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Dieses Thema hat 4 Antworten
und wurde 666 mal aufgerufen
 Fragen und Diskussionsbeiträge zum Thema Gesundheit beim Pferd
Coloured-Arabians Offline

Eliteanwärter/in


Beiträge: 202

23.04.2006 10:43
Ankaufsuntersuchung Zitat · antworten

Wie verhält es sich eigentlich mit der Haftung, wenn der Tierarzt bei einer Ankaufsuntersuchung eine Erkrankung falsch diagnostiziert oder nicht erkannt hat?
Ich meine Erkrankungen, die man durch die allg. klinische Untersuchung hätte ausschliessen können.
Ist dann der TA in der Haftung?
Wenn ja, wie lange?

Grüße
Nicole


Coloured-Arabians
colouredarabians@aol.com
http://www.coloured-arabians.de

forsthof-antaris Offline

Forum-Verdienstkreuz Bronce


Beiträge: 1.351

23.04.2006 15:11
#2 RE: Ankaufsuntersuchung Zitat · antworten

Der TA haftet wie der professionelle Verkäufer auch 2 Jahre (Gwährleistungsfrist der Gewerbetreibenden), aber den Nachweis zu erbringen, das ist die Schwierigkeit. Ich habe gute Freunde, die eine Hannoveraner-Stute verkauften. Sie war klinisch o.k. und es wurde daraufhin nicht geröngt. Nach 5 Monaten lahmte sie und wurde in einer Pferdefachklinik untersucht. Befund: Schwere Veränderungen im Bereich der Hufrolle. Geraten wurde von diesem TA zu einer OP oder das Pferd zurüch zu geben. Die OP-Kosten lagen bei 1.500 Euro pro Bein -ohne Nachsorge. Die Stute war für 4.900 Euro verkauft worden. Meine Freunde fragten mich, was ich machen würde. Zu ihrer Verblüffung sagte ich ihnen:" Laßt die Stute in einer unabhängigen und vom Gericht als Sachverständigen anerkannten Klinik nachröntgen. Alle Seiten - auch die Besitzer, die das Pferd gerne behalten wollten, aber die Stute als Sportpferd gekauft hatten - waren einverstanden und die Stute wurde noch einmal geröngt. Befund: Hufbeinbruch! Die Stute wurde gegipst und nach ein paar Wochen orthopädisch beschlagen - gelahmt hat sie seither nicht mehr.

Die neuen Besitzer der Stute waren ziemlich sauer, denn es sah na klar so aus, als hätte der TA der Pferdeklinik, welcher die Hufrollenentzündung diagnostizierte, versucht auf diesem Weg mal flott 3-4000 Euro zu verdienen und nicht damit gerechnet, daß seine Diagnose in Frage gestellt wird. Aber haftbar machte ihn keiner dafür - er bestand auf seinen Befund und behauptete der Bruch sei erst später entstanden. Macht es Sinn, für 50 Euro, welche die Untersuchung in der Klinik gekostet hatte, vor Gericht zu ziehen? Sicher kommen dazu noch die 50 Euro, welche die Untersuchung in der 2.Klinik kosteten, aber eine Diagnose hätte man so oder so stellen lassen müssen und die Behandlung war nötig. Aber ganz ehrlich - lohnenswert ist es nur dafür, daß der TA mit der Fehldiagnose eine aufs Dach bekommt. Allerdings kann die Sache auch in einem Vergleich enden und der RA will dann auch noch sein Geld ...

Ein anderer Fall liegt bei der Tierärztekammer Hannover - seit fast zwei Jahren! Ob es was bringen wird? Ich glaube es nicht, denn eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

Ich hoffe, Du fragst nicht als Betroffene - dann allerdings wünsche ich Dir alles Glück der Welt, einen sehr guten Anwalt und einen Richter, dem Recht zu sprechen wichtiger ist, als pünktlich zum Mittagessen Feierabend zu bekommen.

LG
Sabine
_________________________________________________

Geh Wege, die noch niemand ging, damit Du Spuren hinterläßt
Antoine De Saint-Exupéry

Coloured-Arabians Offline

Eliteanwärter/in


Beiträge: 202

23.04.2006 15:55
#3 RE: Ankaufsuntersuchung Zitat · antworten

Nein, betroffen bin ich zum Glück nicht.

Ich beschäftige mich nur gerade mit dem Gedanken "Wie sinnvoll ist eine klinische Ankaufsuntersuchung wirklich und wieviel Schutz bietet sie"?

Hierüber gibt es ja unterschiedliche Meinungen und Aspekte. Sowohl bei der Käufer als auch der Verkäuferseite.

Viele sagen mittlerweile, dass ein Pferd nur mit Ankaufsuntersuchung den Stall verlässt, um sich so etwas gegen das neue Pferdekaufrecht zu schützen. Doch inwiefern besteht da tatsächlich ein Schutz, wenn Erkrankungen nicht oder falsch diagnostiziert werden?
Eine klin. Untersuchung z.B. gibt ja nur die Momentsituation wieder. Wie kann da z.B. Ekzem, per. Augenentzündung, chronischer Nasenausfluss, Herzfehler oder sonstiges erkannt werden?
Und wie liegen diese Fälle in der Gewähr des TA, der die AU durchgeführt hat?


Coloured-Arabians
colouredarabians@aol.com
http://www.coloured-arabians.de

Amaretto ( Gast )
Beiträge:

10.06.2006 14:12
#4 RE: Ankaufsuntersuchung Zitat · antworten

Also ich finde die Ankaufuntersuchung sehr sinnvoll-ist ja nicht die Regel das etwas schlimmes übersehen wird..Und periodische Augenentzündung sowie Exzem lassen sich auch feststellen-die Augen werden ja auch untersucht und auf Exzem kann man testen lassen-oder am besten das Pferd im Sommer kaufen da sieht man dann selber ob es eines hat oder nicht..
Ob man nun Röntgenbilder pauschal machen lassen sollte-das würd ich vorallem davon abhängig machen was z.b die Beugeprobe ergibt-leider wird manchmal zuviel in die Bilder hineininterpretiert-da selbst bei Pferden die Klasse 2 oder 3 bekommen(was ziemlich viele sind..)und bei denen es sogar ziemlich unwahrscheinlich ist das das Pferd irgendwann lahm ist-die eventuellen Käufer sofort abgeschreckt sind..
Obwohl ich ja gestehen muss das ich bei meinen beiden damals(selbst als Fohlen..)auch eine hab machen lassen..ich bin da aber auch etwas übervorsichtig..
Schön ist es wenn man einen kompetenten Tierarzt hat der keine Angst hat irgendwie eine "Falschaussage" zu machen und einem Käufer klipp und klar sagen kann nach der AKU ob er einem dazu rät das Pferd zu kaufen oder nicht..
Auch sollte man es ja ein wenig davon abhängig machen was man mit dem Pferd vorhat...Das manche Befunde ein potenzielles S-Springpferd vielleicht eher "stören" können als dem Pferd welches überwiegend auf der Weide steht und ab und an mal in den Wald geritten wird-ist ja auch klar.
Aber wie gesagt-zumindest die Klinische AU würde ich schon machen lassen.
Achja,ganz falsch finde ich aber die Meinung mancher Leute-naja-der war ja nicht so teuer-warum also untersuchen lassen..??-Auch bei einem "billigen" Pferd sind die Tierarztkosten genauso teuer wie bei einem "teuren" Pferd..

bunte Hubsi Offline

Moderatorin


Beiträge: 1.633

12.06.2006 01:33
#5 RE: Ankaufsuntersuchung Zitat · antworten

Tja Ankaufsuntersuchung. Bestimmt kann man gröbere Mängel damit schon ausschließen, aber wie gesagt es sind Momentaufnahmen. In Sicherheit kann das wohl keinen wiegen und bei Privatkäufen sind alle diese Absicherungen für'n A....
Ich hatte zum Beispiel für unsere Lisch einen Niet- und Nagelfesten Vetrag. Speziell, weil sie beim Proberitt ein-zwei Hubserchen gemacht hat (vorher noch gar nieeee!!!)
Im Vetrag stand, das Pferd ist gesund und frei von Untugenden.
Nun, die Bockerei wurde ziemlich kraß...ganz klar eine Untugend. Laut meinem Freund Anwalt hatte ich jedes Recht sie zurückzugeben. Aber der vorherige Besitzer sagte zwei Zauberworte: Arbeitslos und kein Geld.
Er hätte sie zurücknehmen müssen, aber mein Geld hätte ich nie mehr gesehen....
So haben wir sie behalten.(Ich war damals stocksauer und sagte in einem Anflug von Galgenhumor, daß uns so wenigstens der Metzgpreis bleibt) Im Umgang ist sie aber sehr brav und schööön ist sie und Gänge hat sie gute....
Wir wollen ja nun seit 3 Jahren mit ihr züchten, wobei, wenn das Fohlen auch einen Antireitvogel hat, wird es das Einzige bleiben.
Und ein Kumpel von mir hatte ein tolles Pferd gekauft, allerdings waren die Röntgenbilder nicht besonders, so gab er es zurück. Heute geht es M-Springen und hat noch nie gelahmt. Er beißt sich täglich in den A...
Wir haben alle unsere Pferde ohne gakauft...und alle sind pumperlgesund. Und jedes kann sich morgen auf der Koppel verletzen, oder ne Kolik kriegen. Wir hoffens nicht, aber man steckt nicht drin....
Also für Euch alle: Allzeit Glück im Stall
Petra

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