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Dieses Thema hat 15 Antworten
und wurde 4.875 mal aufgerufen
 Fragen und Diskussionbeiträge zum Thema Fütterung beim Pferd
Seiten 1 | 2
Scheckenfreund ( Gast )
Beiträge:

29.10.2005 09:15
regelmäßige Mashfütterung - Ja oder Nein? Zitat · antworten

Was haltet ihr von einer regelmäßigen Mashfütterung (2x Woche) im Winter? Ich hatte es zum auffüttern in Betracht gezogen. Mir wurde aber gesagt, daß eine häufige Fütterung eher abführend wirkt. Also doch nur als Leckebissen zwischendurch? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Dieter, IG-KLDR MV e.V. ( Gast )
Beiträge:

29.10.2005 11:02
#2 RE: regelmäßige Mashfütterung - Ja oder Nein? Zitat · antworten

das kommt wohl immer auf die fütterungseigenschaften des einzelnen pferdes an,
schaden tut's eh nicht, manche pferde neigen auch zu verstopfungen durch stroh
u. ähnlichem ,da ist es wohl angebracht, eine grundsätzliche empfehlung kann
da wohl nicht gegeben werden. probieren geht über studieren !

BDB IG-KLDR MV

Thomas Kranz Offline

ADMIN


Beiträge: 330

31.10.2005 06:09
#3 RE: regelmäßige Mashfütterung - Ja oder Nein? Zitat · antworten

Pferde produzieren im Gegensatz zu den Menschen nur dann Speichel, wenn Sie fressen. Der Speichel übernimmt bei den Pferden eine wichtige neutralisierende Rolle im Magen der Pferde. Pferde also, die viel Kraftfutter, Pellets oder Masch bekommen neigen aber dazu weniger zu kauen - also auch weniger Speichel zu produzieren. Dies hat zur Folge, dass der Magen übersäurert. Daher sollte einerm Mash immer eine ausreichende Heu/Stroh Rotion vorausgegangen sein. Warum wir als Pfedebesitzer immer wieder dazu neigen den Pferden ein warmes Süppchen zu kochen, liegt sicherlich in unseren fürsorglichen Genen. Grundsätzlich brauhen Pfede kein Mash. Wenn überhaupt sollte es nich öfters als einmal die Woche zubereitet werden und die Menge sollte auch nicht zu viel betragen, da der Pferdemagen eigentlich nicht sehr groß ist.

Ich habe Mash noch nie einem Pferd zubereitet. Pferden mit sehr schlechten Zähnen (also ältere Pferde oder Pferde nach einer ZahnOP) kann hier sicher etwas gutes getan werden. Auch macht es evtl. Sinn Pferden nach einer Kolik langsam mit eingeweichtem Futter wieder an das "Verdauen" zu gewöhnen. Ansonsten reicht normalerweise ein kleiner Schuss Öl im Futter um das Risiko einer Verstopfungskolik zu reduzieren.

Thomas Kranz
Wer glaubt gut zu sein, hört auf besser zu werden

Scheckenfreund ( Gast )
Beiträge:

31.10.2005 10:03
#4 RE: regelmäßige Mashfütterung - Ja oder Nein? Zitat · antworten

Vielen Dank, Thomas. Ich habs mir ja fast gedacht. Also ab sofort nur noch als Leckebissen ab und zu (er mags ja so gerne) und ansonsten lieber Heucobs.

Painthorse ( Gast )
Beiträge:

31.10.2005 23:47
#5 RE: regelmäßige Mashfütterung - Ja oder Nein? Zitat · antworten

Hallo,
also wenn schon Mash, dann jeden abend, aber nicht zu viel.
Meiner allzu leichtfuttrigen Pinto/Araberstute hat es geholfen. Noch bessere Erfahrung im winter habe ich mit Maissilage, davon haben sie ziemlich viel bekommen, und endlich brauchte ich nicht mehr jede Rippe zählen. Und genug Heu sollte sowieso vorhanden sein, das ist sowieso das wichtigste.
Viele Grüße
Beatrice

forsthof-antaris Offline

Forum-Verdienstkreuz Bronce


Beiträge: 1.351

03.11.2005 18:44
#6 RE: regelmäßige Mashfütterung - Ja oder Nein? Zitat · antworten

Hier kann ich nun nicht ganz Deiner Meinung zustimmen, denn wir füttern unseren Hengsten abends täglich Mash und das schon seit vielen Jahren, ohne dass es zu Durchfällen oder anderen Problemen kam. Gerade unser sehr schwerfuttriger Trakehnerhengst der kaum ein Futter akzeptiert, baut in der Decksaison enorm ab. Er steht, wie alle unsere Hengste ganztägig auf Weide, hat aber im Sommer keine Ruhe zum Grasen, weil er ständig unruhig am Zaun auf und ab läuft. Er rennt sich nicht heiß aber er ist stetig in Bewegung und bei über einem Meter siebzig kann man fast zuschauen, wie die im Winter mühsam draufgefütterten Kilos schwinden. Da er auch sein Kraftfutter fast komplett in dieser Zeit verschmäht, sähe er schnell aus wie ein Hungerhaken, wenn wir ihn nicht mit Breichen ernähren würden, in denen wir sein Kraftfutter einweichen.
Um gut gemeinten Ratschlägen vorzubeugen: Wir füttern keine Maissilage, weil wir sie nicht als Pferdefutter sehen und Malzbier, Möhrensaft mit Honig und Apfelsaft haben wir auch schon erfolglos übers Müsli gekippt.
Meine Trakehnerstute Fleure Belle hatte bei der Vorbesitzerin öfter Koliken und neigte auch in den ersten Tagen bei uns dazu. Es waren zum Glück nur kleine Unpässlichkeiten, die mit Nux Vomica Homaccord zu beheben waren, aber schön ist es nicht, wenn das geliebte Pferd flehmend in der Box liegt und dabei zum Bauch schaut. So bekam sie, wie unsere Jungs, jeden Abend "Schlabberpampe" aus 500 gr.Quetschhafer, 500 gr. Weizenkleie, 100 ml Leinsamenöl, 100 gr Leinsamenkuchengranulat, 400 gr Melasseschnitzel, 500 gr hydrodermisch aufgeschlossenen Maisflocken, 300 gr. BT-Hefe und 200 gr Olewo Karottenchips. Flora hat (ich klopfe trotzdem auf Holz)nie mehr eine Kolik bei uns gehabt. Sie schenkte uns ein zauberhaftes Hengstfohlen von Michelangelo und ist für nächstes Jahr erneut tragend. Die gute Fruchtbarkeit unserer Stuten ist mit Sicherheit auf die Gabe von Karottenchips, Leinöl(Beta-Carotin ist fettlösich und muss, um aufgeschlossen werden zu können, mit Öl verabreicht werden)und Bierhefe zurück zu führen, aber gerade unsere Traki-Stuten sind sehr heikel was die Akzeptanz von Futter anbelangt und würden es ablehnen Bierhefe trocken ins Müsli gemischt zu fressen, also füttern wir im Winter auch die Stuten jeden abend mit "Matsche". Der Top-Allgemeinzustand in dem sich auch unsere hochlaktierenden Stuten immer befinden und der bei jeder Stutenschau auffällt, gibt unserer Fütterung recht. Auch unser Tierarzt bestätigt im übrigen, den sehr guten Zustand und die hohe Fruchtbarkeit unserer Mädels. Allerdings möchte ich an dieser Stelle die Züchter im Forum dringend von unkontrollierten Fütterungen von Weizenkleiebreichen an tragende Stuten warnen: Weizenkleie ist sehr Phosphorhaltig und bringt in grösseren Mengen gefüttert, das Verhältnis von Kalzium zu Phosphor ins Ungleichgewicht, wenn nicht gleichzeitig der Kalziumanteil im Futter erhöht wird. Die Folge von einem ins Ungleichgewicht geratenen Kalzium-PhosphorGehalt können Fohlen mit Sehnenschwächen bis hin zur Rachitis sein. Ebenfalls warnen möchte ich an dieser Stelle von Mineralfuttergaben nach dem Motto: Viel hilft viel. Gerade die fettlöslichen Vitamine E,D,K und A werden nicht wie die wasserlöslichen vom Pferd mit dem Urin ausgeschieden. Eine stark erhöhte Gabe von D3 (200 gr. Derby Mineral und zusätzlich Zuchtstutenfutter) führten vor 9 Jahren zu vier Fohlen mit Sehnenstelzfuß und einer kernigen Tierarztrechnung. Leider wird man beim Kauf von Futter und Zusatzfuttermitteln in den Genossenschaften (die Firma Derby vertreibt nur über die Landwirtschaftlichen Bezugsgenossenschaften)nicht über die Gefahren der Übermäßigen Gaben von Vitamin und Mineralpellets aufgeklärt, denn auf den Futtersupplementen liegt mehr Gewinn als auf der Sackware und so wird weiterhin ohne Beratung verkauft. Allerdings sollte man diese in solchen Läden auch nicht voraussetzen, denn neben Nutztierfutter, Gartenzubehör, Obst, Wein, Reitsportartikel und Hundefutter wird hier auch Unkrautvernichtungsmittel und Rattengift im Sortiment angeboten. Woher sollte der freundliche Verkäufer also wissen, dass der Kunde, welcher neulich ein "eisenarmes" Futter für sein Rehepferd suchte, in Wirklichkeit "eiweissarm" meinte. Er suchte als im Lager nach einem Futter ohne Eisen! Das ist wirklich passiert. Ich schwöre es, denn ich stand daneben und klärte den Kunden und den Verkäufer erst einmal auf, dass auch der Eiweissgehalt sich in Rohprotein und verdaulichem Eiweiss unterscheidet und Rehe auch durch Stärke (Melasse, Mais)hervorgerufen werden kann. Gemeinsam suchten wir dann ein strukturreiches Weidebeifutter für Robustpferde mit wenig Stärke. Wer also sicher gehen will, seinem Pferd beim Füttern etwas Gutes zu tun, sollte eine Rationsberechnung machen lassen oder im Zweifelsfall ein der Arbeit des Pferdes entsprechendes Fertigfutter nach Vorgabe des Herstellers zu füttern ohne zusätzliche "Pülverchen" zu verabreichen. Selbstverständlich sollte gutes Heu (pro 100 Kg Lebendgewicht des Pferdes minsestens 1 Kg Heu)ständig zur Verfügung stehen und vor dem Kraftfutter gereicht werden.
Als Futtermittelhändlerin und Fütterungsberaterin stehe ich Euch für Fragen zur Fütterung selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Es grüsst Euch und Eure Pferde
Sabine

Scheckenfreund ( Gast )
Beiträge:

04.11.2005 07:42
#7 RE: regelmäßige Mashfütterung - Ja oder Nein? Zitat · antworten
Na, dann lohnt sich ja das abendlich Brei rühren bei dir. Ich muß sagen ich hab daß mit der Mashfütterung jeden abed während unseren Kolikzeiten und nach den Klinikaufenthalten eine ganze zeitlang erfolglos versucht. Es war tatsächlich so, dass er in dieser Zeit eher ab- als zugenommen hatte. Woran das letzten Endes lag, kann ich nicht genau sagen. Aber eines weiß ich ganz genau, richtig gut zugenommen hat er erst in letzter Zeit mit einem Futterautomaten und 2 kg Heucobs (eingeweicht) täglich zusätzlich zu seiner Silage.
Aber bei meinem ist das ja auch eine längere Geschichte...
LG
Scheckenfreund

forsthof-antaris Offline

Forum-Verdienstkreuz Bronce


Beiträge: 1.351

08.11.2005 17:03
#8 RE: regelmäßige Mashfütterung - Ja oder Nein? Zitat · antworten

Hi Sabrina,
welche Heucobs fütterst Du? Ich wollte für meinen Schimmel, der im Sommer immer rapide abnimmt etwas finden, was wenig Stärke und Eiweiss hat, aber trotzdem eine gute Akzeptanz. Da er "Schlabberbreichen" liebt, kann ich ihm damit vielleicht was Gutes tun. Mit Agrobs habe ich es allerdings versucht - die mochte er nicht, weil sie sehr kräuterreich sind und er Kräuterfutter verabscheut. Da im Sommer bei matschigem Futter die Gefahr der Gährung besteht, wenn das Breichen stundenlang in der Sonne steht, konnte ich die Pampe nach 3 Stunden zum Mist bringen. Eingeweichtes Futter muss also gerne und rasch gefressen werden und wenn Rody mit Deinen Heucobs rund wurde, ist es einen Versuch wert.
Bin gespannt
Sabine

Scheckenfreund ( Gast )
Beiträge:

09.11.2005 07:55
#9 RE: regelmäßige Mashfütterung - Ja oder Nein? Zitat · antworten

Hallo Sabine,

mit Futter kennst du dich sicher besser aus. Also ich füttere die Heucobs von Hausladen Pferdefutter (http://www.hausladen-pferdefutter.de) und bin da bisher sehr zufrieden gewesen. Ich bekomme das Futter von meiner Futtermittelhändlerin, die es palettenweise dirket vom Hersteller bekommt und bei und vertreibt.
LG
Sabrina

forsthof-antaris Offline

Forum-Verdienstkreuz Bronce


Beiträge: 1.351

09.11.2005 13:10
#10 RE: regelmäßige Mashfütterung - Ja oder Nein? Zitat · antworten

Vielen Dank, ich kümmere mich sofort darum und berichte, wenn es anschlägt.
Sabine

angel ( gelöscht )
Beiträge:

16.11.2005 13:38
#11 RE: regelmäßige Mashfütterung - Ja oder Nein? Zitat · antworten

zweimal die woche find ich voll ok!
als meiner mal kolik hatte, bekam er es drei tage hintereinander und
alles ist gut gelaufen. keine probleme gehabt.
finde mash richtig gut, besonders für krankheitsfälle.
wenn sie nicht viel fressen dürfen.

aussie ( gelöscht )
Beiträge:

17.11.2005 20:35
#12 RE: regelmäßige Mashfütterung - Ja oder Nein? Zitat · antworten

Hy,
mein Araber bekommt jeden Abend Mash, da sie ansonsten sofort eine Kolik macht.
Wenn ich diese einmal absetzte ist es passiert. Also gebe ich es weiter.
Mash geht aber nicht auf die Rippen sondern ist *nur* für den Darmbereich zuständig.
Also hat mein Araber am Morgen seine Tagesration Kraftfutter, das ist 1 Liter und am Abernd
seine Mash und das klappt wunderbar.
Die anderen 3 Pferde bekommen nur Mash, wenn eine Kolik im Anflug ist, ansonsten nicht. Die
haben Leinsamen gedämpft im Kraftfutter, jeden Abend.
Verfütter wird bei mir nur von St. Hippolyt das Irish Mash. Das ist sehr einfach gemacht. 2
Liter Mash und heisses Wasser darüber, 30 Min. stehen lassen und dann kann es losgehen. Da
man aber sowieso 30 Min vor der Kraftfutter Heu geben sollte passt es perfekt .
LG Tina

Orlando_24 Offline

Showsieger/in


Beiträge: 61

21.04.2006 11:00
#13 RE: regelmäßige Mashfütterung - Ja oder Nein? Zitat · antworten

Hallo!

Ich gebe meist einmal in der Woche ein warme Mash (St.Hippolyt Irish Mash) für mein Pferd! Täglich würde ich nicht geben, kostet ja zu viel und unnötig, ausser Krankheit, *holzaufklopf* noch nicht hat mein Pferd nach sein Verdauungsproblem erkrankt.

Meist denk mir, wie ein Abführmittel der Mash, aber in wirklich nicht!

LG Lydia & Orlando 24

anjuli Offline

Eliteanwärter/in


Beiträge: 272

26.09.2006 09:31
#14 RE: regelmäßige Mashfütterung - Ja oder Nein? Zitat · antworten

Wie ruehrt ihr das St.Hippolyt Irish Mash an ? Ich habe ein paar Probepackungen (500 gr)und da steht es nicht drauf wieviel Wasse , wie lange ziehn, etc?

gruss,
anjuli
Carpe diem - hora ruit

angel ( gelöscht )
Beiträge:

27.09.2006 07:41
#15 RE: regelmäßige Mashfütterung - Ja oder Nein? Zitat · antworten

ich tue immer viel wasser rein!
angel mag das gerne schlabbern
und schlimm ist es auch nicht, besser als zu wenig.

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