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Dieses Thema hat 9 Antworten
und wurde 1.795 mal aufgerufen
 Fragen und Diskussionsbeiträge zum Thema Gesundheit beim Pferd
Youngtimer Offline

Moderator


Beiträge: 426

26.07.2007 10:45
Globulies Zitat · antworten
Hallo liebe Leute !!

Gestern hat mir eine Bekannte die Wirkung von Globulies erklärt. Und ich kann es eigentlich nicht richtig fassen.
Es soll bei allen möglichen Entzündungen dem Körper helfen, das "Übel" (Eiter, Druck etc.) selbst auf schnelle Art und Weise abzubauen.
Ein Hufgeschwür bespielsweise war nach 5 Stunden (!!!!) fast verschwunden. Von Lahmheit keine Spur mehr!
Wir haben eine Stute, die wahrscheinlich eine Lederhautentzündung hat. Sie ist seit einem halben Jahr lahm. Diagnostiziert wurde Hufrollenentzündung, was wir aber nicht ganz glauben können, da es langsam wieder besser wird. Und bei einer besagten Hufrollenentzündung wird es eigentlich NICHT besser.
Deshalb wollen wir nun diese Globulies einfach mal geben, zu verlieren haben wir sowieso nichts mehr. Außerdem ist das Zeug homöophatisch und richtet angeblich keinen Schaden an.

Habt ihr Erfahrungen mit dem Kram? Sabine ??

Bin über jeden Tip dankbar!

Gruß

Tobias

Gruß

Tobias

amaretto ( gelöscht )
Beiträge:

26.07.2007 10:59
#2 RE: Globolies Zitat · antworten

Hallo Tobias,
will Dir ja nicht die Hoffnungen nehmen-aber Hufrollenentzündung kann schonmal besser werden und sich wieder verschlechtern.Ist die Entzündung gerad akut lahmt das Pferd natürlich stärker.Ein paar Wochen Pause und das pferd lahmt erstmal nicht mehr unbedingt.Auch ein neuer Beschlag bei dem die Zehe sehr kurz gehalten wird wirkt mitunter Wunder-genauso wie eine Schonung des Pferdes.mit Globuli kenne ich mich nicht aus-allerdings würde ich bei so einer "schlimmen"Erkrankung nicht NUR auf alternative Heilmittel zurückgreifen.Natürlich will man so eine Diagnose nicht wahrhaben aber Einsicht ist besserals nachsicht...
Und leider ist das eine wirkliche Modekrankheit vieler (Sport)Pferde und nicht mehr so selten..Würde als allererstes den Beschlag der Krankheit anpassen-ein abrollen überdie nicht zu lange Zehe ist sehr wichtig.
Lg

Youngtimer Offline

Moderator


Beiträge: 426

26.07.2007 11:10
#3 RE: Globolies Zitat · antworten

Hallo Katy!
Der Beschlag wurde im Winter schon der "angeblichen" Krankheit angepasst. Das hat absolut nichts gebracht!
Das Röntgenbild sagt bei dieser Geschichte auch so gut wie NICHTS aus. Manche Pferde haben Bilder, die
dürften kann nicht mehr laufen können..aufgrund der Hohlräume und Veränderungen... aber sie haben nichts.
Und hier sind nur geringe Veränderungen zu sehen, aber das Pferd lahmt.....und seitdem die Eisen wieder runter
sind geht es wieder etwas besser.
Ich weiß es auch nicht, es kann alles mögliche sein!

Gruß

Tobias

Gruß

Tobias

Scheckenfreund ( Gast )
Beiträge:

26.07.2007 11:14
#4 RE: Globolies Zitat · antworten

Hey Tobias, zuerst mal Globulis sind pflanzliche Wirktsoffe. Mann sollte immer in richtiger Dosierung und natürlich auch die richtigen Pflanzen(kombinationen) geben.
Vorsicht auch vor dem Mischen verschiedener Substanzen, sie heben sich unter Umständen auf bzw. kehren sich um ins Gegenteil. dass sie also keinen Schaden anrichten, ist so nicht ganz korrekt.
In der Klassischen Homöopathie (nach S. Hahnemann) geht es ja darum Ähnliches mit Ähnlichem zu heilen, sprich die Pflanzen lösen unter Umständen in zu hoher Dosierung genaus das aus, was du zu Bekämpfen versuchst.
Insofern kann ich deinen Schrei nach Sabine nur Befürworten, weil sie ist das wandelnde Lexikon was Naturheilverfahren angeht.

amaretto ( gelöscht )
Beiträge:

26.07.2007 11:26
#5 RE: Globolies Zitat · antworten

Bevor Du aber etwas gibst was z.b die Schmerzen lindert oder ähnliches würde ich aufjedenfall den Scheck durch den TA abwarten..sonst bekämpfst Du nur Symptome und es verschlimmert sich nachher...was habt Ihr denn alles schon gemacht?Eine Hufgelenksentzündung soll den Symptomen einer Hufrollenentzündung sehr ähneln...Ich nehme an der TA ist sich durch Lahmheitsdiagnostik schon sicher das es von "unten"herkommet(Hang -oder Stützbeinlahmheit?)?
Eine Freundin von mir hat auch ein "Hufrollenpferd",er hat ebenfalls Veränderungen(wie stark ist wohl nicht immer ganz genau zu bestimmen)-der war nach falschem Beschlag stocklahm da die hufrolle dabei stark beansprucht wurde.Nach 3 Monaten auf der Weide(hilft manchmel Wunder)und einem ganz normalen! Eisenbeschlag bei dem die Zehe kurz ist und man Trachte "züchtet"läuft er jetzt schon eine Zeitlang wieder klar.Oft wird geraten einen Steg auf die Eisen zu machen-was aber mitlerweile erkannt wurde das dies dies auf die Hufrolle geht(laut unserem TA).
Das man dasnicht heilen kann ist klar-wichtig ist das man auch das lahmfreie Pferd nicht überlastet.
Wases sonst sein könnte??Wären alles spekulationen...habe auch schon erlebt das ein vermeintlich rechtslahmendes Pferd schlussendlich links das Problem hatte weil auch ein TA sich mal Täuschen kann(Hang/Stützbein).Von daher kann man natürlich alles tippen...

Scheckenfreund ( Gast )
Beiträge:

26.07.2007 12:02
#6 RE: Globolies Zitat · antworten

Bei einer Hufrollenentzündung, bei der ein Pferd hochgradig lahm geht und das schon seit längerem, sollte auf den Röntgenbildern eigentlich schon etwas zu erkennen sein. Vorsicht! Auch Hufgelenksentzündungen können chronisch werden und zu Arthrosen führen.
Ich würde zur Abklärung in eine Klinik gehen, eine Szintigraphie machen lassen. Da kann man dann genau bestimmen wo der Entzündungsherd sitzt.
Hufrollenentzündungen kann man in der Tat nicht mehr rückgängig machen, da dies degenerative Veränderungen am Knochen sind.
Unter Umständen kann man aber die Schmerzen nehmen. Gute Erfahrungen hat z. B. die Pferdeklinik an der Rennbahn in Iffezheim mit dem Mittel "Tildren" gemacht. Eine Infusion, welche den Knochenabbau hemmt und somit einen leichten Kochen aufbau bzw. Stillstand des Abbaus ermöglicht.
Zur Unterstützung kann an auch hier Globulis geben. Allerdings eben erst, wenn man die Ursache kennt und dazu würde ich wirklich zur Untersuchung in einer klinik raten.

LG
Sabrina

forsthof-antaris Offline

Forum-Verdienstkreuz Bronce


Beiträge: 1.351

26.07.2007 16:15
#7 RE: Globolies Zitat · antworten

Sabrina hat eigentlich schon alles auf den Punkt gebracht und um eine homöopathische Therapie zu machen ist es sinnvoll einen THP zu Rate zu ziehen, der das Pferd gut kennt. Sabrina schrieb es schon: Homöopathische Mittel können in einer hohen Potenz zu einer Erstverschlechterung führen und darum ist entweder ein die Therapie begleitender TA oder THP sinnvoll oder eben das langsame Herantasten an die Potenz, die hilft. Im Zweifelsfall kann man mit D4 beginnen und bis D30 ist meist keine heftige Erstverschlechterung zu erwarte - wobei es auch hier auf das Mittel ankommt, denn triffst Du das Konstitutionsmittel des Pferdes, dann kann es passieren, dass alle alten Krankheiten erst einmal noch einmal aufgearbeitet werden, also das Pferd sie noch einmal in leichter Form durchmacht, damit die Wurzel dann endgültig ausgerottet werden kann.

Ich hatte schon Patienten, die eine Schwellung am Karpalgelenk hatten und als wir mit der homöopathischen Behandlung begannen, fing das Pferd zuerst an zu husten und dann bekam es Pickelchen auf der Haut. Wir fuhren die Potenz herunter und die Symptome verschwanden und auch die Schwellung ging ganz zurück.

Homöopathie verlangt nach Beobachtung und manchmal auch nach mehrmaligen Gaben am Tag - sie ist also auch aufwändig.

Die Phytotherapie kann da vorrübergehend Hilfe leisten, denn mit Teufelskralle und Mädesüßkraut bzw. Weidenrinde können Entzündungen geheilt werden. Auch Ingwer tut bei uns sehr gute Dienste, weil er schmerzlindernd und entzündungshemmend wirkt. Aber auch hier sollte die Ursache gefunden werden, denn wenn der Schmerz und die Entzündung für einen Moment weg sind und das Pferd wieder belastet wird, dann kann es schnell zu neuen Entzündungen kommen oder zur Überlastung, weil sich das Pferd nicht mehr schont.

Da ich jedoch keine Ferndiagnosen oder Behandlungen machen möchte, wäre es sinnvoll die genaue Diagnose und eventuell den Konstitutionstyp des Pferdes herauszufinden und dann entsprechend die Mittel auszuwählen.

LG
Sabine

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Geh Wege, die noch niemand ging, damit Du Spuren hinterläßt und nicht nur Staub
Antoine De Saint-Exupéry

Anastasia ( gelöscht )
Beiträge:

10.08.2007 18:58
#8 RE: Globolies Zitat · antworten

Mit dem Beitrag von Sabine wurde alles gesagt, Ferndiagnosen sind hier nicht angebracht und eine umfassende Untersuchung mit Röntgenbildern kann zeigen, ob es sich um eine Hufrolenentzündung handelt oder nicht.

Youngtimer Offline

Moderator


Beiträge: 426

21.08.2007 12:32
#9 RE: Globolies Zitat · antworten

Hallo!

Mal zur Info ein kurzer Zwischenbericht:

Die besagte Stute steht jetzt seit etwa 4 Wochen komplett 24 Stunden auf der Weide. Die Eisen sind runter.
Sie trabt und galoppiert wieder aus eigener Entscheidung heraus und lahmt dabei nicht mehr!

Wir werden sie nun ,je nachdem wie sich das Wetter entwickelt, bis Oktober draußen lassen. Und bevor sie in den Stall kommt wird sie umfassend geröntgt und untersucht.

Und dann ... werden wir sie gaaanz vorsichtig bewegen und wohl auch wieder reiten .... und dann werden wir mal sehen ....

Gruß

Tobias

Gruß

Tobias

amaretto ( gelöscht )
Beiträge:

21.08.2007 12:41
#10 RE: Globolies Zitat · antworten

Das hört sich doch gut an..machen wir mit meinem gerade genauso-auch wenn er zum Glück nichts an der Hufrolle hat..aber das Pferd einer Freundin hat ebenfalls einen schlechten befund an der Hufrolle-war lahm und ist bis dato nach der Weidezeit wieder fit und wird geritten.Er hat nach wievor einen "normalen"Beschlag bei dem die Eisen etwas länger gemacht wurden..lg

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