungpferd ging es nicht ganz soooo schlecht,aber auch verschwitzt und panisch!!!!Er koppte noch 34tage weiter,inzw. hat er ganz aufgehört. Hab die beiden seitdem über Nacht in der Box, auch wenn ich die beiden rausbringe bzw. sie wieder in ihrem eigentl. Offenstall sind gibt´s keine Panik mehr!
Das koppen abgeschaut wird glaub ich niemals!!! Vererbt.....glaub ich auch nicht. Ich bin auch der Meinung das man es mit einem Raucher vergleichen kann. ich hatte mal eine Stute die koppte, aber es hat sich keines der anderen Pferde diese untugend abgeschaut, auch das damalige Fohlen nicht!
VG

lillymaus Offline



Beiträge: 18

30.01.2010 19:20
#18 RE: Koppender Jährling Zitat · antworten

.....ohje, hab grad festgestellt.....die tastatur spinnt!!! und .....er hat 3-4tage nach sivester noch gekoppt,nicht 34tage

Missouri Offline

Bundeschampion/ess

Beiträge: 156

20.03.2010 14:07
#19 RE: Koppender Jährling Zitat · antworten

Wie ein Pferd aufs Koppen kommt?
Ich arbeite im sozialen Bereich, und mir sind schon oft verhaltensauffällige Kinder untergekommen, die so etwas ähnliches tun. Sie schlucken Luft und stoßen dann auch auf, nicht um zu provozieren, sondern auch in Stresssituationen oder aus Langeweile.
Gibt es hier vlt jemand er weiß was so etwas im Körper auslöst?

forsthof-antaris Offline

Forum-Verdienstkreuz Bronce


Beiträge: 1.351

20.03.2010 15:46
#20 RE: Koppender Jährling Zitat · antworten

Für mich ist nicht der Kopper das Problem, denn wenn er es tut, dann werden Endorphine, also Glücks- und Antistresshormone frei, was bedeutet, er ist entspannt und glücklich und baut Stress ab und im Prinzip schützt er sich damit vor Magengeschwüren - aber ein Problem sind die Leute, die einen fragen: "Sag mal koppt der etwa?!!!", denn schließlich sehen sie es ja und was fragen sie dann noch nach? Mich stört es nicht, also muss es auch andere nicht stören.

Bei Pferden die Magengeschwüre haben, ist es teilweise so, dass sie beim Fressen koppen, wenn sie davon "Sodbrennen" bekommen, sie versuchen sich damit Erleichterung zu verschaffen und ich würde nicht versuchen, es einem Pferd zu verbieten, denn das Koppen ist nur ein Symptom für ein anderes Problem und solange die Ursache nicht behoben wird, bleibt es ... wobei es eigentlich kaum möglich ist, es einem Pferd, das es einmal tat abzugewöhnen.

Manchmal hilft, wenn es bei Fressen auftritt Asa foetida, ein homöopathisches Mittel, um es zu mindern und wenn es durch Stress entstand oder durch eine bestimmte Situation, dann kann ein Konstitutionsmittel, das zum Typ des Pferdes passt, diese Situation auszugleichen helfen. Eine andere Möglichkeit sind Bachblüten, die das Seelenheil des Pferdes wieder in Gleichgewicht bringen können.

Ich habe es auch mit EMs und Rennie-Tabletten bei Bambi versucht ... das Problem ist aber, dass sie dann koppt, wenn sie die Leute auf sich aufmerksam machen will, sie also Zuwendung fordert.

Beobachtet man sie von Ferne oder lauscht man in den Stall sieht und hört man nichts, aber sobald man z.b. mit Möhren in den Stall kommt, dann setzt sie auf: "Vergiss mich bloß nicht". Was tut man da? Sie ignorieren, damit sie merkt, dass es sinnlos ist? Aber dann schicke ich ihr doch erst recht das Signal, dass sie meine Zuwendung entbehren muss und sie ist dann gefrustet und koppt - oder sie streicheln und ihr zeigen, dass wir sie lieb haben? Damit belohne ich ihr Koppen und zeige ihr, dass es das Ziel erreicht ...

Ich glaube, dass Bambi als letztes von vier bei uns geborenen Fohlen im Jahr 2007 sich vernachlässigt fühlte, weil man ihr vielleicht (ja ich gebe es zu ... nicht vielleicht, sondern ganz sicher) weniger Aufmerksamkeit schenkte als Amarula, der eben als erstes Prämienfohlen in dem Jahr der Star war - sie wurde auch prämiert, aber da kannte man es schon und hatte nichts anderes erwartet. Sie war schlichter als das bunte Flammi, weniger präsent wie Herzi, auf die wir natürlich nicht nur sehnlichst als erstes bei uns geborenes Linné-Fohlen gewartet hatten, sondern die überdies den Beifall des Verbandes fand - das tat Bambi auch, aber da war ihr schon eine zuvor gekommen.

Sie fand also einen Weg, mit dem sie uns auf sich aufmerksam machen konnte, der uns zwang, auch sie wahrzunehmen - kann man ihr das verdenken?

Kein Kopper koppt nur, weil er seinen Besitzer mit einer schlechten Angewohnheit ärgern will und darum sollte man ihn dafür auch nicht strafen, sondern die Ursache für das Koppen finden um es einzuschränken.

O.K. ... ich gebe zu, das unser Problem bei Bambis Kopperei oft das Zerstörerische dabei ist, denn kaum hat sie etwas gefressen, sucht sie auch schon einen Pfahl, auf dem sie koppen kann und zuhause koppt sie mit Vorliebe auf den Förderbändern, die sie natürlich so auf Dauer aus den Pfosten reisst, denn für diese Art von Gewaltanwendung sind die ja nicht gemacht.

Zum Glück liebt Micha, mein bester Ehemann von allen dieses Pferd und so nagelt und schraubt er eben klaglos alles wieder zusammen, was Bambi demontiert.

Bambi, ich schrieb es schon, war wohl das Fohlen, das sich irgendwie eben nicht beachtet fühlte und so koppt sie auch vor allem, wenn man sie missachtet ... und wenn sie Futter bekommt.

Sie ist aber eben auch das Pferd mit den genialsten Grundgangarten und wie schon erwähnt auch Michas Liebling.

Mir vor einem Jahr eine traumhaft tolle Stute für einen Preis angeboten wurde, bei dem ich stark zu schwächeln begann und nur die Tatsache, dass ich eigentlich keine Box im Stutenstall frei habe für Zuwachs und sich keiner fand, der Cora kaufen wollte, verhinderte, dass ich sie kaufte. Auch sie koppte und das störte mich nicht, aber sie hatte damit während der Stutenleistungsprüfung angefangen - also auch ein Stresskopper, wie unsere Flocki, die mit dem Koppen anfing, als wir sie verkauften und sie mit den neuen Haltungsbedingungen nicht klar kam.

Dass die Kopper als besonders intelligent gelten, weil sie sich mit Glückshormonen über Stress oder Ängste hinwegtrösten, welche durch das Koppen frei werden, ist aber auch ein Fakt, das ich nicht von der Hand weisen kann und ein Problem ist es nur für die Menschen, die es als abnorm betrachten und daraus eine Untugend machten.

Allerdings hatte ich auch einen Hengst, der ebenfalls sehr intelligent war und obwohl er nicht koppte, war er manchmal eine echte Plage, weil er Holzabtrennungen demontierte, indem er hineinbiss und zog ... beim Weidezaun schob er den Hals unter die oberste Latte und hob den ganzen Zaun hoch - wir betonierten daraufhin die Pfosten ein.

Gut, er koppte nicht, aber im Zerstören von Zäunen, Boxenwänden und sonstigem Stallzubehör war er trotzdem ein Meister und seit er bei uns war, sind die Boxen mit Ketten gesichert, weil er die Tür öffnen konnte, wann immer ihm danach war.

Mein Fazit? Dumme Pferde koppen nicht, aber wenn ich ein hochintelligentes Pferd haben will, das sehr schnell lernt, muss ich eben auch damit leben, dass es leider auch Dinge sehr schnell lernt, von denen es mir lieber wäre, es würde sie nicht können.

... und der beste Satz, den ich noch immer im Ohr habe, war der unseres Tierarztes der sagte: "Wenn ein Pferd erfolgreich ist oder die eine Stunde am Tag, in der ich es reite bemüht ist, alles so gut als möglich zu machen, dann darf es die restlichen 23 Stunden, die der Tag hat auch gerne ein Hobby haben"

LG
Sabine

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Geh Wege, die noch niemand ging, damit Du Spuren hinterläßt und nicht nur Staub
Antoine De Saint-Exupéry

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