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 Anekdoten & Geschichten rund ums Pferd
anjuli Offline

Eliteanwärter/in


Beiträge: 272

12.02.2007 11:55
Ein ganz gemuetlicher Ausritt Zitat · Antworten

Mal eine kurze Begebenheit, die mir gestern widerfuhr:

Gestern mittag kam ich zur Farm und beschloss als erstes unser "Baby" Ashtami, mittlerweile 3 Jahre alt dranzunehmen.
Da ich keine Lust auf Longieren hatte, beschloss ich sie eine Runde als Handpferd mit zu nehmen. Allerdings war Roop Singh mit Lakshmi, ihrer besten Freundin weg und Gemuetspferd Naughty ebenso. Was also tun ? Mit Poonam, unserer Schecke versteht sie sich gar nicht, die Beiden giften sich z.Z. immer an. Seit Poonam das Fohlen hat, ist es echt schlimm geworden. Moomal ist auch nicht so das Pferd mit dem man so auf Tuchfühlung geht, die hat das nicht so gern. Nach einigem Hin und Her entschied ich mich fuer Kumari, die mittlerweile positiv einen Babybauch hat. Naja, Kumari ist auch nicht so das Kuschelpferd, aber ich dachte mir, wird schon gehen, so eine gemütliche Runde im Schritt. Tja, so weit zur Theorie, aber alles der Reihe nach.
Nun, erstmal stellte ich fest, dass unsere Pferde begonnen hatten sich im See Wasser zu waelzen. Das bedeutete eine Stunde Arbeit, bis ich Ashtamis Scheckmuster inklusive weisser Flecken wieder herausgearbeitet hatte. Kumari ist zum Glueck dem feuchten Nass nicht so zugeneigt und bei ihr war es mit einem kurzen Ueberputzen getan.
Wir also los, ging soweit auch ganz gut, obwohl Ashtami deutlich mehr Abstand hielt als sonst. Das bedeutete, dass ich mich mehr auf sie konzentrieren musste und es nicht so entspannt war. Es ging zunaechst über den Damm und weiter um die Ecken.
Weiter ging es. Dann raschelte es kurz im Gebüsch und Ashtami hüpfte vorwärst dichter an Kumari ran. Diese fand das überhaupt nicht witzig, quickte und drohte mal kurz mit dem Hinterfuß. Ashtami schreckte zurück, ich wurde fast entzwei gerissen und musste wohl oder über Ashtamis Zügel loslassen. Die blieb zum Glück stehen, ich konnte absteigen und die Zügel wieder aufnehmen. Also, wieder aufgesessen und weiter. Ashtami war nun deutlich vorsichtiger und ich hatte jeden Gedanken an eine flottere Gangart aufgegeben. Nach einer Weile klappte es aber wieder ganz gut.
Dann hörte ich plötzlich ein Schleifgeräusch und Rascheln, direkt hinter mir unten. Mir schwante Übles. Doch bevor ich reagieren konnte, legte mein Reitpferd einen Blitzstart hin. Ich ließ, gezwungenermaßen zum zweiten Mal die Zügel meiner Begleitung los und blickte kurz aus der Richtung des unheimlichen Geräusches. Ein großer Dornenzweig, wie sie hier öfter zur Befestigung von Steinmauern benutzt werden, hatte sich im Schweif von Kumari verfangen. Na toll, ich wusste was mir blühte und natürlich – ab ging die Luzie! Es war nun natürlich auch so, dass mein Göttergatte den wunderbaren Einfall gehabt hatte, dass Kumari im Juni ja nun ihr Fohlen bekommen würde und das wir sie nun nicht mehr so stark belasten sollten. Sprich, das gute Pferd hatte die letzte Woche auf der Koppel gestanden und dementsprechend paarte sich nun Panik mit einer gehörigen Portion Lauflust.
Nun ja, mein Handpferd hatte ich ja nun schon verloren und die Hunde schafften es auch gerade nur so nicht zertrampelt zu werden. Ich blickte kurz zurück und sah das Ashtami verständnislos stehen geblieben war. Ich versuchte Kumari auch zum stehen zu bekommen, aber da war nichts zu machen. Zumal die Dornen bei jedem Schweifschlagen schmerzhaft ins Hinterteil pieksten. Zack ging es um die Ecke, ich sah ein Motorrad auf uns zukommen, gerade noch so dran vorbei, Kurve, hinein in einen engen Hohlweg mit Steinmäuerchen zu beiden Seiten. O Gott, da kam uns ein Fußgänger entgegen, mit einem Riesenbündel Holz. In dem Weg war gerade mal Platz für eine Person, bei Gegenverkehr wurde es schon im Schritt kritisch, da Wenden relativ schlicht weg unmoeglich war, aber im Galopp hatte ich die Katastrophe vor Augen! Kumari war in der Stimmung den guten Menschen einfach niederzumähen. Ich machte die Augen zu. Zum Glück war der Gute geistesgegenwärtig genug um sein Holz über die Mauer zu werfen und mit bemerkenswerter Geschwindigkeit hinterher zu hechten. Gerade noch rechtzeitig - wum fegte mein Pferd wie ein Wirbelwind an ihm vorbei. Ich hing in den Zügeln, aber vergeblich, mit dem Dornenstrauch im Hintern hätte ich meine Lotte nicht mal mit einer mechanischer Hackemore zum Stehen bringen können. Weiter ging es, um die Kurve, eine nette Strecke die ich normalerweise immer gemächlich im Schritt zurücklegen. Dann hoch, auf eine Steinmauer zu, der Weg machte an dieser Ecke eine 90 Grad Kurve. Das war meine Chance. Ich hielt auf die Mauer zu, die ziemlich hoch war und betete, dass sie zu hoch war um Kumari zum Springen einzuladen. Aber die Gute hatte sich mittlerweile ausgelaufen, mit Fohlen im Bauch, sind solche Sprints auch recht anstrengend, vielleicht war auch der Dornenzweig an einen weniger schmerzhaften Ort gerutscht. Jedenfalls konnte ich sie zum Stehen bringen. Sofort sprang ich reaktionsschnell aus dem Sattel und versuchte mein Pferd zu beruhigen. Die schlug nämlich wieder nervös mit dem Schweif und der Dornenzweig – ein Monsterteil- piekte immer noch. Wir drehten uns also ein paar Runden im Kreise bis sie es geschafft hatte, sich von dem Haupt-Ast zu befreien. Nun konnte ich sie ein Stück führen um sie und mich wieder zu beruhigen. Ich kam zurück zum Hohlweg und entschuldigte mich erst mal bei dem armen Menschen, den ich fast umgebracht hätte. Der nahm es zum Glück heiter und klärte mich darüber auf, dass mein Handpferd zurück Richtung Heimat gelaufen war. Da keine Straßen oder sonstigen Gefahrenstellen zwischen jener und hier lagen, widmete ich mich jetzt erst mal meinem Pferd und zog sämtliche übrig gebliebenen Dornen aus dem Schweif. Eklige Dinger, bestimmt 3 cm lang, manche mit Widerhacken. In so fern, kein Wunder dass sie komplett durchgedreht war. Ich schwor mir innerlich sofort am selben Tag noch den Schweif ein Stück zu kürzen, um so etwas in Zukunft zu verhindern und dann ritten wir in aller Ruhe nach Hause, wo uns Hunde und Handpferd erwarteten. Pferd und Sattel waren zum Glück noch heil, nur die Zügel waren zerrissen, kein Wunder, da sie ja auf der Erde geschleift hatten. Aber Ashtami war nach Angaben der Boys wohl ganz ruhig nach Hause getrabt und sie hatten sie nur in Empfang nehmen und absatteln müssen.

Ende gut alles gut, wie man so schoen sagt.



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