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Dieses Thema hat 13 Antworten
und wurde 949 mal aufgerufen
 Fragen und Diskussionbeiträge zum Thema Fütterung beim Pferd
Machtnix Offline

Showsieger/in

Beiträge: 50

04.05.2008 21:18
2 Fragen: Muskelproblem, Hautprobleme Zitat · antworten

Sorry, jetzt wirds länger.
Ich habe einen 5-jährigen Quarterhengst, den wir selber gezogen haben.
Der Kleine blieb ein Jahr bei der Mutter, dann sollte er in die Aufzucht gehen. Da bei dem uns bekannten Aufzüchter noch kein Platz war, mussten wir ihn übergangsweise an einem anderen Stall in Fohlengesellschaft unterstellen.
Nach 2 Monaten bekamen wir heraus, dass andere Fohlen die dort geboren waren unter Durchfall litten, einige Pferde unter dicken Beinen. Das Wasser am nahen Fluss war rötlich vor Eisenüberschuss. Sofort kam der Kleine dort weg in den nächsten Übergangsstall. Dort stellte man fest, dass er Bandwürmer hatte. Es folgte eine Wurmkur und eine anschließende Kur mit Schüssler Salzen von einer versierten Behandlerin. Mit 1 3/4 Jahren kam er dann in die entgültige Fohlenherde bis er 3 war.
3-jährig holten wir ihn heim. Er hatte extreme Schuppen in der Mähne und den Hinterbeinen bis hoch zum Sprunggelenk. Die Haut an den Hinterbeinen juckte stark und das Fell ging ab, bis hin zu blutigen Stellen. Der TA diagnostizierte einen für Jungpferde typischen Weidepilz (der würde sich von allein geben), ich habe das bei keinem unserer Pferde bisher noch nie gehabt.
Wir behandelten trotzdem, weil es nicht besser wurde, die Behandlung schlug aber nicht an. Später besserte sich der Zustand und wurde chronisch aber erträglich, so dass man nichts mehr sah.
Das Pferd ging nach dem Anreiten nach Luxenburg in Beritt und sollte dort 1 Jahr bleiben. Nach einem halben Jahr holten wir das Pferd schwerkrank zurück. Er hatte sehr schlechte Leberwerte, Muskelentzündungen in Hals, rechte Schulter und Lende, eine Nervenenzündung im Rückenmarck und einen Riss in der Zunge.
Durch intensive Betreuung und Behandlung ist er körperlich wieder hergestellt, die Muskulatur konnte zum Glück aufgrund seines Wachstums noch gedehnt werden, so dass man kaum noch merkt, dass er so krank war, nur die rechte Schulter lässt sich schlecht anheben und er ist noch sehr zäh in der Vorhand.

Seit 3 Wochen verschlechtert sich nun sein Hautzustand wieder. Die TA sind am Ende, eine Pilzerkrankung liegt nicht vor, eine Allergie auch nicht und auch keine Parasiten.
Er bekommt täglich Öl und ich probiere derzeit auch Malzbier (das mag er gern). Einreibungen mit Pilzmitteln, Cortison, Öl, Zinksalbe, Birkenhaarwasser, Befelka Öl brachten bisher keine gravierenden Erfolge, obwohl ich jede einzelne Behandlungsmöglichkeit längere Zeit regelmäßig angewendet habe.
Was kann man denn jetzt noch tun?

Die nächste Frage ist, gibt es fütterungstechnisch eine Möglichkeit ihn etwas wacher zu machen, ohne dass er hektisch wird und verspannt (immerhin ist er Hengst). Gibt es eine Möglichkeit die Muskulatur zu lockern außer Vitamin E und Vitamin B12 Spritzen. Er bekommt derzeit Hafer mit Öl und nicht sehr gehaltvolle Pellets, Heu, Möhren oder Äpfel, Weidegang und Malzbier.

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Hund oder Mann, die Frage ist doch nur, lasse ich mir den Teppich versauen oder das ganze Leben.

bunte Hubsi Offline

Moderatorin


Beiträge: 1.633

04.05.2008 21:56
#2 RE: 2 Fragen: Muskelproblem, Hautprobleme Zitat · antworten

Ich denke mal, wenn er sich fit fühlt, wäre er auch wacher,
ohne Zusatzfutter.
So wie Du das schilderst, scheint er allopathisch austherapiert.
Hier würde ich Dir eine homöopathische Entgiftung vorschlagen.
Hoffe Du hast ne guten Therapeuten in der Nähe.
Gute Besserung
bunte Hubsi-Petra

Machtnix Offline

Showsieger/in

Beiträge: 50

04.05.2008 22:07
#3 RE: 2 Fragen: Muskelproblem, Hautprobleme Zitat · antworten

Er kann durchaus sehr wach sein, ist aber in der Arbeit lustlos. Ich führe das auf die Psyche zurück und begegne dem mit einem Reitprogramm, das sowohl Dehnungsarbeit, Sicherung des Gelernten und Ausritte beinhaltet. Außerdem spielen wir freilaufend mit Ball und Pylonen, Spieletage mit Fahne, Flattertor, Plane, Trockeneis etc. stehen auch auf dem Programm. Ich hoffe einfach, dass es eine Möglichkeit gibt ihn im Kopf etwas freier zu machen. Bachblüten haben wir auch schon durch. Er ist zuchtbedingt ein Pferd, das recht eigen ist. Er mag z.B. nur von bestimmten Leuten angefasst oder gar geritten werden. Er ist punktgenau agressiv. Ich bin z.B. mit ihm mal an die Kuh geritten (Cutting für Jungpferde und Anfänger), um ihm einen Grund zu geben sich schnell zu drehen oder sich abzudrücken und zu galoppieren. Das hat super funktioniert, nur findet so etwas leider sehr selten in unseren Gefilden statt und ich muss lange fahren.
Verladen etc. ist ja auch kein Problem, trotz Hängerunfall folgt er mir überall hin.

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Angefügte Bilder:
Bild042.jpg  
Angelgangster Offline

Eliteanwärter/in

Beiträge: 213

05.05.2008 07:28
#4 RE: 2 Fragen: Muskelproblem, Hautprobleme Zitat · antworten

Hallo das hört sich nicht schön an .Hatte vor geraumer Zeit auch ähnliches.kein Arzt wuste was.blut und so alles in Ordnung(Achja nicht unsere Stute was ich schon mal beschrieben habe!!!)(Die ist aber auch wieder in ordnunbg !!)Nein einer der 3 jährigen Wallache hatte das!!Wir haben mit Jod gewaschen bisalles schön sauber war und die schorffungen weg gingen und dann haben wir jodsalbe drauf gegeben.Nun ist das Fell und alles wieder in Ordnung hat aber lange gedauert bis man wuste was half.Bluttest TA usw Pilzmittel.Nachja ich hoffe das ich dir ein bischen helfen konnte!!Bei uns wars gut Gott sei Dank!!
Alles Gute Anja

amaretto ( gelöscht )
Beiträge:

05.05.2008 11:59
#5 RE: 2 Fragen: Muskelproblem, Hautprobleme Zitat · antworten
Hört sich für mich nach unterschiedlichen Möglichkeiten an-da er jawohl angeritten wurde und die Probleme der Muskulatur wohl erst dann auftraten??Würde ich fast drauf tippen das er vielleicht einen Kreu´zverschlag gehabt haben könnte?Den man vielleicht nicht rechtzeitig oder richtig behandelt-evtl. sogar verschwiegen hatte?
Die Hauterkrankungen im Fohlenalter sprechen ja wirklich eher für Pilz(da kann man impfen-als Schutz als auch als Behandlung!),evtl. hatte er damals Haarlinge o.ä.
Ansonsten müsste ja dringend falls nicht schon längst gemacht mal ein grosses Blutbild gemacht werden-evtl. liegt schon über längere Zeit ein gravierender Mangel vor der natürlich auch dementsprechend zu Hautproblemen usw. führen kann.Und wenn schon bandwürmer festgestellt worden,würde ich dringend weiter untersuchen,normale Wurmkuren reichen oft nicht aus,und Würmer können erheblichen Schaden anrichten und ebenfalls die Muskulatur zerstören!!Frage mal deinen Tierarzt danach,kannte mal ein Pferd welches auch ähnliche musuläre Symptome hatte und das lag an Würmern(die genaue Art kann ich Dir gerad nicht sagen).
Mein Rat ist ja ein Jungpferd niemals irgendwo weit weg in sogenannte Aufzucht zu stecken(vor allem Hände weg von Billigangeboten).
Nadja Offline

Staatsprämie

Beiträge: 963

05.05.2008 16:06
#6 RE: 2 Fragen: Muskelproblem, Hautprobleme Zitat · antworten

Also ich habe bei Pilzbefall sehr gute Erfahrungen mit der Insol Impfung gemacht, führt auch dazu, dass die Haut besser wird. UNsere zuchtstute hatte früher oft Probleme damit. Nach dem impfen nicht mehr.

Hatte letztes Jahr mit meiner Stute auch Hautprobleme an den Fesseln, offene Stellen Borken, blutig, dachten erst es ist Mauke, war aber ein Milbenbefall, der auch bei Probe unter dem Mikroskop erst nicht zusehen war. Der Virologe hat nix gefunden, aber mein TA hat weiter nachgehört und der Pathologe meinte dann die Milben säßen wohl sehr tief, denn es wären Zellen angefressen, auch wenn keine Milbe sichtbar war.

Hat dann (ich meine Ivomec) gespritzt, jedenfalls gegen Parasiten. Abheilung dauerte ne Weile, aber nun ist alles OK.

LG
Nadja

Machtnix Offline

Showsieger/in

Beiträge: 50

05.05.2008 20:54
#7 RE: 2 Fragen: Muskelproblem, Hautprobleme Zitat · antworten

Danke für eure Antworten.
Das Pferd wurde vor einem Jahr krank aus dem Beritt geholt. Seidem wurden 3 große Blutbilder gemacht, weil die Muskelwerte, Leberwerte, Entzündungswerte etc. übrewacht wurden. Das Blutbild ist jetzt i.O.
An der Haut wurde ein Geschabsel genommen, Pilze waren negativ. Trotzdem finde ich die Idee mit der Impfung super, denn ein Pilz kann sich ja auf eine bestehende Hauterkrankung draufsetzen. Wenn er abheilt ist die Hauterkrankung noch da und das Geschabsel ist selbstverständlich negativ. Ich denke auch, dass die Impfung seinen Zustand sicher nicht verschlechtern kann und werde meinen TA darauf ansprechen. Danke, manchmal kommt man auf die einfachsten Sachen nicht und muss erst mit der Nase reingestuppst werden.
Jetzt nach einem Jahr ist seine Muskulatur auch schon viel besser, aber mir macht die rechte Schulter eben noch Sorgen. Vielleicht will ich auch zu viel, denn er ist psychisch noch immer nicht Willens alles zu geben, sondern läuft quasi auf 30%. Ich versteh ja, dass er nicht gerade hochmotiviert ist, denn erst der entsetzliche Beritt, der ihm permanent Schmerzen bereitete und jetzt ich, die ihm Schmerzen bereitet (Dehnungsschmerz ist ja auch Schmerz). Ich denke oft einfach nur, dass er doch auch selber merken müsste, dass er beweglicher wird und die ihm gestellten Aufgaben teilweise mit Leichtigkeit ausüben kann.
Vielleicht bin ich auch einfach im Moment zu ungeduldig und hab selber ein Tief, denn ich hatte mir am Anfang ein Ziel von 2 Jahren gesteckt. Es wäre nur unerträglich für mich, zu wissen, dass ich nicht alles getan habe, damit der Kleine jetzt bei aller Leistung glücklich sein kann.

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amaretto ( gelöscht )
Beiträge:

06.05.2008 11:00
#8 RE: 2 Fragen: Muskelproblem, Hautprobleme Zitat · antworten

Das mit den "Muskelwürmern"würde ich ebenfalls nochmal abklären lassen...Vielleicht ist das junge Pferd im Beritt aber auch einfach zu schnell "zusammengezogen"worden...?
Naja,viel Erfolg aufjedenfall..

Machtnix Offline

Showsieger/in

Beiträge: 50

06.05.2008 23:40
#9 RE: 2 Fragen: Muskelproblem, Hautprobleme Zitat · antworten

Ich weiß mittlerweile sehr genau, dass er während des Beritts zu hart rangenommen wurde. Erstens zeigen das die Verletzungen auf seiner Zunge (Riss und Loch) und zweitens wurde das Pferd zurückgeholt, nachdem wir ein Video gesehen haben in dem das Pferd sich beim Roll Back den Kopf an einem Eisenträger anschlug und weder Pferd noch Reiter reagiert hatten.
Das mit den Muskelwürmern werde ich auf jeden Fall abklären lassen und meinen TA auf den Verdacht ansprechen.

Der Kleine läuft eigentlich sehr gut, seine RB und ein Fremdreiter, der sehr gut reitet, haben mir das bestätigt. Trotzdem weiß ich, was in ihm steckt und er läuft einfach auf 30%.
Er war beim Anreiten sehr talentiert aber schon immer von der Psyche her schwierig. Man musste sich den Zugang zu dem Pferd erarbeiten, dann hat er alles für seinen Reiter gemacht. Dann reichten auch aufmunternde Worte und er gab sein Bestes. Man durfte ihn nur nie überfordern oder zu viel Druck machen. Dann hat er entweder gebuckelt, meist hat er aber einfach nur dicht gemacht. Ich habe allein einen Monat gebraucht, damit er Lob auch als solches verstand und es nicht mehr einfach nur doof fand, wenn ich ihn angefasst habe.
Seine Mutter war übrigens auch so, extrem agressiv (war ein sehr erfolgreiches Pferd) und introvertiert, es sei denn, man fand den Zugang zu ihr, dann hätte sie sich bei lebendigem Leibe die Haut abziehen lassen, wenn ihr geliebter Mensch meinte, das wäre gut für sie. Sein Vater ist als agressiv (was er auch bisher vererbt hat) bekannt und als ein Pferd, das sehr klare Linien braucht. Wenn man allerdings sein Herz hat, macht er absolut alles (2x Europameister working cowhorse).

Bernhard ist psychisch schwierig. Ich bin mir sicher, dass ich sein Herz mittlerweile gewonnen habe.
Er gibt nur nicht mehr sein Bestes, vermutlich aus den schlechten Erfahrungen -kann ich ihm auch nicht verübeln. Auch ich habe ihm in der Rekonvaliszenz Schmerzen bereiten müssen und er hat alles sehr artig über sich ergehen lassen. Ich versuche einfach einen Weg zu finden, ihm die Dehnung (Dehnungsschmerz ist auch Schmerz) zu erleichtern und ihm den Spaß an der Arbeit wieder zu geben - er hat es verdient.
Leider habe ich auch in diesem Jahr keinen Weidepartner für ihn gefunden. Es ist schwierig für Hengste Weidepartner zu finden, weil die Wallache hier am Stall in die große Herde kommen.
Derzeit überlege ich, ihm eine 2-3 monatige Auszeit zu geben und ihn mit einer trächtigen Stute zusammen auf die Weide zu stellen. Das Risiko ist allerdings hoch, da ich nicht weiß, wie er auf Stuten reagiert und ich natürlich nicht möchte, dass die Stute zu viel Stress hat und verfohlt, da wir dieses Jahr 2 Maindenstuten trächtig haben werden (von denen eine ein etwas hektisches Tier ist) und eine alte Stute, die gern Ruhe hat.
Einen entsprechenden Wallach zum Weidepartner besitzen wir leider nicht und der Althengst ist ungeeignet, da dieser in dieser Saison schon viel gedeckt hat und andere Hengste angreifen würde. Der Althengst wird mit den trächtigen Stuten zusammen stehen.

Vielleicht weiß noch Irgendjemand Übungen, Spiele, Mittelchen, die meinem Kleinen etwas helfen könnten.

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amaretto ( gelöscht )
Beiträge:

07.05.2008 10:57
#10 RE: 2 Fragen: Muskelproblem, Hautprobleme Zitat · antworten
Ich wüsste die beste Lösung-kastrieren!Denn wenn ein wie Du sagst eh schon "aggressives"Pferd nichtmal Sozialkontakte haben darf dann wirds nur immer schlimmer.Was meinst Du warum er so "agressiv"ist?Kein Mencsh oder "Spielzeug"kann die Artgenossen ersetzen.Mit einer trächtigen Stute zusammenstellen-naja,wenns meine Stute wäre würd ich das nicht machen.Und wenn er schon lange alleine stehet wird sein schlechtes sozailverhalten sicher nicht dazu beitragen.Als Wallach hätte dieses Pferd sicher etwas mehr Ruhe und könnte wie es jedem Pferd in der Natur liegt auch mit seinen Artgenossen auf die Weide.
Warum man allerdings eine "verhaltensauffälige"Stute mit ebensolch einem Hengst anpaart weiss ich auch nicht-aber das weiss wohl nur der Züchter.
Und ob er gut läuft weil die Ausbildung erfolgreich war oder aus anderen Gründen..hmm.Ich bin kein Westernreiter,habe aber mal auf einer Hannoveranerauktion Pferde für einen Bekannten ausprobiert.Da waren wenig die 3 und 4 Jährig reell reitbar waren.Ich sass auf einem 4 Jährigen der wie eine aufgezogene Spieluhr sein Programm ablief,ich hatte das Gefühl ich sitze auf einem 14 Jährigen der gleich Grand Prix laufen soll-fühlte sich im ersten Moment auch erstmal gut an.....und den gewünschten Erfolg bei den Zuschauern traf dieses Pferd leider auch.Meinen Bekannten ebenso,der dieses Pferd(gegen meinen Rat)ersteigerte.Habe den Zuhause dann total hektischen erstmal 1 Jahr lang nur locker Remontenmässig geritten-da sah er dann natürlich nicht mehr so spektakulär aus-Folge war ein Reiterwechsel-heute 8 Jährig ist diese Pferd nicht mehr reitbar(Kissing Spines usw.)
Eine Pause tut Deinem sicher gut-aber sicher nicht alleine auf der Weide..Viel Erfolg und lg
bunte Hubsi Offline

Moderatorin


Beiträge: 1.633

07.05.2008 12:42
#11 RE: 2 Fragen: Muskelproblem, Hautprobleme Zitat · antworten

Also jetzt muß ich nochmal nachfragen:
Seine Mutter war schon aggresiv und sein Vater auch.
Wie ist denn Aggresiv von Dir im Zusammenhang mit Pferd
gemeint? Greift er Menschen an, oder andere Pferde,
oder geht er einfach nur hart ans Rind. Wie genau meinst Du das denn?
Ein Kampfhund wird er ja nicht sein.
Und wenn ich richtig gelesen habe, war er als Fohlen
bis fast ein Jahr bei seiner Mutter, also ist er sozialisiert
und hat seine Macken von Menschen abbekommen?
Kann es sein, daß er nur so drauf ist, weil oder wenn er Schmerzen hat?
(einmal mit Schmerzmittel behandlen, dann weiß man es)
wenn ja, muß man natürlich auch rausfinden wo.
Ich schätze hier brauchst Du einen verdammt guten Pferdetherapeuten,
der sich das ganze Pferd mal vornimmt.
Und irgendwie müßt Ihr es schaffen, daß er einen Artgenossen bekommt.
Eine Idee von mir: Kauft ihm eine eigene Stute, ob die nacher tragend ist,
oder nicht ist dann kein Beinbruch, aber es muß seine sein, wenn das machbar ist.
Eine aussortierte Blüterstute oder so.
Aber alleine gehalten, tickt jedes Pferd über kurz, oder lang aus.
Tja, oder die andere Variante - Kastration. Ist er nicht der hyper-Vererber,
ist das vielleicht eine sehr gute Lösung, da muß ich Amaretto zustimmen.
Auf jeden Fall ein interessanter Fall
bunte Hubsi-Petra

Machtnix Offline

Showsieger/in

Beiträge: 50

07.05.2008 14:19
#12 RE: 2 Fragen: Muskelproblem, Hautprobleme Zitat · antworten

Mit agressiv meine ich, dass er hart ans Rind geht, obwohl ihm die Ausbildung dazu fehlt. Bisher wurde er vorsichtig 5x ans Rind gebracht (die ersten 2 Mal nur im Schritt und Trab) allein um ihm wieder einen Grund zu geben, anzugaloppieren, sich schnell zu drehen etc. Hierbei ist aufgefallen, dass er einen ungeheuren Willen hat - mehr als er kann. Verliert er das Rind (ist ja Anfangs immer so), kann er schon mal vor Ärger buckeln, auch muss man noch aufpassen, dass er die Rinder nicht beißt, er würde zu gern. Er ist allerdings auf jedes beliebige Teil, was sich bewegt zu fixieren z.B. ein Ball, den er beim Laufenlassen richtig hernimmt.
Gegenüber anderen Pferden ist er aufgeschlossen, lieb und verspielt.
Gegenüber Menschen ist er distanziert. Er mag sie nicht in seiner unmittelbaren Nähe und zeigt das deutlich (außer seine RB und ich, bei uns ist er verschmust und zeigt auch seinen Launen allerdings sanft). Im Endeffekt hat er noch niemanden angegriffen, trotzdem bin ich immer vorsichtig, denn kein Pferd droht umsonst. Gegenüber den Angestellten im Stall (Weidebringdienst, Füttern, Einstreuen etc.) ist er reserviert und ignoriert sie, so gut er kann.
Seine Eltern führen hervorragendes Working Cowhorse Blut, daher diese Anpaarung.
Eine Extrastute werden wir ihm nicht kaufen, da er noch nicht decken soll. Derzeit überlege ich allerdings ihn für 2-3 Monate auf die Weise zu stellen, nicht zu reiten und ihn mit einem Ponywallach zusammen zu lassen (wir haben ein entsprechendes Pferd, dann ist allerdings keine Reitmöglichkeit mehr gegeben, er war früher schon mit einem Haffiwallach draußen und das ging sehr gut).
Eine Kastration kommt nur in Frage, wenn abzusehen ist, dass er die Körung nicht schafft oder sich extreme Interieurmängel zeigen. Bisher ist es wohl eher so, dass er innerlich aufgegeben hat. Er öffnet sich zwar gegenübre mir und seiner RB langsam (sehr langsam), gegenüber anderen Leuten ist er introvertiert, fest in der Muskulatur und im Rücken und läuft nicht. Putzt ihn jemand anderes, muss er aufpassen, dass das Pferd ihn nicht doch mal beißt (nicht zu hart, er schnappt eher nach der Jacke, was jedoch auch elend weh tun kann und sowieso nicht sein darf).
Ich sehe das Problem eigentlich von Menschenhand gemacht, er löst es eben nur auf seine Weise.

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amaretto ( gelöscht )
Beiträge:

07.05.2008 16:12
#13 RE: 2 Fragen: Muskelproblem, Hautprobleme Zitat · antworten

Ich weiss nicht...irgendwie hört es sich an als wird dieses Pferd ein wenig vermenschlicht...anderen Leuten gegenüber "reserviert"und "introvertiert",bei Euch "aufgeschlossen""...und kastration erst bei extremen Interieurmängeln?Na die hat er doch oder?Liesst sich aufjedenfall so-nicht böse gemeint.
Ich glaube nicht das ihr den so vermenschlichen solltet,für mich siehts so aus das er nicht zuletzt wegen fehlender Sozialkontakte und bei der Ausbildung vielleicht "über die Uhr gedreht"diese "aggressive"Art zeigt.Das er bei Dir und Deiner RB "aufgeschlossen"und "lieb"ist liegt vielleicht daran das er zumindest vor Euch Respekt hat?Sofern Du mit verspielt nicht meinst das er euch letztenendes doch überlegen ist-Euch duldet und mit Euch herumspielt.Manchmal sind Pferde auch sehr personenbezogen bei Ihnen vertrauten Personen und vielleicht ängstlich Fremden gegenüber-wobei das bei Hengsten seltener der Fall ist da die meist ja eher recht dominant sind-sofern man Ihnen nicht den Willen rausgeprügelt hat(gibts ja auch oft genung).
Die Idee mit der eigenen Stute mag gut sein,aber wer hat schon das Kleingeld nur als Gesellschaft ein weiteres Pferd anzuschaffen,noch eines welches dann jedes Jahr ein weiteres produziert Wäre ja schön wenn ihr ihn mit einem Wallach zusammenstellt-klappt ja meist besser als man glaubt.

Machtnix Offline

Showsieger/in

Beiträge: 50

07.05.2008 21:40
#14 RE: 2 Fragen: Muskelproblem, Hautprobleme Zitat · antworten

Sorry, wenn das falsch rüberkam.
Sagen wir so, bei meiner RB und mir traut er sich mittlerweile auch Emotionen wie Übermut, Ärger etc. zu zeigen. Bei anderen Menschen macht er den Eindruck als wäre ihm alles total egal, er funktioniert einfach.
Er ist mit Sicherheit sehr gut erzogen und von Jedem zu handeln, ansonsten hätte ich die RB nicht.
Er ist nicht schreckhaft oder ähnliches, ihm scheint bei Anderen nur alles egal, er macht was er meint und wenn das dann verboten wird, dann ist das eben so (z.B. beim Führen zur Weide, versucht er bei anderen immer stehen zu bleiben und zu fressen, überholen würde er den Führer nie, das hat er gelernt. Verbietet der Führer ihm das Fressen, lässt er sich am Strick eben hinterherziehen. Führe ich ihn zur Weide, geht er artig am durchhängenden Strick hinter mir her und schaut nur ab und zu mal zur Seite, wenn die anderen Pferde an den Zaun kommen an dem wir vorbei müssen. Mehr als hinschauen ist jedoch nicht, das weiß er.)
Agressiv ist für mich, dass er andere Leute, die vorbeigehen grundsätzlich mit angelegten Ohren annickelt. Fassen die Leute ihn trotzdem an, dreht er den Kopf weg um zu zeigen, dass er eben nicht angefasst werden mag. Er legt dabei auch oft die Ohren an, mehr macht er nicht. Treten oder gar arger Ungehorsam kommen nicht in Frage, jeder kann mit ihn im Zweifelsfall umgehen. Seinen TA mag er auch, obwohl der ihm oft nicht angenehm war. Da wird selber Wurmkuren, Spritzen, Hufpflege, machen, teilt er die Menschen nicht in wir sind gut, die anderen sind böse ein, sondern ist artig.
Hunden und anderen Tieren gegenüber ist er ablehnend aber brav, nur wenn z.B. Hunde nerven, greift er an. Er tritt dann allerdings nicht (das ist absolutes NO GO), sondern greift von vorn an, wobei er auch nicht steigt.
Um den inneren Druck loszuwerden, spiele ich häufig mit ihm. Er läuft dann frei und hat einen Ball, den er treiben darf. Wenn meine Kinder mit in der Halle sind und mit dem Ball spielen, spielt er manchmal beim Werfen das Netz. Das macht er freiwillig, er möchte eben dabei sein. Wir lachen dann und loben ihn, also findet er das gut.
Arge Interieurmängel kann ich insofern nicht feststellen, wenn ich bedenke wie seine Eltern sind und was mir der Bereiter seines Vaters damals über den Umgang mit den Nachkommen seines Hengstes sagte. Ich denke seine Probleme kommen daher, dass wir ihn damals in Beritt gegeben hatten. Dieser Bereiter fragte nach 2 Monaten ob er das Pferd auf der Futurity vorstellen darf, er hätte enormes Talent (dieser Bereiter hatte eigentlich schon alles erreicht, was man erreichen kann und hatt sich aus dem Turniergeschehen zurückgezogen, er konnte mit Sicherheit beurteilen wie gut das Pferd ist). Zu dem Zeitpunkt lagen uns schon Kaufanfragen für das Pferd vor und die waren so gut, dass ich verkauft hätte - mein Freund wollte allerdings nicht.
Dem Bereiter ist dann die Vorstellung noch einmal die Futurity zu starten wohl zu Kopf gestiegen, anders kann ich mir nicht erklären, wie dieser Mann -mit dem wir schon ein Pferd ausgebildet hatten, allerdings ritt er das Pferd nicht- dermaßen das Maß verlieren kann.
Ihn decken zu lassen, kommt absolut nicht in Frage, wir sind keine Pferdevermehrer! Wenn er mit einer Stute rauskommt, dann ist die schon trächtig, aber ich denke, es wird mit einem der Wallache auch funktionieren.
Obwohl wir seit 2 Jahren schon Deckanfragen haben, darf er erst decken, wenn er sich psychisch erholt hat und man absehen kann, was er wirklich vererben könnte. Dann wird er eine unserer älteren Stuten decken, bei der wir schon genügend Erfahrungen haben, wie sie sich mit unterschiedlichen Hengsten vererbt und die er frei auf der Wiese decken kann, ohne dass sie ihn zusammenschlägt.
Gedeckt wird aber erst, wenn Inerieur und Rittigkeit stimmen.

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