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Dieses Thema hat 11 Antworten
und wurde 496 mal aufgerufen
 Rund um Zucht und Aufzucht
painted lady Offline

Moderatorin

Beiträge: 593

07.05.2007 15:22
Muss eine derartige Vermarktung wirklich sein? Zitat · Antworten

Hallo,

hab gerade ein wenig auf ebay gestöbert und bin auf folgendes gestoßen:
http://search.ebay.de/search/search.dll?...prung&category0=
traurig aber wahr, hier werden jede menge schecken angeboten! muss eine derartige vermarktung eurer ansicht nach sein? für mich ist das für den hengst abwertend, denn wenn ich so keine bedeckungen bekomme, muss ich mir die frage nach dem warum stellen. oder irre ich mich da?

woopi Offline

Bundeschampion/ess


Beiträge: 131

07.05.2007 15:41
#2 RE: Muss eine derartige Vermarktung wirklich sein? Zitat · Antworten

Ich selbst würde meinenm Hengst nicht rein setzen.

Aber ich Denke das es viele als günstige Werbung machen.
Man sied ,man spricht, und schon sind die Stuten Besitzer da
die lieber aufs Geld achten als auf Karackter und ob das mit der
eigenen Stute überhaubt past und harmoniert.

Ich Denke ein guter Hengst der im Seine Erfolge hat braucht keine werbung bei
ebay sondern krigt sie anders.
Gruß Woopi

painted lady Offline

Moderatorin

Beiträge: 593

07.05.2007 16:27
#3 RE: Muss eine derartige Vermarktung wirklich sein? Zitat · Antworten

da bin ich ganz deiner meinung!

Renate ( Gast )
Beiträge:

07.05.2007 17:34
#4 RE: Muss eine derartige Vermarktung wirklich sein? Zitat · Antworten

hmmm - wo ist euer Problem?
Das ist eine Decksprung"versteigerung", die so und nicht anders auch auf offiziellen Veranstaltungen durchgeführt wird. Lest mal genau nach. Da geht kein Decksprung für 1 Euro über den Tresen!! Das sind ganz normale Preise zwischen 250 und 500 Euro.
Ist nix anderes als jede Deckanzeige im Pferdemarkt, Pferdeanzeiger oder sonstwo - bloß kostengünstiger.
Was tut das dem Hengst für einen Abbruch, ob seine Deckanzeige bei Ebay im Internet steht oder bei irgendeinem online- Pferdemarkt?

Grüßung
Renate

jeanne Offline

Moderatorin

Beiträge: 1.365

07.05.2007 19:18
#5 RE: Muss eine derartige Vermarktung wirklich sein? Zitat · Antworten
Hallo

ich glaube dieses Thema hatten wir schon mal...grübel oder war es im Trakkiforum..



also ich bin absolut gegen diese Vermarktung von Decksprüngen......

Sabine würde jetzt bestimmt ganz ausführlich schreiben......

ich sage es direkt hart aber herzlich wie ich nun mal bin.....

wenn man sonst keine möglich hat seine Hengste vermarktet zu bekommen, dann so....ich bin mir ganz sicher das diese Hengste evt auch Hb2 sonst keine (oder eben nur ganz wenig) Stuten bekommen würden und regulär keine Züchter an diesen Hengsten interessiert sind? .......... eine Bekannte von mir hat letztes Jahr einen Decksprung von einem Trakehner Hengst ersteigert und ist ganz schön auf die Nase gefallen. Beim abholen der Stute sind noch Kosten entstanden die bei Ebay nicht angegeben waren!!!

Naja muß jeder selber wissen ......
forsthof-antaris Offline

Forum-Verdienstkreuz Bronce


Beiträge: 1.351

07.05.2007 21:34
#6 RE: Muss eine derartige Vermarktung wirklich sein? Zitat · Antworten

Hahaha - da isse schon! Und Sylvie - das war bei den Trakkis und es ging um den Trakehner Prämienhengst, bei dem Manuel meinte, dass er das dieses Jahr nicht mehr machen würde ..., der da für 120 Euro jede Woche verramscht wurde.

Also, zum ersten ist es meiner Meinung nach das Wichtigste überhaupt, als Hengsthalter den Züchter zu beraten und das fällt bei Ebay weg. Wenn ich darüber nachdenke, wieviel Zeit ich für Gespräche mit den Züchtern benötige - und das tue ich sehr gerne, dann frage ich mich, welche Information hat der Züchter, wenn er sich den Sprung ersteigert. Ist das im Sinne des Hengsthalters, wenn er sich die Stuten nicht mehr aussucht, die sein Hengst decken soll, sondern die Stute bedeckt/besamt wird, deren Besitzer den Sprung ersteigert hat? Ich habe eine Quarter x Friesen Mix-Stute für Irco abgelehnt, weil ich überzeugt war, dass das was dabei rauskommt nicht unbedingt im Sinn des Züchters sein wird und auch nicht in meinem Sinn, weil man die Fehler des Fohlens doch auf den Hengst schiebt.

Wer einmal bei uns anrief, der weiß, dass ich mich schon genau informiere, was sich der Stutenhalter von seinem Fohlen erträumt und auch mal abrate, wenn ich nicht überzeugt bin, dass der gewünschte Hengst die Stute verbessern könnte.

Und dann ist die Frage doch die, ob das eigentlich gemacht werden darf. M.W. darf nix Lebendiges versteigert werden ... ob ich nun einen Hund bei Ebay einstelle oder den Samen eines Hengstes, aus dem ein Fohlen wird - wo ist da der Unterschied? Ich weiß als Verkäufer nicht, wer den Hund bekommt und ob er es gut haben wird und es kompetente und erfahrene Hände sind und ich weiß es als Hengsthalter nicht. Ich weiß als Käufer nicht, ob der Hund zu mir passt und ich weiß es als Züchter nicht, ob der Hengst passt.

Dazu kommt, dass wenn ein Hengst jede Woche bei Ebay versteigert wird, er demzufolge 52 Stuten bekommt und wenn das - wie das oft der Fall ist ein Natursprunghengst ist ... na dann raucht dem der Schniedel und die Gastboxen werden im Mai doppelt belegt, oder? Ich habe schon meine Gründe, wenn ich in diesem Jahr die Stuten auf 100 begrenze und das verteilt sich auf mehrere Hengste - ich will die Qualität und den Service noch sichern, der mir einen guten Ruf einbrachte.

Und was mich amüsiert ist, dass die alle tolle Bewertungen bekommen, denn die müssen innerhalb von 9 Wochen abgegeben werden. Wer im Dezember den Sprung ersteigert, der wird wohl schlecht beurteilen können, ob die Sache dann auch bis zum Schluss - im günstigsten Fall zur Trächtigkeit - so optimal lief ...

Wenn es nur darum geht, dass der Hengst Stuten bekommt und nicht darum, dass die Fohlen für ihren Vater Werbung laufen, bitte, dann sollen die Leute machen was sie wollen. Aber ist Euch schon mal aufgefallen, dass es nicht die guten Hengste sind, die da angeboten werden? Die haben das nämlich nicht nötig.

LG
Sabine

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Geh Wege, die noch niemand ging, damit Du Spuren hinterläßt und nicht nur Staub
Antoine De Saint-Exupéry

jeanne Offline

Moderatorin

Beiträge: 1.365

07.05.2007 21:58
#7 RE: Muss eine derartige Vermarktung wirklich sein? Zitat · Antworten

wie recht du doch hast!!!!!!


in die Hände klatsch

Lajana13 Offline

Moderatorin


Beiträge: 1.063

07.05.2007 22:18
#8 RE: Muss eine derartige Vermarktung wirklich sein? Zitat · Antworten

-ohne Worte-

Gruss
Jenny

jeanne Offline

Moderatorin

Beiträge: 1.365

07.05.2007 23:30
#9 RE: Muss eine derartige Vermarktung wirklich sein? Zitat · Antworten

Das war mir klar das du blondi wieder keine Worte hast.....

TinkerofKC Offline

Eliteanwärter/in


Beiträge: 238

07.05.2007 23:40
#10 RE: Muss eine derartige Vermarktung wirklich sein? Zitat · Antworten
Das war mir klar das du blondi wieder keine Worte hast.....

Hm....also einen Hengst (Tinker) mit solchen langen Hufen einzustellen zeugt nicht gerade von Sorgfalt.....

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Liebe Grüße Manu und die bunte Bande

Renate ( Gast )
Beiträge:

08.05.2007 05:33
#11 RE: Muss eine derartige Vermarktung wirklich sein? Zitat · Antworten

Leute....das ist EBAY!!!!!
Da gibts nun mal A L L E S. Von der gebrauchten Milchkanne von der Uromma bis hin zur Meganobelimmobilie für 12 Mio Euronen. Ausser eben lebende Tiere und Menschen. Ob Spermien auch zu den leben Tieren zählen, wäre eine grundsätzliche phylosophische Diskussion wert; okay.
Wer bei Ibäh irgendwas ersteigert, weiß genau was er da tut. Wenn nicht....wessen Problem ist das denn? Deshalb muß man ja volljährig sein, um sich registrieren zu können. Man hat auch durchaus die Möglichkeit, mit dem Verkäufer vorher Kontakt aufzunehmen. Entweder es interessiert den Käufer vorher, oder nicht. Und man kann bei jedem einzelnen Angebot ein "Schnäppchen" machen - oder auf die Schnautze fallen.

Im Grunde hängt ihr euch immer an der Selbstverantwortung des einzelnen Menschen auf. Was man tut und was man bleiben läßt....zum Glück ist noch nicht jeder Atemzug in diesem Land gesetzlich geregelt. Wobei wir da auf dem besten Weg sind, das zu erreichen.

Ob es "moralisch verantwortlich" ist, ohne Zuchtberatung den Decksprung seines Hengstes zu verkaufen? Da gibt es zwischen Ebay und dem "realen Leben" überhaupt keinen Unterschied. Ebay spiegelt schlicht unsere Gesellschaft wider. Wo ist denn die Zuchtberatung, wenn jemand sich auf eine Deckanzeige in den Printmedien meldet?
Und wenn ihr mir jetzt hier erzählen wollt, dass bei den Trakkis aaaaalles gaaanz anders und viiiiel besser als anderswo ist....hüstel. Glaub ich nicht.

Schlagt den Pferdeanzeiger auf und kuckt mal nach was da alles angeboten wird. Nehmt das nächste Kleinanzeigen-Wochenblatt zur Hand und lasst es mal so richtig absacken. Ebay ist im Vergleich dazu eine streng überwachte Einrichtung.

Dass aus dem Sperma bzw. dem Decksprung neues Leben werden kann - unbestritten. Dass genug "Kinder der hirnlosen Anpaarung" (mit und ohne Zuchtpapier wohlgemerkt)auf den Weiden rumstehen - unbestritten. Genauso aber sind die Mischlinge und papierlosen oftmals die besseren Pferde. Das zu verleugnen wäre unrealistisch. Und verhindern kann keiner irgendwas.

Leben und Leben lassen. Ob also Decksprung von Ebay oder Irgendeiner andere Einrichtung - wo ist da der Unterschied?

forsthof-antaris Offline

Forum-Verdienstkreuz Bronce


Beiträge: 1.351

08.05.2007 09:43
#12 RE: Muss eine derartige Vermarktung wirklich sein? Zitat · Antworten

Renate, mit Deiner Betrachtung von Ebay hast Du ja recht - aber die Frage ist, ob man es gut findet und gut finde ich es nicht. Dass es bei den Trakkis auch solche Hengsthalter gibt, das habe ich ja selbst geschrieben - und mit dem Hengsthalter auch selbst darüber diskutiert. Ich bin ja für meine ehrliche Meinung, die ich den Leuten gerne auch direkt erzähle auch unbeliebt.

Wir schalten Deckanzeigen im Pferdeanzeiger ... die Leute können sich über die HP umfassend informieren, aber zum Glück rufen doch alle, die sich zu einem Decksprung für ihre Stute entschließen trotzdem an. Die Züchter müssen vorder Besamung einen Deckvertrag unterzeichnen und spätestens hier bekomme ich den Kontakt zu den Leuten, denn sie müssen ihn ja bei mir anfordern und ich bin sicher, dass ich in diesem Jahr noch keinen Vertrag rausgeschickt habe, ohne dass die Leute von mir informiert wurden. Es gibt auch Züchter, deren Stute keine Papiere haben, - ich will nicht meinen Heiligenschein aufpolieren - aber ich habe sie auch gefragt, ob sie sich über die Verantwortung bewusst sind, die sie für das Pferdekind übernehmen, das nur ein halbes Papier haben wird. Ob sie sich dann wirklich bewusst sind, wenn es ein fuchsiges Hengstfohlen wird mit einem hochweißen Bein und einer Riesenlaterne im Gesicht ... das weiß ich natürlich nicht, aber zumindest habe ich meiner Pflicht Genüge getan und mein Gewissen erleichtert, weil ich auch bereit gewesen wäre, auf die Decktaxe auf meinem Konto zu verzichten, wenn mir der Züchter erklärt hätte, dass er das Fohlen zur Vermarktung entstehen lassen will - ich muss mich nicht an der Produktion für die traurigen Billigpferdemärkte aktiv beteiligen. Aber natürlich lege ich auch keinem Stutenbesitzer Steine in den Weg, der nun wirklich den Traum hat sein Zukunftspferd aus der geliebten Stute zu ziehen.

Und um zurück zu Ebay zu kommen ... ich kaufe viel bei Ebay und ich verkaufe auch ab und an etwas. Aber einen Decksprung dort zu ersteigern würde ich nicht wollen. Natürlich scheint es verlockend einen prämierten Trakehnerhengst für 120 Euro zu buchen, aber wie Sylvie schrieb, das dicke Ende kam nach und das TG des wirklich sehr guten Hengstes Itaxerxes hätte ich auf keinen Fall dort ersteigert, denn ich lege schon Wert darauf, dass ich umfassend beraten werde und eventuell, wenn der Samen nicht gut ist, auch reklamieren kann. Wir haben leider auch schon schlechte Erfahrungen bei Ebay gemacht und ein Autoersatzteil gekauft, das, wie uns telefonisch vorab versichert wurde 100% in unser Auto passt. Es passte leider nicht und beim 1. Starten nach dem Einbau tat es einen großen Knall und wir hatten einen Motorschaden von 3.000 Euro. Natürlich lehnte der Verkäufer die Garantie ab und natürlich hatte er nie eine solche telefonische Auskunft gegeben. Unser Mechaniker ist mit dem Teil noch nach Hamburg gereist, um es dem Verkäufer zu zeigen ... da wurden ihm dann Hiebe angedroht, wenn er nicht verschwindet. Es waren "nur" 300 Euro, die wir inklusive dem Versand investiert hatten, aber der Schaden war der 10-fache.

Rechtlich hat man keine Handhabe und wir haben natürlich gefragt, ob es ihm egal ist, eine schlechte Bewertung zu bekommen, aber er kam uns dann zuvor und schrieb bei uns hinein, dass wir ihn erpressen wollten ... wenn ich ein Buch, eine Reithose oder sonst irgendwas bei Ebay kaufe und es nicht das ist, was ich haben wollte, dann muss ich eben damit leben, aber wenn meine Stute mit in das Spiel gerät und ich muss sie eventuell zu so einem Hinterhofhengsthalter stellen und habe keine Handhabe einen eventuellen Schaden, der durch das Decken entsteht geltend zu machen, weil bei Ebay die Garantie ausgeschlossen ist ... das lasse ich dann wirklich lieber.

LG
Sabine

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Antoine De Saint-Exupéry

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