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Dieses Thema hat 4 Antworten
und wurde 749 mal aufgerufen
 Der Tinker (Irish Cob)
LadyNahany Offline



Beiträge: 3

11.01.2007 09:26
Annerkennung Zuchtverbände untereinander Zitat · antworten

hallo
aus aktuellem Anlass stellt sich mir eine Frage. Immer wieder schreiben sich Zuchtverbände und Vereine auf die Fahnen, dass bei ihnen gekörte Hengste oder eingetragene Stuten bei anderen Verbänden anerkannt werden.
Doch ist dem wirklich?
Aktueller Fall: Der Hengst wurde im DPZV gekört u ins HBIb eingetragen. Nun ist der Hengst im Thüringer Verband eingetragen worden. Doch da nur im HB II, da diese sagen, eine HB I eintragung ist ohne mind 3 Generationen Abstammung gar nicht möglich und die Sonderregelungen für Tinker waren von der FN gar nicht annerkannt. Ja, was denn nun? Damit geworben wird von jedem Verband, aber die Wirklichkeit scheint anders auszusehen.
Natürlich weiss ich, das der Zuchtfortschritt dorthingehen soll, Puschelfüsse mit immer mehr Generationen zu haben. Aber irgendwo muss angefangen werden.
Wir selbst werden sicher erst in 10 Jahren eine Stute mit mehr als 2 Generationen haben, da wir uns mit Sicherheit nicht von unseren "alten" trennen. Doch sollte man diese damals eingetragenen Pferde so ganz aus der Zucht drängen?
Das hieße ja für jeden Züchter, seine "Altbestände" irgendwann abschaffen zu müssen, nur um seine Fohlen wieder besser eingetragen zu bekommen.
Vielleicht hänge ich da zu sehr an meinen Pferden.
Wäre schön, ein paar andere Meinungen zu hören. Lasse mich da auch gern belehren.
Vielleicht gibt es ja einige Informationen, die ich beim Thüringer Verband noch anbringen kann.

schöne Grüsse und noch ein gesundes Neues Jahr

Claudia
beren en lorien

Renate ( Gast )
Beiträge:

11.01.2007 16:13
#2 RE: Annerkennung Zuchtverbände untereinander Zitat · antworten

Hallo Claudia,
ich kann Deinen Unmut sehr gut verstehen denn die Situation bei den Tinkerpferden ist nach wie vor etwas "angestrengt" - auch wenn es die Zuchtverbände ungern zugeben.
Die Hintergründe für Dein "Problem" sind folgende:

Bis die Tinker als Zuchtpferderasse in Deutschland anerkannt waren, hat jeder Zuchtverband, der sie als "Pferdetyp" eintrug gemacht was er für richtig befand und das sozusagen mit Recht; denn es gab ja keine Vorgaben ausser die eigenen.
Dann wurden die Tinker zur Rasse und fielen unter die Vorgaben des Zuchtrechtes für Zuchtpferderassen. Laut deutschem Zuchtrecht muß ein Hengst für HBI mindestens 3 Generationen bekannter, eingetragener Abstammung vorweisen können - so ist das in der deutschen Reitpferdezucht nun mal geregelt. Und das "Ursprungszuchtbuch" für den deutschen Tinker, führen nun mal, das lies sich durch die Entwicklung der damaligen Zeit nicht anders lösen, die deutschen FN-Zuchtverbände.
Das europäische Zuchtrecht aber schreibt für die Hauptabteilung eines Zuchtbuches 2 Generationen Abstammung vor und diese Minimalregelung mußte ab dem Zeitpunkt der EU- Anerkennung der Tinker als deutsche Zuchtpferderasse auch in Deutschland umgesetzt werden. Weil es gibt auch einen holländischen Tinker.
Müßte, sollte, hätte längst.
Die Zuchtverbände sind also angehalten, ihre Zuchtbücher für Tinker dementsprechend neu zu benennen bzw. die Tiere umzutragen. Das bisherige von den meisten geführte Hauptstutbuch und Hengstbuch I in dem bisher alle Tiere eingetragen wurden, die von der Bewertung her die Kriterien erfüllten, müßte also eigentlich ein Basis- bzw. Vorbuch sein.
Das würde nun rein theoretisch bedeuten, dass alle bisherigen Hstb- Stuten und gekörten HBI Hengste rausfliegen würden und Vorbuchtiere wären. Dagegen aber spricht der Bestandsschutz, der rechtlich wie auch immer gelagert, das verhindert. Also wird es nur (wenn überhaupt)auf "neue" Tiere angewendet, um die Besitzer der "Bestandstiere" nicht gegen sich aufzubringen.
In den Zuchtverbänden die bisher ein HBI und Hstb. für Tinker führten wird also weitergearbeitet wie bisher, weil wo kein Kläger da kein Richter.
Dies führt nun dazu, dass jeder Zuchtverband, je nachdem ob er an einem Tier interessiert ist oder nicht (juchuu alle sind gleich aber in unserem Verband sind wir gleicher) entweder eine solche Körung und HBI Eintragung eines anderen zuchtverbandes akzeptieren will - oder eben auch nicht. Denn wie gesagt, die Umsetzung der Eu- Richtlinien sind zwar für alle deutschen Zuchtverbände Pflicht, aber solange es keine "Zwangsgeldandrohung" oder ähnliches geben wird....dauert es eben solange wie es dauert.

Aber eine Lösung liegt in greifbarer Nähe.
Dauert nicht mehr lange. Noch ein paar Tage Geduld.
Also Nerven behalten und nicht aufgeben. Pferdezucht hat leider nix mit Pferden zu tun; das ist die erste Lektion die man lernt. Ob man will oder nicht


Grüßung
Renate

Das Leben ist bunt!

LadyNahany Offline



Beiträge: 3

11.01.2007 20:46
#3 RE: Annerkennung Zuchtverbände untereinander Zitat · antworten

hallo

die regelung ist ja im Prinzip auch gut zu verstehen. Was nun wirklich missmutig stimmt, ist die doch ständige Augenverwischerei der Verbände. Der Thüringer Verband hat ja Recht. Und eigentlich bin ich ja sogar deren Meinung. Aber nach dem die DPZV-ler nun mal plausibel gemacht haben, dass "Ihre" gekörten Hengste überall anerkannt sind... Aber ich bin ja nicht ohne Grund missmutig auf den DPZV...

Vermutlich braucht es wirklich etwas Geduld. Wir haben uns aus dem Aktiven Verbandsleben komplett zurückgezogen. Aus vielerlei Gründen. Eigentlich wollten wir das Züchten sogar komplett aufgeben. Aber na ja, wir lieben nun mal unsere Puschelfüße. Und so ab und zu ein Puschelbaby

Gruss Claudia
beren en lorien

Lajana13 Offline

Moderatorin


Beiträge: 1.063

14.01.2007 21:35
#4 RE: Annerkennung Zuchtverbände untereinander Zitat · antworten

hmm, ist doch bei den Warmblütern auch nicht viel anders, erzählt wird immer wieder, ein gekörter und leistungsgeprüfter Hengst (HB1) von einem Verband, muss bei einem anderen anerkannt werden?!

Dann muß man zur Anerkennung und es besteht trotzdem die Gefahr, nicht anerkannt zu werden. Aber über Einzeldeckgenehmigung kann das Fohlen den entsprechenden Brand bekommen. puh...

Was stimmt den jetzt hier nicht?

Renate ( Gast )
Beiträge:

15.01.2007 08:27
#5 RE: Annerkennung Zuchtverbände untereinander Zitat · antworten

Kann man nicht vergleichen. Andere Problematik.
Bei den Tinkern fehlt es an der gemeinsamen Umsetzung der grundsätzlichen Anforderungen. Die Zuchtverbände die Tinker führen, müßten sich schlicht mal endlich zusammensetzen und einen gemeinsamen Weg finden und den dann auch konsequent gemeinsam umsetzen. Wurde in den Gremien der FN auch durchaus schon öfters so beschlossen.

Bei den Warmblutrassen kollidieren die unterschiedlichen Anforderungen der einzelnen Zuchtgebiete untereinander und zusätzlich mit dem Zuchtbuch für Pintos, das weniger strenge Anforderungen hat.

Gibt nur eine grundsätzliche Gemeinsamkeit: Jeder Zuchtverband hat sein eigenes Zuchtprogramm und das kann nach belieben über die grundsätzlichen Anforderungen hinaus, strenger selektieren.
Das Leben ist bunt!

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