Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Herzlich Willkommen im Pintoforum

Herzlich Willkommen im Forum der Pintofreunde!

Dieses Forum soll allen Pintofreunden eine Möglichkeit bieten, sich zu treffen und auszutauschen.Wir wünschen viel Spaß dabei!
Wir bitten alle User dieses Forums die üblichen Regeln des guten Miteinanders einzuhalten. Ansonsten wird konsequent gelöscht.
Über den Button "Beiträge der letzten Tage" erhalten sie eine Übersicht der aktuellen Beiträge.
Als Gast haben Sie nur verminderte Leserechte. Melden Sie sich daher an und vervollständigen Sie unbedingt ihr Profil. Erst dann können Sie an Diskussionen teilhaben,
lesen und beachten Sie unsere Info + Regeln zum Forum ,dort wird auch Ihre Gruppenzuordnung nebst Rechten erklärt.


Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 0 Antworten
und wurde 604 mal aufgerufen
 Anekdoten & Geschichten rund ums Pferd
forsthof-antaris Offline

Forum-Verdienstkreuz Bronce


Beiträge: 1.351

14.12.2005 00:50
Oldies but Goldies(medaillen) Zitat · Antworten

Oldies but Goldis(medaillen)

Haben Sie Olympia geschaut? Na ich habe mich ja auf die Dressur beschränkt. Da ist mehr mein Semester. Ich vertrete grundsätzlich die Meinung, dass der in die Jahre gekommene Springreiter zur Schonung seiner Gesundheit ins Lager der Dressurreiter wechselt und wenn er es trotz Aufsteighilfe nicht mehr in den Dressursattel schafft, fängt er an Pferde zu züchten. Aber man kann schließlich nicht immer von sich auf andere schließen.

Aber mal ehrlich. Woran glauben Sie, liegt es, dass das Gros der internationalen Pfefferstosser und Hufschlagakrobaten die 40 hinter sich gelassen haben, wenn sie zur Olympiade reisen? Josef Neckermann, Lieselott Linsenhoff, Rainer Klimke, Christine Stückelberger. Sie waren der Pubertät alle längst entwachsen, als sie die größten Erfolge feiern durften. Klar kann es auch sein, dass sie alle nicht so alt sind, wie sie aussahen oder aussehen. Wer sich jahrelang über Turnierrichter, die Konkurrenz oder sein Pferd ärgert, dem wachsen schon mal frühzeitig graue Haare oder sie fallen durch das dauernde Tragen der Kopfbedeckungen, hier wahlweise Zylinder oder Melone, und damit verbundene, mangelnde Lüftung der Kopfhaut einfach aus. Wer jedes Wochenende Schnipoco (Schnitzel, Pommes, Cola) oder wahlweise Currywurst mit Pommes rot/ weiß konsumiert, dessen Körperzellen altern aufgrund der ungesunden und einseitigen Ernährung einfach schneller. Vielleicht liegt es auch am Hallenstaub oder der Belastung von UV-Strahlen und Wind auf dem 20x60-Außenplatz, die den Teint eher als üblich Falten werfen lassen und die Gesichtshaut in einen Plisseestoff verwandeln.

Das Schöne an den Pferden ist aber, dass man nie zu alt ist, mit ihnen im großen Sport mitzumischen. Geben Sie es zu, das ist doch auch mit ein Grund, warum Sie reiten. Selbst wenn Sie sich heute noch auf A-Niveau bewegen, so können Sie sich berechtigte Hoffnungen machen, schließlich haben Sie alle vier Jahre eine neue Chance ins Olympiateam aufgenommen zu werden. Reife ist im Dressursport nämlich nicht hinderlich. Mit dem richtigen Pferd und dem passenden Trainer haben Sie es in 12 oder 16 Jahren geschafft. Und selbst wenn Sie sich nicht unter Erfolgsdruck setzen lassen wollen, sind Sie auch in 20 Jahren noch jung genug. Sie sollten dann nur rechtzeitig das Pferd austauschen, weil von dem im Gegensatz zum Reiter jugendliche Frische, Dynamik und Sportlichkeit erwartet werden.

Bitte missverstehen Sie mich nicht. Sie sind sicher noch jung und körperlich fit genug, um auch Fußball oder Volleyball zu spielen. Aber welches Nationalteam will Sie mit 50 oder 60 Jahren noch haben? Höchstens das der grauen Panther!

Wenn Sie also bis heute noch nicht genügend sportliche Lorbeeren sammeln durften, bleiben ihnen nur zwei Möglichkeiten bei ihren zukünftigen Enkeln Eindruck zu schinden: Sie machen es wie der Lügenbaron Münchhausen oder Käptn Blaubär und erfinden Geschichten aus der Zeit, als Opa oder Oma noch jung, dynamisch und erfolgreich war und hoffen auf mangelndes detektivisches Gespür der Kindeskinder. Oder sie suchen sich eine körperliche Ertüchtigung die man auch als Rentner noch erfolgreich ausüben kann.

Da beim Reiten das Pferd die meiste Arbeit macht, bietet es sich an das Glück der Erde auf ihrem Rücken zu suchen. O.K. Alternativ auch Golf. Aber erstens ist die Mitgliedschaft im Reitverein meist deutlich günstiger als im Golfclub und zweitens beeindrucken Sie ihre Nachkommen nicht wirklich, wenn sie mit der Gehhilfe im Gebüsch hängen bleiben oder der Caddy den Ball immer suchen muss, weil selbst die Brille mit den Gläsern von der Dicke eines Sektflaschenbodens ihre Sehschwäche nicht mehr ausgleicht.

Beim Reiten kuckt das Pferd für Sie (manchmal sieht es sogar Dinge, die ihnen noch nicht mal aufgefallen wären, als Ihre Sicht noch ungetrübt war) und wenn Sie erst oben sind, bewegt es sich unter ihnen fast ohne Ihre Anstrengung ganz von selbst. Meistens jedenfalls...

Und wenn Sie jetzt noch nicht überzeugt sind, dann treten Sie einem Senioren-Kegelclub bei. Da wird der Spaßfaktor auch höher bewertet als der Kalorienverbrauch bei Ertüchtigung des Leibes. Aber meines Wissens ist Kegeln keine Olympische Disziplin...


 Sprung  



> Bilder hochladen,hier!!<