Dieses Forum soll allen Pintofreunden eine Möglichkeit bieten, sich zu treffen und auszutauschen.Wir wünschen viel Spaß dabei!
Wir bitten alle User dieses Forums die üblichen Regeln des guten Miteinanders einzuhalten. Ansonsten wird konsequent gelöscht. Über den Button "Beiträge der letzten Tage" erhalten sie eine Übersicht der aktuellen Beiträge. Als Gast haben Sie nur verminderte Leserechte. Melden Sie sich daher an und vervollständigen Sie unbedingt ihr Profil. Erst dann können Sie an Diskussionen teilhaben, lesen und beachten Sie unsere Info + Regeln zum Forum ,dort wird auch Ihre Gruppenzuordnung nebst Rechten erklärt.
Ich hätte mal eine Frage, kann mir bitte mal jemand erklären was genau man unter dem Begriff "Golden-Cross-gezogen" bei Arabern versteht? Ich hoffe ich hab hier den richtigen Platz für meine Frage gefunden?...für erklärende Links wäre ich dankbar.
Wenn damit eine rassereine Linienkreuzung von spanisch-ägyptisch(Mutter spanisch x Vater ägyptisch) damit gemeint ist, kann mir dann mal jemand erklären was daran "so golden" ist?
Es ist doch gut wenn gute Eigenschaften/Leistungen etc. der Elterntiere(aus verschiedenen Linien) in einer Verpaarung rasserein miteinander verbunden werden. Oder hab ich da was missverstanden? Warum wird denn das immer so betont? die einen finden es gut, die anderen sind dagegen. Warum?
Ist das ähnlich zu setzen mit rassereinem Outcross bei Katzenzüchtern?(Frischblutzufuhr innerhalb der Linienzucht, aus eben der gleiche Rasse, nur anderen fremden Linien?)
Vielen Dank für die Links UND ich bin im WWW doch fündig geworden und wollte Euch an den Infos teilhaben lassen.
Kanzler – in Trakhenen geborener Hengst, der den 2. Weltkrieg überlebte
Wisznu – geflohener Junghengst aus Polen(Kriegszeit)
Gestüt Marbach/Weil – deutsche Zucht-Pferdeimport aus Ägypten(für Marbach importierten Nazeer-Sohns Hadban Enzahi)
Sarolta – Stute auf Weilerbasis gezogen aus Polen(Stammstute von Dr. Kurt Entress)
Halef – Hengst aus Polen(Offizier flüchtete über die Grenze nach Kriegsende mit ihm)
Mekka – Stute aus Jugoslavien(keine Papiere nach dem Krieg, aber VA-Brand!!!)
Gestüt Achental – Gertraude Griesbach Deutsch (Wisznu-Polen, Halef-Polen, Babolnaer-Ungarn-Stuten Isabell, Rozka, Khabitha, Khema, Kho-Ra und Comtesse, die polnische Isonda sowie die Marbacher Stuten Jemen und Jacaranda,-Ende 60ger Jahre)
Gestüt Ismer übernahm den Bestand des Gestüt Achental
Achentalzweigstelle in Argentinien
W.C. Hansen mit seinem Gestüt El Shams, als Stammstuten die Achentalerin Kenya und die vom Krieg verschlagene jugoslawische Mekka;
Fürst zu Inn- und Knyphausen mit dem Marbacher Hengst Haladin, Pferdeimport aus Ägypthen(die ersten privat importierten Ägypter ins Land: ein zweiter Nazeer-Sohn, Ghazal, sowie die Stute Moheba, tragend mit ihrer Tochter Malacha, die eine der bedeutendsten Stutenfamilien der deutschen Gesamtzucht begründen sollte.
Duisburger Tierpark zunächst mit den Stuten Koranah und Koratha und dem Hengst Kheman, alle aus Achental. Wenige Jahre später wurde das Trio der deutschen Nazeer-Söhne komplett, als der etwas jüngere Kaisoon als Staatsgeschenk der ägyptischen Regierung im Duisburger Tierpark landete.
Hadban Enzahi, Ghazal und Kaisoon(typvoll) – aus Ägypten importiert, rein ägyptisch
Hengst Karmin – rein polnisch
Stute Algaida – rein spanisch (Die Congo-Tochter Algaida war ein absolutes Einzelstück, bis das Ehepaar Merz Anfang der 70er eine größere Gruppe Stuten aus Spanien importierte.
Estopa – rein spanisch (Eine von den importieren Stuten des Ehepaar Merz war die legendäre Estopa, die das Gesicht nicht nur der deutschen Zucht entscheidend verändern sollte.)
Hengst Nizar – in Holland aus englischen Linien gezogen
Pferde aus Polen, Spanien und der Sowjetunion wurden importiert
Gestüt Tersk – rein russisch (Anfang der 70er sogar der bedeutende Tersker Hauptbeschäler Salon, der aber in Deutschland nie die ihm zustehende Wertschätzung erfuhr.
Hengst Kilimandscharo – rein russisch (zusammen mit einigen Stuten von Silvia Garde-Ehlert importiert wurde und hier zum Star-Vererber.)
steriler Hengst - Der erste Siegerhengst hieß Elemi v. Pietuszok, stammte aus Polen und gehörte dem damals im Aufbau befindlichen Gestüt Ostenfelde, das in den Folgejahren zu einer der größten Zuchtstätten polnischer Vollblutarabern außerhalb Polens wurde und ebenfalls viel in die USA exportierte.
sechsstellige Summe nach USA verkauften polnischen Vererber El Paso oder den noch frisch importieren Shaker el Masri.
Gestüt Saalegrund, das als eines der ganz wenigen Gestüte auf der Basis der alten Marbacher und Achentaler Linien züchtete und das mit großem Erfolg.
Unvergessen der Hengst Mansul(Land???) und seine Töchter, alle in leuchtender Fuchsfarbe, di im In- und Ausland Siegerschleifen sammelten.
Von den älteren Zuchtstätten war besonders das Gestüt Ismer erfolgreich, das eine große Spannbreite von Blutlinien pflegte und das bis heute noch tut - dort gibt es „reine“ Polen und Ägypter ebenso wie die Nachkommen der Marbacher oder Achentaler Linien, die das Gestüt in den 60er Jahren mit gründeten.
Akif – DDR, vermutlich aus Polenimporten stammend
In der Privatzucht gab es vereinzelt auch Achentaler Linien, vor allem die der aus Bábolna stammenden Stute Rozka. Später kam in Tausch gegen eine Stute der Kaisoon-Sohn Kaidal II in die DDR und war innerhalb dieser nicht sehr umfangreichen Zucht sehr einflussreich.
Als Fazit ist zu sagen: Es gab noch nie zuvor die viele Vollblutaraber, so viele AV-Besitzer und eine solche Vielfalt an Blutlinien in Deutschland finden, wobei die russischen und ägyptischen Linien immer noch deutlich die Übermacht haben. Hier hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten sehr viel getan, was auch auf andere Länder Einfluss hatte; genannt seien nur die jeweils hoch einflussreichen Vererber Kubinec und Ansata Halim Shah, deren Wirken weit über die deutschen Grenzen hinaus reicht.
So bemüht sich beispielsweise unter dem Kürzel IGMAL (Interessengemeinschaft Weil/Marbach-Achental-Lütetsburg) eine Reihe von meist kleineren Züchtern um die Erhaltung der Nachkriegslinien und vor allem ihrer Werte: eines Vollblutarabers, der nicht nur schön ist, sondern sich auch durch einen guten Charakter, ein korrektes Exterieur, Härte Gesundheit und erstklassige Reiteigenschaften auszeichnet – kurz um, alles, was den Vollblutaraber klassischer Prägung ausmacht.
Ich suche für mich eher eine dieser guten Gesamt-Kombination(im arabischen Pferd, also einen Vollblutaraber der "Klassischen Prägung") von Linien aus:
Trakhenen-russisch, Weil/Marbach deutsch-ägyptisch, spanisch, polnisch, (schön wäre auch wenn englische Linien mitinvolviert wären-"Fuchsfarbe-heller Behang?"), WEIL..."mein zukünftiger Araber" nicht nur schön sein soll, sondern auch Leistung in seinen Genen stecken soll(er/sie soll auch genetisch was können) auf was man auch Schritt für Schritt(je nach Alter) dann aufbauen kann(auch als "Freizeitpferd",...und was sich daraus entwickelt sehe ich ja dann...
Danke für die Links und die Infos! Nun kann ich viel genauer gucken in den Pedigrees, welche/r der/die Richtige für mich wäre! bzw. welche Züchter zuchttechnisch meinen Vorstellungen entsprechen.(aus den Stammbäumen kann man ja eine Menge rauslesen, das sagt mir viel mehr als nur Optik.
herzlichen Dank!
Und sollte etwas ausversehen nicht stimmen, bitte ich Euch um Verbesserung!!!