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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 979 mal aufgerufen
 Anekdoten & Geschichten rund ums Pferd
Scheckenfreund ( Gast )
Beiträge:

16.12.2006 06:11
Der perfekte Mensch Zitat · Antworten
Eines Tages sagte die Mutterstute zu ihrem Hengstfohlen „Pass auf kleiner Mann, morgen gehen wir einen Menschen für dich aussuchen.
Wenn du ein talentiertes Sportpferd werden möchtest, dann müssen wir uns ja frühzeitig um den richtigen Menschen für dich kümmern.“
Gesagt getan. Am nächsten Tag gingen die beiden los.
Der erste Mensch, den sie sich ansahen gefiel dem Kleinen sehr gut. Es war ein sanfter, netter ruhiger Mann.
Doch die Mutter sagte: "Schau her, der ist doch viel zu klein. Wenn du einmal ausgewachsen bist, wirst du mit Sicherheit ein sehr großer Hengst sein. Und so ein kleiner Mensch, der kann dich nicht so fördern wie er sollte.“
Also gingen sie zum nächsten Menschen.
Es war eine quirlige Frau. Sie war wohl etwas kräftiger gebaut, machte aber einen netten Eindruck.
Doch die Mutter sagte gleich: „Oh, komm schnell, lass uns wieder gehen. Sie wird dir im Kreuz rumdopsen und du wirst Rückenschmerzen bekommen."
Also ging die Suche weiter und sie kamen zu einem jungen Mädchen, dass sich sofort in den kleinen Hengst verliebte. Aber sie traute sich nicht so recht heran.
Da meinte die Mutter: „Nein, das ist auch nicht dein Mensch. Schau mal, sie wird dich niemals zum Erfolg bringen. Sie würde nie mit dir über ein Hindernis springen, dafür hat sie zu große Angst.“
Also trabten die zwei weiter auf der Suche nach dem richtigen Menschen.
Der nächste war ein großer junger Mann. Da sagte die Mutter: „Kind der ist doch viel zu groß und schlacksig! Wie sieht dass denn aus im Dressurviereck mit diesen viel zu langen Beinen und Armen“.
Und weiter ging die Reise.
Sie kamen auf einen Hof, auf dem eine Dame wohnte, die bereits mehrere Pferde besaß. Sie ging nicht gerade zimperlich mit ihnen um, so dass die Mutter gleich wieder umdrehte und sagte: „Komm schnell weg, hier würdest du auch nicht glücklich werden. Die ist ja viel zu aggressiv.“
Langsam sank bei den beiden die Stimmung, es schien unheimlich schwer, den perfekten Menschen zu finden.
Aber das konnte doch nicht sein, oder? Hatte die Menschenzucht denn so nachgelassen? Hustende Menschen, Menschen mit Arthrose, zu kleine Menschen, zu große Menschen, ängstliche Menschen, aggressive Menschen, ungeduldige Menschen, zu schwere Menschen, zu langsame Menschen. Es schien als gebe es ihn nicht, den perfekten Menschen.
„Das die aber auch alles völlig unkontrolliert miteinander anpaaren dürfen. Da müssten wirklich viel härtere Regeln her!“ dachte sich die Mutter. Und die beiden machten sich auf den Heimweg.
Sie trabten so durch die Landschaft, als der Kleine plötzlich eine große Wiese sah mit einem Haus, zu der es ihn magisch hinzog. „Komm Mama. Lass uns schauen gehen, was dort ist. Ich will sehen was es da gibt.“
Also galoppierten die zwei zu dem Haus. Kaum standen Sie in der Hofeinfahrt vor der Wiese kam auch schon eine junge Frau aus dem Haus.
Mit großen Augen sah sie den kleinen Hengst an. „Du bist das schönste Pferd, dass ich je gesehen habe“ sagte sie und streichelte dem Kleinen sanft über die Nüstern. „Gerne würde ich dich behalten. Aber bei mir kannst du kein Hengst sein, ich habe hinten meine alte Stute stehen. Außerdem würdest du niemals in den Sport gehen, ich reite nicht gut genug.“
Da sagte der kleine Hengst zu seiner Mutter „Weißt du was Mama, ich möchte kein Sportpferd werden. Dieser Mensch ist mit Sicherheit nicht perfekt, aber hier würde ich mich wohl fühlen. Ich weiß man kümmert sich um mich und niemals werde ich geschlagen werden, niemals würde jemand zu viel von mir verlangen. Auch wenn dieser Mensch krumme zu kurze Beine hat und mich nicht über ein Mächtigkeitsspringen bringen kann. Ich bleibe hier.“
Manchmal denkt die Mutterstute heute noch an ihren Sohnemann und daran was aus ihm alles hätte werden können. Dann ärgert sie sich ganz enorm über die heutige Menschenzucht, die so voller Fehler ist und frägt sich warum soviele Menschen das perfekte Pferd möchten, wo es doch gar keinen dazu passenden perfekten Menschen gibt. Aber im Grunde ihres Herzens weiß sie, dass ihr Kleiner glücklich ist und die richtige Entscheidung getroffen hat.
Heute steht der Wallach Lord mit der alten Canaletta auf der Koppel und träumt jede Nacht von seinem Menschen, der ihn am nächsten Tag besucht!

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Ein Pferd hat vier Beiner,
an jeder Ecken einer.
Drei Beiner hätt’,
umfallen tät.
Unbekannt

G.S.Sharif Offline

Elite


Beiträge: 383

17.12.2006 08:52
#2 RE: Der perfekte Mensch Zitat · Antworten

Ist ja eine niedliche Geschichte.. mal aus einer ganz anderen Perspektive....
Fit to continue

http://www.goldenstar.2page.de

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