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Dieses Thema hat 14 Antworten
und wurde 3.979 mal aufgerufen
 Rund um Zucht und Aufzucht
Taza Offline

Bundeschampion/ess

Beiträge: 136

20.03.2007 21:03
Stuten-Pacht Zitat · Antworten

Hallo Leute,
man hat uns eine super Araberstute zur Pacht als Zuchstute angeboten, wer weiss wo ich einen entsprechenden Pachtvertrag finden kann.
LG Maren

Pigros Offline

Landeschampion/ess

Beiträge: 102

23.03.2007 10:26
#2 RE: Stuten-Pacht Zitat · Antworten

Hallo Taza

wir haben vor drei Jahren auch eine Stute gepachtet und zwei wunderschöne Fohlen aus ihr gezogen. Wenn du interesse an einer Kopie des Pachtvertrages hast kannst du mir gerne eine PM schicken und ich lasse sie dir zukommen.

Liebe Grüße

Pintozucht Grommel

forsthof-antaris Offline

Forum-Verdienstkreuz Bronce


Beiträge: 1.351

23.03.2007 13:50
#3 RE: Stuten-Pacht Zitat · Antworten

Hmmm. ich will nicht wieder die Spaßbremse sein, aber ich habe da leider keine guten Erfahrungen mit gemacht.

Es handelte sich um eine Grosso-Z-Stute, die nicht nur eine S-erfolgreiche Vollschwester in den USA hatte, sondern überdies eine Mama, die im LSTB A, B, C und D eingetragen war - zu diesem Zeitpunkt gab es nur 3 Stuten, die das erreicht hatten.

Was also lag näher, als diese Stute zu uns zu holen, als wir sie für ein Jahr zur Pacht angeboten bekamen.

Um es voraus zu schicken ... Nie mehr!!!

Die Stute kam im April mit Fohlen bei Fuß in der Fohlenrosse zu uns und wir besamten sie mit Charming Irco und konnten uns auch gleich freuen, dass sie tragend geworden war ... leider roßte sie zwei Monate später wieder.

Wir besamten, sie wurde tragend, sie resorbierte und Mitte Juli war sie dann endlich doch tragend.

Natürlich trugen wir die Kosten für die Stute, das Fohlen und die Tierarztkosten, um sie wieder tragend zu machen. Das Fohlen hatte zu Anfang ziemliche Verstellungen und so päppelten wir es mit Hämolythan und gingen fleissig auf dem Pflaster spazieren.

Als das Fohlchen sechs Monate alt war, da war sie nicht nur gerade auf den Beinen, sondern auch halfterführig und erzogen und so übergaben wir sie den Besitzern.

Die tragende Stute blieb bei uns und wurde auf unsere Kosten im ZfDP eingetragen, denn wir wollten mit dem Fohlen nicht unbedingt nachher ins Rheinische fahren, wo die Stute eingetragen war.

Am 6.6.2002 kam dann "Chance to win again" zur Welt - gescheckt aber ... eigentlich weiß mit 3 schwarzen Flecken und einer Laterne im Gesicht ... ich war geschockt.

Die Stute hatte schon Wochen vor der Geburt Milch verloren und natürlich brauchte das Fohlen erst einmal den TA, damit es genügend Abwehrkräfte entwickelte.

Eine Woche später bekam es dann auch noch Kolik, weil es draußen Wasser getrunken hatte und drastischen Durchfall davon bekam.

Der TA verdiente mit diesem Fohlen sehr gut an uns.

Wir hatten als Zuchtpachtpreis ausgehandelt, dass wir alle Kosten für die Stute übernehmen, das Fohlen bei Fuß großziehen und die Stute nach Absetzten des Fohlens wieder tragend abgeben.

Die Stute wurde auch gleich wieder tragend und vier Monate später standen die Besitzer da und verlangten, dass sie die Stute zurückbekommen, weil sie sie an jemand anderen verpachten wollten. Ich erklärte ihnen, dass das Fohlen nicht abgesetzt werden kann und ich auch nicht möchte, dass sie mein Fohlen mit ins Rheinland nehmen, wo die Stute im Pensionsstall steht und das Fohlen vermutlich nicht so versorgt und gefüttert wird, wie wir uns das vorstellen - schließlich hat ein Pächter ja nichts davon, wenn er mein Fohlen top versorgt und investiert, aber die Leute wollten ihr Pferd zurückhaben und ich musste mein Fohlen mit knapp fünf Monaten absetzten!

Ich habe mal ausgerechnet, was mich der Spaß gekostet hat.

Sechs Monate Aufzucht des Fohlens der Stutenbesitzer kosteten uns rund 500 Euro, denn wir bezahlten ja auch das Hämolythan und die Wurmkuren und das Futter und den TA und den Schmied.

19 Monate die Kosten für die Stute beliefen sich auf rund 3.000 Euro mit Schmied, Wurmkuren und Zuchtfutter.

Kosten für den Verband waren ca. 250 Euro für die Stuteneintragung und den Beitrag und das Fohlenbrennen.

Die Kosten für die Gynäkologischen Untersuchungen die zur Trächtigkeit mit unserem Fohlen führten und die Gyn für die Trächtigkeit, die wir als Pacht zu bezahlen hatten, schlugen mit rund 1000 Euro zu Buche, weil die Stute ja immer wieder resorbierte und gespült werden musste.

Die Decktaxen rechne ich mal nicht mit, denn wir durften unsere Hengste nutzen.

4.750 Euro kostete uns das Fohlen ... die Arbeit mit der Stute ist da nicht eingerechnet. Dafür hätte ich einen Dreijährigen kaufen können.

Die Stutenbesitzer hatten hingegen Reibach gemacht, denn sie sparten 19 Monate die Einstellkosten der Stute im Pensionsstall die mit 250 Euro erwähnt wurden und die Wurmkuren, Schmied und TA, also ca. 5.000 Euro und erhielten von uns ein abgesetztes und erzogenes Fohlen und eine tragende Stute zurück, was uns noch einmal 1.500 Euro gekostet hatte, die sie nicht berappen mussten und die Decktaxe von 500 Euro haben sie sich auch noch gespart.

Natürlich habe ich auch schon von Fällen gehört, wo Stuten in elendem Zustand zurückkamen, aber wir haben da einen Ruf zu verlieren und die Pferde gehen meist in besserem Zustand vom Hof, als sie kamen.

Ich mache das vermutlich nie wieder.

LG
Sabine

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Geh Wege, die noch niemand ging, damit Du Spuren hinterläßt und nicht nur Staub
Antoine De Saint-Exupéry

Renate ( Gast )
Beiträge:

23.03.2007 15:01
#4 RE: Stuten-Pacht Zitat · Antworten

@Sabine: "Was also lag näher, als diese Stute zu uns zu holen, als wir sie für ein Jahr zur Pacht angeboten bekamen."
Ääh - Also rein rechnerische kann das ja schon gar nicht hinhauen, oder?

Was wurde aus dem "schockierend" gescheckten Fohlen ? Hat sich das denn so entwickelt wie ihr es aufgrund der Stute erwartet hattet?

@Taza: Lohnt sich sowas rein rechnerisch eigentlich? Oder wäre es nicht andersrum "günstiger"? Also dass man beim Besitzer der Stute quasi das Fohlen vom gewünschten Hengst "bestellt".


Grüßung
Renate



Youngtimer Offline

Moderator


Beiträge: 426

23.03.2007 15:18
#5 RE: Stuten-Pacht Zitat · Antworten

Hallöchen!

Das "schockierend gescheckte" Fohlen ist der Vater meiner einjährigen schwarzbraunen Stute.
Er ist jetzt meines Wissens ein Wallach und steht wieder zum Verkauf. Als Reitpferd scheint er sich
wohl sehr gut entwickelt zu haben. Habe ihn aber leider noch nicht in Natura gesehen.

Gruß

Tobias

Gruß

Tobias

Taza Offline

Bundeschampion/ess

Beiträge: 136

23.03.2007 17:51
#6 RE: Stuten-Pacht Zitat · Antworten

@: Renate, lohnt sich das Züchten überhaupt?^Uns geht es um die Stute, leider ist sie nicht verkäuflich aber zum Züchten könnten wir sir kostenlos haben.Wir werden sie mit Taza decken und hoffen auf ein Stutfohlen.

LG Michael u. Maren

Renate ( Gast )
Beiträge:

23.03.2007 18:06
#7 RE: Stuten-Pacht Zitat · Antworten

Klar lohnt sich das! Man kann damit aus einem großen Vermögen ein Kleines machen.

Wenngleich mir persönlich das sicher zu riskant wäre (Boah, wenn da irgendwas mit der Stute passiert, solange man sie am Hof hat - grusel) ist das dann natürlich schon verlockend; kann ich verstehen.
Na denn - viel Glück und pochpochpoch dass es dann auch ein Mädel wird.

viele Grüße
Renate

forsthof-antaris Offline

Forum-Verdienstkreuz Bronce


Beiträge: 1.351

23.03.2007 18:24
#8 RE: Stuten-Pacht Zitat · Antworten

Renate - ich bin doch ein Mathelegastheniker ... neee Schpassmawechda natürlich ging ich erst mal von ungefähr einem Jahr aus, denn ich dachte, die Stute kommt zu uns in der Rosse, wird besamt, fohlt spätestens 11 Monate später und weitere 5-6 Monate später geht das Tierchen nach dem Absetzten meines Fohlens wieder tragend nach Hause und damit wären es rund 16 - 17 Monate gewesen, die ich sie beherbergen sollte. Aber 1. kommt es anders und 2. als man denkt.

Und ganz ehrlich - Du hast wirklich recht, denn wenn ich mir eine Stute aussuche, die mein Fohlen bekommen soll und ich bezahle dem Besitzer die Kosten fürs Tragendmachen, also die Decktaxe, Besamungskosten und Samenversandkosten und den TA, der die Stute gynäkologisch betreut un dann noch einen Betrag von 2000 Euro, wenn das Fohlen gesund auf der Welt ist, dann gehe ich nicht nur sehr viel sicherer, nicht zuviel Geld zu verlieren, wenn die Stute trotz aller Bemühungen güst bleibt, sondern habe auch die Verantwortung für die Stute nicht.

Den Nachteil kann ich Dir aber auch gleich liefern, denn ich habe 2 x eine Stute tragend verkauft und sollte das Fohlen nach dem Absetzten zurückbekommen.

Im ersten Fall wurde die Stute dann sehr knapp gefüttert und ziemlich flott geritten und verlor das Pferdekind. Natürlich war nur vereinbart, dass ich auf dieses Fohlen das im Uterus schlummert ein Anrecht habe und damit hatte ich mit Zitronen gehandelt, denn ich hatte die Stute 2000 Euro günstiger gegeben, weil mir das Fohlen geblieben wäre.

Im zweiten Fall wurde die Stute ebenfalls nicht dem Bedarf einer hochtragenden Stute entsprechend gefüttert und es wurde leider auch nicht Nachtwache gehalten und geschaut, dass das Fohlen die wichtige Kolostralmilch rechtzeitig bekommt und als man das Fohlen fand, da war es schon recht schwach und der TA musste sich 2 Tage um das Pferdekind bemühen, damit es überlebte. Die Rechnung hatte ich natürlich zu bezahlen und als ich den kelinen Hengst nach sechs Monaten abholte, da traf mich fast der Schlag, weil er so heruntergekommen aussah und ein schiefes Füsschen hatte. Ich habe ihn aufgepäppelt und nachher für 1.500 Euro verkauft, weil er auch 3 -jährig nur 1,52 maß.

Mein Fazit war, dass die Stutenbesitzer selten Interesse daran haben, in ein Fohlen zuviel Zeit und Geld zu investieren, das ihnen nicht gehört.

Also müsste man, wenn man wirklich als Züchter Interesse hat, dass die Stute im Sinne des gesunden Fohlenwachstums gut gefüttert wird, entweder das entsprechende Futter direkt hinstellen und kontrollieren, dass es auch in die richtige Stute wandert oder die Stute in den eigenen Stall stellen, damit sie genügend Mineralstoffe und Vitamine in das Fohlen stecken kann.

Ich hatte ja zu Anfang meiner Züchterei auch eine Stute bis zum Abfohlen beim Verkäufer in Süddeutschland gelassen, weil ich sie hochtragend nicht mit nach Holdorf nehmen wollte und für sie spezielles Stutenzusatzfutter und Zuchtmüsli für sie hingestellt - ob sie oder die eigenen Pferde das bekamen weiß ich nicht, wohl aber, dass ich nachdem die Stute kurz nach der Geburt starb noch eine derbe Rechnung für die 3 Monate Unterkunft und die Fohlenwache bekam ... das Fohlen hätte ich mir auch vergolden lassen können.

Ich kann, nach den Erfahrungen der Vergangenheit nur sagen, dass es günstiger ist, sich ein Fohlen aus der Stute zu kaufen, die man toll findet, nachdem es gesund geboren und vielleicht schon 4 Monate alt ist, denn dann hat der Züchter vermutlich mehr Interesse, dass das Fohlen gut dasteht, denn wenn es verwahrlost wäre, würde er es nicht verkaufen können oder Geld verlieren. Wenn er hingegen weiß, dass er das Geld für die Deckerei nicht investieren musste und die vereinbarte Summe für das Fohlen bekommt, egal ob es top oder flop ist, dann muss man schon auf seine Ethik und Liebe zum Tier vertrauen können - falls man das nicht kann, bekommt man vielleicht einen Absetzer, dessen Wurmkur, die ihr bezahlt habt, seine anderen Fohlen bekommen und dessen Füße lustig krumm wachsen, ohne dass er sich genötigt sieht, einen Schmied zu holen, denn es ist ja nicht sein Fohlen, das schiefe Beine hat.

Ein gutes Fohlen bekommt man problemlos für 3.000 Euro ... und dann kann man es sich noch aussuchen und sich für das entscheiden, was die richtige Farbe und das richtige Geschlecht hat, während man bei der Zuchtpacht vielleicht 1000 Euro ins Tragend machen und 2000 Euro Fohlengeld bezahlt und 6 Monate für die Aufzucht und dann statt des erhofften bunten Stutfohlens ein fuchsfarbenes Hengstlein mit Laterne abholt, das eine Fehlstellung hat und nie entwurmt wurde ...

Und der Mützenmann, Renate, der war nicht nur sehr unvorteilhaft gezeichnet, sondern auch noch hypersensibel und suizidgefährdet ... er war das auch, der aus dem Anhänger auf die A1 sprang und weil ich ihn nicht irgendwem verkaufen wollte, der ihn mir nach einem halben Jahr völlig durch den Wind und von der Rolle wieder hinstellt und mir dann auch noch eine Schadensersatzforderung hinterherschickt, habe ich ihn 3-jährig lieber unter 1000 Euro an jemanden verkauft, bei dem ich erwarten konnte, dass er ein schönes Leben hat und wo man ihm seine schrägen Ideen zu verzeihen bereit war, als auf den Käufer zu hoffen, der ihm das gleiche bietet, aber mir noch 4.000 Euro extra dazugibt.

Und bevor Du jetzt ohne mich Deinen inneren Reichsparteitag feierst, weil ich bei dieser Anpaarung nur auf die sensationellen Papiere der Stute vertraute und die Augen ganz fest zumachte, als ich merkte, dass die Stute den "Grosso-Knall" hat und hoffte, dass Irco das schon richten wird und damit eine Bauchlandung landete, weil der auch sensible Gene über Chromatic xx und den alten Duellanten hat und auch die Erbmasse vom Vater der Springwunder Pilot und Polydor - dem Pilatus - vom Vollblut geküsst den Generationensprung zum Ururenkel machten.

Also lass uns gemeinsam feiern, dass die Natur der Genetik sich auch von der durchdachtesten Zuchtplanung nicht in die Suppe spucken lässt und züchten immer wieder die Überrachung bietet, welcher Ahne da als erstes aus dem Verwandschaftsbus steigt.

LG
Sabine

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Antoine De Saint-Exupéry

forsthof-antaris Offline

Forum-Verdienstkreuz Bronce


Beiträge: 1.351

23.03.2007 18:31
#9 RE: Stuten-Pacht Zitat · Antworten

Fast vergessen. Taza - schließt in jedem Fall eine Zuchtstutenversicherung ab, damit, wenn der Stute was passiert, sie durch die Geburt verletzt wird und in der Folge unfruchtbar bleibt, oder sie verfohlt Euch zumindest nicht zu großer Schaden entsteht und der Besitzer nicht bei Euch anklopft mit einer Schadenersatzforderung.

Übrigens sichere ich mir auch aus Stuten, die von unseren Hengsten besamt wurden und die mir interessant erscheinen ein Vorkaufsrecht aufs Fohlen, aber wenn ich es dann nicht kaufen möchte, dann reicht ein Nein und mir entstehen keine Verpflichtungen.

LG
Sabine

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Antoine De Saint-Exupéry

Pigros Offline

Landeschampion/ess

Beiträge: 102

23.03.2007 21:42
#10 RE: Stuten-Pacht Zitat · Antworten

Wir haben auch schon seit drei Jahren eine Stute gepachtet. Bei uns klappt das alles sehr gut.
Wir haben im ersten Jahr die Stute mit Fohlen bei Fuß zu unserem ausgesuchten Hengst gebracht(Natursprung) nach Bedeckung haben wir die Stute bis zum Absetzen des Fohlens wieder zu ihrem Besitzer gebracht. Der Besitzer hat die Stute auf eigene Kosten über eine Lebensversicherung seit Übergabe an uns abgesichert. Ab November wurde die Stute dann in unseren Stall gebracht. Seit dem tragen wir die Kosten für Schmied, Wurmkur,Zuchtgebühren und natürlich das Futter und alle TA-Kosten die mit dem Fohlen in Verbindung stehen. Im ersten Jahr konnten wir uns über ein wunderschönes Stutfohlen von Sahin (Sambuco B Nachkomme) freuen. Bei unserer Assaya waren wir zum Glück bei der Geburt dabei, da die Stute doch arge Schwiergkeiten bei der Geburt hatte. Aber Gott sei Dank ist alles gut gegangen. In der nächsten Rosse haben wir sie dann von Samico besamen lassen und haben letztes Jahr ein schickes geschecktes Hengstfohlen mit super Bewegung bekommen. Der kleine hat sogar die Verbandsprämie beim Zfdp erhalten. Im letzten Jahr haben wir sie von Sanyo decken lassen und mit erschrecken vor ein paar Wochen festgestellt das sie resorbiert hat. Jetzt geht die Stute mitte April wieder zu ihrem Besitzer zurück, da wir nicht mehr mit ihr weiter züchten möchten. Hätten wir das ganze früher festgestellt wäre sie auch schon vor dem Winter zurück gegangen. Die Futterkosten bleiben jetzt auf uns hängen, aber das haben wir auch selbst in Schuld wir haben nicht noch einmal die Trächtigkeit kontrollieren lassen. Beim nächsten mal sind wir schlauer, als die ganze Zeit nur auf den dicken Bauch zu warten.

Wenn man sich mit den richtigen Leuten einläßt und den entsprechenden Vertrag macht ,um auch sich und den Stutenbesitzer abzusichern, dann kann so etwas durchaus positiv enden.

Viel Glück Taza

Pintozucht Grommel

Youngtimer Offline

Moderator


Beiträge: 426

24.03.2007 12:53
#11 RE: Stuten-Pacht Zitat · Antworten

@Sabine: Dass der "Mützenmann" so verrückt ist bzw. war wusste ich gar nicht.
War er von Anfang an etwas durchgeknallt ( auch schon als 1 oder 2 jähriger)? Oder kam das erst später
in der "Pubertät"?
Anscheinend hat seine kleine Tochter von der Beklopptheit nicht viel mitbekommen. Ich habe noch nie
so einen artigen, den Menschen "achtenden" Jährling wie unsere kleine Chevelle gesehen. Dabei ist sie
keineswegs phlegmatisch sondern hellwach und aufmerksam, aber ist trotzdem IMMER unter Kontrolle! Ich kann
mit ihr schon problemlos Anhänger fahren, wenn ich sie in der Halle laufen lassen muss, weil draußen der Boden mal wieder nicht sehr sehnenfreundlich ist.
Ich kenne durch Freunde und Bekannte, die züchten, wirklich viele Halbstarke, aber mit keinem kann man so locker
und entspannt umgehen wie mit ihr.
Ich hoffe das bleibt so und endet nicht dreijährig.... !!!

Gruß

Tobias

Gruß

Tobias

Renate ( Gast )
Beiträge:

24.03.2007 13:47
#12 RE: Stuten-Pacht Zitat · Antworten
Foto sehen will von dem Mützenmann. Möchte wissen ob er wirklich einer ist. Weil Warmblüter mit "medicine-hat" hab ich noch keinen gesehen.
Youngtimer Offline

Moderator


Beiträge: 426

24.03.2007 18:08
#13 RE: Stuten-Pacht Zitat · Antworten

Gruß

Tobias

Renate ( Gast )
Beiträge:

24.03.2007 19:02
#14 RE: Stuten-Pacht Zitat · Antworten

Tatsächlich. Er war zumindest schon mal auf dem richtigen Weg, einer zu werden.

forsthof-antaris Offline

Forum-Verdienstkreuz Bronce


Beiträge: 1.351

25.03.2007 19:49
#15 RE: Stuten-Pacht Zitat · Antworten

Tobias, der Mützenmann ist eigentlich immer ein ganz Braver gewesen - aber eben auf seine Leute fixiert und hypersenibel.

Micha hat ihm mal, als Mütze mit dem Kopf in der Boxenecke stand und mit dem Hintern zur Tür, ohne ihn vorher anzusprechen herzhaft auf die Kruppe geklopft und ihn mit den Worten begrüsst:" Na Mütze, alte Socke!" Mütze brach vor Schreck fast zusammen und Micha durfte 3 Tage lang nicht mal in die Nähe seiner Box kommen, ohne dass er in die Ecke sprang und schnaubte. Für Mütze war ein Tätscheln schon verprügeln und irgendwas veranstalten, ohne mit ihm erst zu sprechen - das ging gar nicht. Unser Schmied hat mal gemeint, dass ich Mütze nicht vorne halten müsste, weil der ja so brav steht, aber kaum war ich weg, da knallte es und Mütze trabte um die Ecke - er wollte nicht allein mit dem fremden Kerl sein und warf sich hin.

Man durfte ihn auch nicht so einfach auf eine andere Weide umstellen, denn Mütze zögerte, wenn er die Meinung hatte, dass er am falschen Ort ist, keinesfalls über den Zaun zu springen und in seine Box zurückzulaufen - da fühlte er sich sicher, auch wenn die ganzen restlichen Junghengst noch draussen standen. Er war lieber alleine zuhause, als gemeinsam mit den anderen fremd.

Aber er hätte niemals nach uns geschlagen, uns nie gebissen und ich glaube, einen Hengst, der ohne Halfter, nur mit einem Strick um den Hals, auf einem Rastplatz an der A1 steht und sich vom TA untersuchen lässt, während Autos und LKWs an ihm vorbeifuhren, den sucht man lange. Mütze hatte ein Urvertrauen zu seinen Menschen und wir haben z.B. das Freispringen mit ihm nie sonderlich üben müssen, denn nachdem ich ihn einmal über die am Boden liegenden Stangen geführt und ihn dafür gelobt hatte, da war es ihm dann auch egal, dass man irgendwann drüber springen musste - er war immer extrem empfänglich für Lob und dafür auch bereit einiges zu tun.

Ich denke, er wird ein fantastisches Reitpferd sein, das mit dem Menschen dem er vertraut durch die Hölle und wieder zurück galoppiert, ohne zu zögern oder sich zu überlegen, warum er das tun sollte.

Sein Vater ist auch so ein absolutes Verlasspferd, der mir viele Jahre an Messen, Schauen und Turnieren bewies, dass ihn nichts aus der Ruhe bringt und D-D. Keller fragte mich mal:" Was macht ihr, wenn der Decken soll? Zieht Ihr der Stute Strapse an?" Ich hätte Irco nur am Halfter durch eine Herde rossiger Stuten geritten, ohne Sorge zu haben, dass er mich abbockt und decken geht, aber wenn er ans Phantom geführt wird, dann ist er Hengst.

Für mich verkörpert Irco in fast schon genialer Weise mein absolutes Idealpferd, weil er immer auf meiner Seite stand und ich ihm blind vertrauen kann, aber er ist auch ein Sensibelchen, denn er fraß in der Klinik nicht und gab sich auf. Erst als ich jeden Abend zu ihm fuhr und mit ihm tüddelte, da ging es ihm ganz schnell wieder gut und er fraß auch wieder.

Aber Irco lebt, seit er ein Absetzer war auf dem Forsthof und er kann auch uns 100-prozentig vertrauen, und das mag dazu beitragen, dass wir nie Probleme mit ihm hatten.

Mützes Mutter war auch nicht gefährlich, aber wer Goldfever kennt, der weiß, dass der sich auch nicht von jedem reiten ließ und durchaus mal keine Lust haben kann - ein Grosso halt. Guess again war eben auch so. Wenn sie einen schlechten Tag hatte, dann störte sie eine Fliege an der Wand und an das Fohlen kamen wir zuerst nur ran, wenn wir die Stute anbanden, weil sie uns sonst wohl gefressen hätte ... ich wusste nicht, wie flach ein Pferd die Ohren anlegen kann und sie beschützte ihr Fohlen wie eine Löwin.

Ich denke, dass das Zusammentreffen der Gene zweier sensibler Pferde und das extreme Bemuttern und vor der Welt beschützen wollen, das seine Mutter ihm angedeihen ließ, dazu führten, dass Mütze nicht ganz so alltagstauglich wurde, wie man sich das wünscht und eben weiterhin erwartete, dass man für sein Leben die Verantwortung übernimmt und ihn beschützt.

Sensible Pferde sind keine Verbrecher, sie sind nur in vielen Dingen empfindlicher, aber dafür sind sie leicht zu motivieren, lernen schnell und wenn sie ihrem Reiter vertrauen, dann kooperieren sie zu 100 % mit ihm. Ratina Z war so ein Pferd, Halla "funktionierte" nur unter H.G. Winkler und galt als irre Ziege und Rembrand hörte auch öfter mal die Flöhe husten, aber sie gehörten zur Weltspitze.

Natürlich ist es leichter ein Pferd zu reiten und mit ihm umzugehen, der nicht so sensibel ist, aber diesen "nervenstarken Modellen" fehlt es auch manchmal an der letzten Ausstrahlung und Ehrgeiz.

Ich bin überzeugt, wenn Mütze "seinen" Menschen gefunden hat, dann wird er wie sein Vater ein wunderbares Pferd sein, aber zum Verkaufen sind eben dies Hypersensibelchen nicht so leicht, denn sie fordern viel Einfühlungsvermögen vom neuen Besitzer ... und da gibt es leider hunderte von Pferden auf dem Markt, die bedienerfreundlicher sind.

LG
Sabine





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Antoine De Saint-Exupéry

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