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Dieses Thema hat 24 Antworten
und wurde 9.591 mal aufgerufen
 Anekdoten & Geschichten rund ums Pferd
Seiten 1 | 2
Pintoliebhaberin ( Gast )
Beiträge:

29.12.2005 12:11
Unerlaubtes Decken mit meinem Hengst Zitat · Antworten

Hi Leute

Hier will ich euch x eine echt miese Story erzählen, was jemand dieses Jahr mit meinem Hengst angestellt hat. Vielleicht hat jemand schon einmal ähnliches erlebt und kann mir vieleicht ein paar Tipps geben.

Also, als ich diesen Sommer mit meinem Freund in den Urlaub gefahren bin, hatte ich schon vorher so ein komisches Gefühl, dass der Stallbetreiber etwas mit meinem Hengst vorhat. Denn ich wusste, seit ich ihn dort eingestellt hatte, war er scharf auf ihn, denn er wollte unbedingt, dass Magic seine Stuten deckt. War ja schließlich ein gekörter Hengst, dazu noch in seinem Stall… Ich wollte dies jedoch nicht, da all seine Stuten nicht geimpft waren, und er mir keine Tupferproben bzw. keine Decktaxe geben wollte. (Ist ja wohl logo das ich da nein sage, oder?! Nicht dass die Stuten meinen Hengst anstecken und hinterher gesagt wird der Hengst taugt nix, weil sein Sperma nicht korrekt ist… ihr wisst was ich meine…) Na jedenfalls bat ich meine Mom & eine Bekannte sich um Magic zu kümmern. Als ich aus dem Urlaub zurück kam, traf mich fast der Schlag, als meine Bekannte mir erzählte, dass sie 2 Tage nicht an das Pferd kam, da der Betrieb früh die Tor schloss bzw. der Stall komplett unzugänglich war (ihr müsst dazu wissen, dass dann dort 2 Rottweiler frei rumlaufen, die total bissig sind… also nix mit über Zaun klettern oder so) Auch telefonisch war keiner zu erreichen, obwohl das Auto des „Chefs“ eindeutig auf dem Hof zu sehen war. Kam mir dann schon komisch vor. Als ich dann auch noch feststellte, dass Magic sich von Heute auf Morgen zum totalen Casanover umgewandelt hatte, wusste ich es! Er hatte gedeckt. Es konnte nur so sein! Denn ich kannte doch mein Pferd! Er war immer sehr anständig, brav und gut zu Händeln. Und plötzlich keine 2 Wochen später, war er wie ausgewechselt. Kaum hatte er eine Stute gewittert, hat er den dicken Max markiert. Er hat gegen die Boxenwände getreten, mich zur Seite gedrückt als ich ihn rausholte, er stieg und wollte unbedingt zur Stute. Selbst beim anbinden war er voll behindert! Eine Decke lag auf der Anbindestange – die er dann bestieg!! Eine Decke! Man oh man! Noch dazu stellte ich 1 Tag nach dem ich aus dem Urlaub war, fest, dass Magic eine Entzündung am Penis hatte – Habe gleich den TA angerufen Fazit: Mein Pferd musste mit Antibiotikum behandelt werden. Der Tierarzt meine – es kann nur von einer „unsauberen“ Stute sein… DAS und die anderen „Zufälle“ wie, dass er stark abgenommen hatte, obwohl er von meiner Mutter zusätzlich zum anderem Futter viel Dickmacher (Müsli ect) bekam & den ganzen Tag auf der Weide stand ODER dass er auf einmal von heut auf morgen „blöde“ im Kopf war (er wollte sogar die Schafe auf der Nachbarweide decken!!)… hat mir alles bestätigt.
Ich habe daraufhin den Betreiber des Stalls angesprochen, der natürliches alles abstritt. Sein grinsen ist mir jedoch nicht entgangen. Ich habe ihn darauf hin bei der Polizei angezeigt. LEIDER taten die nichts außer x kurz nachzufragen – sie stellten kurze Zeit später die Sache ein und sagten nur noch „Da sie (also ich) nichts beweisen können und Herr *** alles abstreitet steht Aussage gegen Aussage. Was Sie noch tun könnten, Sie warten ab, bis die Fohlen zur Welt kommen und machen dann einige DNA-Tests. Damit können Sie dann beweisen, ob sie Recht haben. Haben Sie Recht, können sie dann nochmals eine Anzeige machen.“

Ich weiß dass ich Recht habe und ich kriege den Typen dran!! Nicht nur dass ich auf den Tierarztkosten sitzen blieb, nein, mein Hengst hat sich im Wesen verändert, und eine Menge Decktaxe ist mir entgangen. Dem werd ich ne saftige Rechnung schreiben, wenn ich’s ihm endlich nachgewiesen hab! Ich habe nur „Schiss“ dass er dann mit der Ausrede kommt – dein Hengst ist beim misten ausgebüxt und zur Stutenkoppel… versteht ihr…

Natürlich hab ich sofort den Stall gewechselt. Nicht nur dass mein Pferd dort wenig zu fressen bekam, schlecht gemistet war und dort das Koppen anfing (was jetzt im neuem Stall sehr wenig geworden ist bzw. kaum noch auftritt) – nein sie missbrauchten ihn auch noch als Zuchtmaschine!!! Ich mache mir noch heute Vorwürfe, nicht eher gehandelt zu haben. Beim Auszug wurde mir übrigens mein Pferd verweigert – Sie machten einfach ein Schloss an die Box, so dass ich ihn nicht rausholen konnte – auch hier hab ich ihn anzeigen müssen und mir eine gerichtliche Verfügung holen müssen, um ihn dort rauszuholen. Der Betreiber ist krank! Der meinte tatsächlich noch „ Der gehört hier her und ich kann mit ihm machen was ICH will“ … Ey… Leute… ich war so fertig… habe geheult dann wieder wütend getobt…
Unfassbare Story, oder?!! Ist aber wirklich passiert. Es ist heutzutage eh schon schwer genug gegen die Vorurteile von Hengsten anzukämpfen und dann noch so was!

Ich bin jetzt jedenfalls sehr vorsichtig geworden und schaue mir den Stall und die Leute genau an – niemand geht mir je wieder ohne meine Erlaubnis an meinen Hengst! Und es wird das gemacht was ich möchte – nicht was die Leute denken, was gut für mein Pferd wäre, dass weis ich schon allein. Nichts gegen hilfreiche Tipps aber es bleibt ja wohl mir überlassen, ob ich sie annehme oder nicht.

So das musste jetzt x raus. Alsooooo ich bin echt gespannt ob jemand auch schon x so was oder ähnliches erlebt hat?!


Lass dich nicht zum Krüppel machen, von dem was war - denn wer bereut, vergeudet sein Leben. Man muss eben kämpfen, wenn man das gewünschte erreichen will!

jeanne Offline

Moderatorin

Beiträge: 1.365

29.12.2005 16:48
#2 RE: Unerlaubtes Decken mit meinem Hengst Zitat · Antworten


Oh Gott, das ist ja echt der ober Hammer!!! hoffe du schaffst es, das er für sein Handeln bestraft wird, leider wird das Pferd vor Gericht ja immer noch als Sache gesehen.

Halt uns auf dem laufenden!!!


Scheckenfreund ( Gast )
Beiträge:

29.12.2005 17:06
#3 RE: Unerlaubtes Decken mit meinem Hengst Zitat · Antworten

Tja, das habe ich jetzt noch nicht erlebt, aber ich hatte auch schon meine Probleme mit Polizei & Pferd bezüglich einer (vermutlich) mutwillig herbeigeführten Schnittwunde entlang der Röhre vorne bis an die Sehnenkapsel.
O-Ton: Da kann man nix machen, das ist höchstens Sachbeschädigung, wenn Sies nachweisen können.
Ich habe wenigstens darauf gedrängt eine Anzeige genen Unbekannt zu erstatten, weil natürlich habe ich niemenden mit dem Skalpel in der Box vorgefunden und überwältigt. Aber ich bin sicher, das er sich die Wunde nciht selber zugefügt hat, Dafür war der Schnitt zu sauber...
Fazit: Polizei konnte nichts tun und ich hatte einige TA-Rechnung die sich gewaschen hatten (inkl. einer Kolik wegen dem Stehen lassen).

Sabrina
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Pintoliebhaberin ( Gast )
Beiträge:

29.12.2005 17:24
#4 RE: Unerlaubtes Decken mit meinem Hengst Zitat · Antworten
Man oh man

Ich find es wirklich unglaublich, dass Tiere immernoch als "Sache" bezeichnet werden! es ist ja NUR eine "Sachbeschädigung"

@ Scheckenfreund: Das mit deinem Pferd ist ja auch voll ärgerlich! Hast du denn wenigstens einen Verdacht? Wer tut denn sowas? Und warum? Find es echt erbärmlich, sich an Tieren zu vergehen... Damals wollte ich anfangs eine Stallkamera installieren lassen - hätt ichs man gemacht leider kostet so ein Teil aber auch ganz schön viel Kohle... Übrigens hatte mein Pferd auch ne Kolik, nachdem ich ihn wegen seiner Schulterveletzung stehen lassen musste - wollt ich erst nicht glauben aber kam wohl doch da her - eine der Stuten muss ihm beim Deckakt eins mit dem Eisen verpasst haben - ein Teil seines Schulterknochens hatte sich in den Schleimbeutel gebohrt, wurde entfernt. Und: TA Kosten blieben an mir hängen. Echt ich verachte diesen "Stallbetreiber" Ich werd ihn kriegen und wenns das letzte ist, was ich tue - mein Pferd ist mein Heiligtum!
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forsthof-antaris Offline

Forum-Verdienstkreuz Bronce


Beiträge: 1.351

29.12.2005 17:37
#5 RE: Unerlaubtes Decken mit meinem Hengst Zitat · Antworten

Hi,
zum einen ist uns das tatsächlich auch schon passiert, als wir noch in der Schweiz lebten, probierten die Bauern ihre Freiberger-Stuten mit meinem damals zweijährigen Trakihengst ab und später sorgte er wohl offensichtlich auch noch für Nachwuchs, der jedoch für die Fleischverarbeitende Industrie gezeugt worden war.

Zum anderen war mein Fazit nach dieser Sache: Hengsthaltung macht nur Sinn, wenn man einen eigenen Stall und entsprechende Möglichkeiten zur artgerechten Haltung eines Hengstes hat. Ich kenne eine Menge Hengste, die im Einstellerstall untergebracht sind und unter der Dummheit der anderen Pferdebesitzer leiden, die ihre rossige Stute vor dem armen Jungen zum Putzen anbinden und dann über den unerzogenen Hengst schimpfen. In einem Pensionsstall an der schweizer Grenze ließ ein krankes Hirn einen fast 20 jährigen Hengst nachts aus der Box und zu den rossenden Stuten. Es gab ihm wohl den Kick, denn dabei befriedigte er sich selbst. Nachdem mehrere Stuten Deckverletzungen hatten und ungewollt tragend wurden und zudem der Hengst eine Entzündung am Penisschaft hatte, wurden nachts Stallwachen aufgestellt - so hat man den Irren erwischt. Von dem Tag an war aber Hengsthaltung in dem Stall auch tabu, denn der Stallbesitzer bezahlte für das ganze Debakel.

Ich möchte nun auch keinem zu nahe treten, der einen Reithengst im Pensionsstall hält, aber tut man dem Hengst, der vielleicht immer hinter Gittern steht und nicht auf die Weide darf und isoliert von seinen Artgenossen leben muss, wirklich einen Gefallen? Dazu kommt, dass er sich den Samen auch nicht aus den Rippen schwitzen kann, den er nicht bei den Stuten loswerden kann.

Ich weiss, dass ich nun vielleicht in ein ganzes Butterfass springe, wenn ich meine Meinung zum besten gebe, aber als wir unseren neusten Hengstzuwachs in Ganschow abholten, webte er, war ein Boxenläufer und war kaum zu bändigen. Man erklärte uns auch, dass er Artgenossen gegenüber aggressiv sei und bei Decken nicht zu bremsen. Zum Glück hatte ich im Vorfeld Kontakt mit der Hengsthalterin aufgenommen, bei der er vorher stand, denn von ihr wussten wir, dass er den Auslauf auf der Koppel braucht, wie die Luft zum atmen. Wer ihn nun, zwei Monate später kennenlernt, der ist überzeugt, er wäre nur deshalb so unkompliziert zu händeln, weil er halt nicht "hengstig" sei. Auch im Verein, wo wir einmal wöchentlich zum Training hinfahren, ist jeder überzeugt, dass er eben ein besonders "braves" Modell ist, weil er ohne zu reagieren zwischen Stuten und Wallachen geritten werden kann. Er ist sicher charakterlich ein Goldstück, das steht ausser Frage, aber er geniesst auch ein ganz normales Pferdeleben. Er steht ganztägig auf Wiese oder Paddock mit Sichtkontakt zu seinen Kumpels und zu den Stuten, die er bewacht. Den Zaun zu überwinden wäre vermutlich kein Problem, aber alle Hengste sind ausgeglichen und Artgenossen gegenüber nicht agressiv und sie achten den Stromzaun. Sicher gibt es Regeln, die beachtet werden müssen. So dulden nur unser Schimmel und der Rappe das Jungvolk direkt neben sich. Irco hingegen attackiert die Jährlinge und Zweijährigen. Linné besteht darauf, wie Irco, die Stuten zu sehen, sonst fangen sie das Rennen an. Während Abenteuer gar nicht in Sichtkontakt zu Stuten stehen kann, denn er rennt sich schaumig, wenn er die Mädchen auf dem Servierteller präsentiert bekommt. Brave Heart rennt nur, wenn er keinen Kumpel als Nachbarn hat, mit dem er Fellchenkraulen darf. Das alles herauszufinden, bedarf der Möglichkeit seine Pferde beobachten zu können und sie zu kennen - dann rufen die Jungs immer wieder Erstaunen bei den Besuchern hervor, weil das alles sooo liebe Hengste sind.

Wir haben unsere Hengste an Schauen und Messen dabei gehabt. Für ein paar Tage war das machbar, dass sie nur in der Box standen, neben fremden, teilweise wechselnden Pferdenachbarn und nur zum Reiten nach draussen kamen. Aber wenn sie zuhause waren, dann wälzten sie sich im Sand und rannten buckelnd und keilend über den Auslauf, voller Glück, das kleine Stückchen Freiheit wieder zu haben. Besonders interessant war auch die Erfahrung, dass auch Hengste, die sich zuhause nicht so gut verstanden, an fremden Orten froh waren, wenn wenigstens der -wenn auch ungeliebte, aber dafür bekannte- Kumpel in der Nähe blieb.

Ich freue mich täglich, meinen Jungs und Mädchen ein pferdegerechtes Dasein ohne Gitter vor der Nase bieten zu dürfen und ich würde sie eher in artgerechte Haltung verschenken, als sie in einen Pensionsstall zu stellen, in dem ein Hengst wie ein Tiger im Käfig gehalten wird, denn ich habe zu viele Hengste mit Verhaltensanomalien kennen gelernt. Und Koppen ist nur eine davon.

Ich entschuldige mich im Vorfeld bei all denen, die sich nun auf den Schlips getreten oder persönlich angegriffen fühlen, aber mir scheint ein Wallach in der Herde glücklicher zu sein, als ein einsamer Hodenträger, der noch nicht einmal decken darf, auch wenn ich selbst aus Überzeugung am liebsten Hengste reite. Aber die werden regelmässig abgesamt und dürfen auch ohne Reiter über die Wiese galoppieren.

Sabine, die betont, niemanden der sich nun angesprochen fühlt, persönlich angreifen zu wollen und nur ihre Meinung sagt und nicht kritisieren will. (... aber zur Not: "is noch Platz unterm Perser?"

Dieter, IG-KLDR MV e.V. ( Gast )
Beiträge:

29.12.2005 17:56
#6 RE: Unerlaubtes Decken mit meinem Hengst Zitat · Antworten

platz is da noch reichlich, aber
für den schrieb haste bei mir zumindest 2 x gut, das heißt, selbst wenn , ist es schon abgegolten...
IG-KLDR Forum:http://60932.homepagemodules.de
diese adresse sollte man sich merken!

Pintoliebhaberin ( Gast )
Beiträge:

29.12.2005 18:12
#7 RE: Unerlaubtes Decken mit meinem Hengst Zitat · Antworten

Auf den Slips getreten fühl ich mich nicht, ich denke da genauso. Mein Hengst steht jedoch halbtägig auf dem Paddock, von wo aus er seine Kumpels beobachten kann - nur deshalb ist er auch so umgänglich. Trotzdem werd ich versuchen ein eigenes Stück/Stall zu bekommen, denn ich möchte noch ein Pony für Magic. Er LIEBT kleine Pferdchen :-) & ich auch... wäre ideal

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Scheckenfreund ( Gast )
Beiträge:

29.12.2005 18:45
#8 RE: Unerlaubtes Decken mit meinem Hengst Zitat · Antworten

Ich habe nicht nur einen Verdacht, ich bin mir dessen sicher, aber sagen darf ichs nicht. Denn das wäre Rufmord... Da würde die entsprechende Person gerichtlich gegen mich vorgehen. Mein Kleiner war ja nicht das einzige Pferd mit Verletzungen. Es gab immer mal wieder welche. Wenigstend hab ich mit der Polizei soviel Tohuwabohu veranstaltet, dass diese Person letztenendes den Stall verlassen mußte.
Andere hatten sie schon länger im Verdacht, leider bin ich ins offene Messer gelaufen. Aber die ganze Schichte wäre zu lange sie hier niederzuschreiben...
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der Mensch nicht mal im Winde.
Unbekannt

Pintoliebhaberin ( Gast )
Beiträge:

30.12.2005 10:16
#9 RE: Unerlaubtes Decken mit meinem Hengst Zitat · Antworten
Nur schade dass du nichts "Richtiges" gegen sone Irre machen konntest... wer weiß, was die jetzt vieleicht in nem anderen nicht das selbe Spielchen treibt - trotzdem, warum tut die sowas??? Es gibt echt kranke Menschen...

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Amaretto ( Gast )
Beiträge:

05.07.2006 12:09
#10 RE: Unerlaubtes Decken mit meinem Hengst Zitat · Antworten

Was ich nur nicht verstehe-wie kann man eine Box denn abschliessen?Und warum wartest Du da noch ne Gerichtliche Verfügung ab?Soetwas dauert doch Tage oder?Also ich hätt mein Pferd da sofort weggeholt-mit welchen Mitteln auch immer...der kann ja auch nicht tagelang eingesperrt in der Box stehen..
Und das dein Pferd ausgebüxt ist und mehere Stuten gedeckt hat kann er ja nicht sagen-dies hätte er dann schon eher tun müssen-wäre ja auch etwas aus der luft gegriffen-soetwas KANN vielleicht mal bei einer Stute passieren-aber gleich mehrere..Was nützt ihm denn überhaupt ein gekörter Hengst??ER kriegt doch sowieso keine Papiere von den Fohlen-da hätte er doch irgendeinen nehmen können...Komische Sache

forsthof-antaris Offline

Forum-Verdienstkreuz Bronce


Beiträge: 1.351

05.07.2006 13:01
#11 RE: Unerlaubtes Decken mit meinem Hengst Zitat · Antworten

Hallo Amaretto,

da muß ich Dir leider widersprechen - Papiere bekommst Du für das Fohlen, wenn Du ein DNA-Profil des Fohlens erstellen läßt und den möglichen Vater angeben kannst, dessen Profil immer nach der Körung erstellt wird und somit verglichen werden kann.

Das war unser Punkt, wo wir anfingen, keine Lebendfohlengarantie mehr zu geben, bzw. ein TA-Zeugnis anforderten, wenn eine Stute sehr unregelmäßig besamt wurde.

Wir hatten z.B. eine Züchterin, die hatte drei Stuten, zwei Braunschecken ohne Papiere und eine braune Stute ohne Papiere. Im April wurde Samen von Sambuco angefordert und auch bezahlt. 10 Tage später wurde erneut Samen angefordert - offenbar für die gleiche Stute, denn Farbe und Name waren gleich, wie beim ersten Versand. Auf meine Nachfrage, ob die Stute denn noch immer oder schon wieder rosste, meinte die Züchterin, daß das erste Follikel weg gewesen wäre, sich aber ein zweites gebildet hätte, auf das nun weiter besamt würde. Ungefähr 15 Tage später forderte die Züchterin das dritte Mal Samen für die gleiche Stute an, die - wie sie nun meinte- Hormonprobleme hatte und nach einer neuerlichen Zwischenrosse angespritzt worden war und den Samen hatte sie "auf gut Glück" bestellt und versamt. Nun, ich glaubte ihr erstmal, denn schließlich unterschrieb der TA auch den Samnverwendungsnachweis und bestätigte mit seiner Unterschrift, die Braunscheckstute Dina besamt zu haben. Dann kam der letzte Versand- und Verwendungsnachweis unterschrieben zurück, allerdings war mein Eintrag unter Farbe der Stute von Braunschecke in Braun abgeändert worden, indem das ...schecke einfach durchgestrichen worden war.

Ich fragte erst einmal bei der Züchterin nach, die meinte, die Stute sei ein Minimalschecke mit nur einem Fleck am Bauch und der Assistenzarzt hätte gemeint, ein Bauchfleck gilt nicht als Schecke (wo er recht hat, hat er ja recht).

Ein Jahr später rief mich eine Freundin an, die die Geschichte mitbekommen hatte und erzählte mir, es ständen diverse Sambuco-Fohlen in der Pferdemarkt und ob es sich eventuell bei der Verkäuferin um meine Deckkundin handeln könnte. Sie rief in meinem Auftrag dort an und erfuhr, daß sie tatsächlich drei bunte Fohlen von Sambuco B zum Verkauf anbieten könnte, die alle ein ZFDP-Papier und den entsprechenden Brand erhalten würden. Die Dame war tatsächlich meine Deckkundin, die mit einer Decktaxe 3 Stuten hatte besamen lassen. Als ich ihren TA anrief und ihn fragte, ob er nicht nachgefragt hätte, nachdem er drei verschiedene Stuten besamt hatte, aber immer der gleiche Name auf dem Verwendungsnachweis gestanden hätte. Der TA meinte, er hätte nur die beiden Scheckstuten besamt und er wüsste bei den vielen Stuten ja nicht, wie jede heißt und ob es die gleiche oder eine andere Scheckin ist, deren Hintern er vor sich hat. Und bei der Braunen sei sein Assistent tätig gewesen und der hätte ja auf dem Schein vermerkt, daß die Stute kein Schecke sei. Schließlich hätten sie in der Besamungssaison auch viel zu tun und können sich nicht jedes Papier der Stute zeigen lassen, damit die Lebensnummern und die Abstammung mit dem auf dem Nachweis verglichen werden kann. Und bei Stuten ohne Papiere könnte er ja nur sehen, ob es ein Fuchs oder ein Rappe oder Schimmel oder so wäre. Die Stute zu identifizieren sei ja nicht möglich. Daß sein Assistent ohne sich bei uns rück zu versichern, ob er den Samen für eine braune Stute verwenden darf, der ja für eine Scheckin bestimmt war, fand er nicht weiter schlimm, denn er hatte ja den Schecken durchgestrichen und wenn ich das nicht gewollt hätte, dann hätte ich halt reagieren müssen. ???

Ich rief beim Verband an und fragte, wie denn ein Papier erstellt werden könnte, wenn ich keinen Deckschein ausgestellt hatte und erhielt die Auskunft, daß eine DNA-Analyse erstellt wurde, die belegt, daß Sambuco der Vater der Fohlen ist und damit der Ausstellung der Papiere nichts im Wege steht. Auch hier fragte keiner nach, warum ich keinen Deckschein für zwei der drei Fohlen ausgestellt hatte.

Wir haben vor Gericht dann um die zwei Decktaxen fechten müssen und gewonnen, aber mein Glauben an die Menschheit hat damals so sehr gelitten, daß ich Samen nur noch gegen ein TA-Zeugnis verschicke, daß die Stute wirklich nicht tragend wurde und die Lebenfohlengarantie gibt es auch nicht mehr, denn auch hier wurde gerne mal für ein Jahr bezahlt und zwei Jahre gezüchtet. Ich kann ja nicht kontrollieren, ob die Stute ein Fohlen bekommen hat oder wirklich leer blieb, denn manchmal steht die Stute 800 Kilometer weit weg von uns und sehen tun wir sie dann nie.

LG
Sabine
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Geh Wege, die noch niemand ging, damit Du Spuren hinterläßt
Antoine De Saint-Exupéry

bunte Hubsi Offline

Moderatorin


Beiträge: 1.633

05.07.2006 17:59
#12 RE: Unerlaubtes Decken mit meinem Hengst Zitat · Antworten

Sag mal Simone,
wie ist denn die Geschichte mit dem unerlaubten Decken weitergrgangen???
Die Fohlen müßten ja längst dasein...und damit die Beweise ?
LG Petra Wunderpfitzig

Amaretto ( Gast )
Beiträge:

05.07.2006 18:37
#13 RE: Unerlaubtes Decken mit meinem Hengst Zitat · Antworten

Naja aber wenns ein unerlaubtes Decken des Hengstes war denke ich wird er ja nicht vorgehabt haben eine DNA Analyse machen zu lassen..er wollte ja sicher nicht dasjemand davon was mitkriegt-deswegen verstehe ich es nicht..
Wäre ja so als würd ich nen Porsche klauen und den auf meinen Namen zu lassen..

bunte Hubsi Offline

Moderatorin


Beiträge: 1.633

05.07.2006 19:04
#14 RE: Unerlaubtes Decken mit meinem Hengst Zitat · Antworten

Da hast Du recht, so doof wird ja keiner sein.
Aber was ich meinte ist, wenn die Fohlen da sind und die Anzeige läuft, gelten die Fohlen ja als Beweis der unerlaubten Bedeckung und es kann per Gericht wohl eine DNA Analyse zur Beweisaufnahme angeordnet werden.
Allerdings weiß ich nicht, ob ein Gericht bzw. die Öffentlichkeit, die es ja vertritt, überhaupt ein Interesse an so einem Fall hat? Vielleicht gucke ich ja auch nur zuviel CSI....
Ich hatte in diesem Jahr auch ungebetenen Besuch von zwei betrunkenen Jungs aus der Nachbardisco im Stall. Mein Stallvermieter hattte so eine Wut und hat sie sich geschnappt und der Polizei übergeben...das war echt gefährlich, es hätten ja auch böse Jungs sein können, die ihm den Schädel einsachlagen.
Indi hatte sich schwer verletzt und hatte eine Wunde am Vordefußwurzelgelenk, vermutlich war er erschrocken und aufgesprungen, genau wissen wir es nicht.
Die Tierarztrechnung betrug 300,-€
Ich setzte mich auf Anraten der sehr netten Polizisten mit den Jungs in Verbindung und machte ihnen den Vorschlag, entweder bezahlen, oder Anzeige wegen Hausfriedensbruch....den "Schaden" an Indi konnte ich ihnen als Verursacher ja nicht beweisen.
Die Jungs entschieden sich für eine nette Entschuldigung und das Bezahlen der Tierarztrechnung.....
Seitdem ist mein Stall immer wenn ich nicht da bin, verrammelt und verriegelt. Letztes Jahr hatte ich alle Fenster draußen, daß die Pferde rausgucken konnten, aber das traue ich mich auch nicht mehr.
Und ich dachte immer, bei uns auf dem Land ist die Welt noch in Ordnung.
Es war übrigens der einzigste Vorfall in all den Jahren, der den Hof betraf, aber die Angst bleibt...
Petra

Sölring Hoff Schurek Offline

Forum-Verdienstkreuz Platin mit Brillianten


Beiträge: 2.832

03.04.2009 06:35
#15 RE: Unerlaubtes Decken mit meinem Hengst Zitat · Antworten

Einige Forenmitglieder können sich noch an diese Geschichte bestimmt erinnern.
Nun erhielt ich gestern die traurige Nachricht der neuen Besitzerin von Magic, daß dieser eingeschläfert wurde.

Magic hat nach dem Verkauf (nach den Angaben der damaligen Käuferin) sehr viel Negatives durchgemacht; sodaß er krank wurde.

Die lieben Menschen, die ihn vor drei Jahren von Pintoliebhaberin kauften, haben Kontakt zu mir aufgenommen und wollten ihn in die Sommerfrische zu mir bringen. Er sollte sich bei uns erholen.
Die Bilder, die sie mitschickten, brachten mich zum Weinen.
Von dem ehemaligen stolzen Hengst mit wachen Augen ist nichts mehr zu erkennen.
An seinem Pflege- und Ernährungszustand ist nichts auszusetzen; aber die Augen... sie drücken alles aus.

Die Bilder zeigen Magic bei uns als Zweijährigen und bei seiner Körung in Neumünster

Söl'ring Hoff Schurek
www.soelringhoff.de

Angefügte Bilder:
M.B.050904-13F.jpg   M.B.050904-14F.jpg   M.B. 050904-01F.jpg   M.B.160705-22.jpg.JPG  
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