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Dieses Thema hat 14 Antworten
und wurde 539 mal aufgerufen
 Pferderassen allgemein
madonna Offline

Staatsprämienanwärter/in
Beiträge: 485

31.07.2010 12:26
Eigenen Deckehengst nutzen? Zitat · antworten

Hallo


Mir ist aufgefallen das viele der User hier die einen eigenen Deckhengst besitzen diesen recht häufig in der eigenen Zucht einsetzten. Ich möchte mir hier keinen Qualitätsbeurteilung rausnehmen da ich euren Pferdebestand nicht genau kenne aber verführt der eigenen Hengst nicht zu häufigeren bzw. vermehrten decken. ?? Wie stellt ihr sicher das ihr aus lauter Begeisterung für den eigenen Hengst eure richtigen Stuten diesem zuführt. Oder kauft ihr passend zu ihm eure Zuchstuten?


Ich hoffe ihr versteht um was es mir in dieser Diskussion geht.

lg

Blue Eyes Offline

Staatsprämie
Beiträge: 857

31.07.2010 12:45
#2 RE: Eigenen Deckehengst nutzen? Zitat · antworten

Könnte dazu jetzt sagen:
"Warum so weit in die Ferne schweifen, denn das gute liegt so nah."

Habe wohl die Wahl meiner Stuten (kauf) auch, aber nicht nur, meinem
Hengst angepasst.
Habe aber schon den Markt nach einem Hengst, für mein noch Stutfohlen,
abgescannt. Sie ist "relativ" bunt, zwar nicht reinerbig, aber soll
später nicht nur von dem eigenem Hengst gedeckt werden. Selbiges gilt
auch für meine beiden anderen Stuten. Dafür bin ich einfach immer viel
zu neugierig, wie sich so die anderen mit meinen Stuten vererben.

Nawar Offline

Staatsprämienanwärter/in
Beiträge: 492


31.07.2010 12:51
#3 RE: Eigenen Deckehengst nutzen? Zitat · antworten

Meine Stute hatte ich mir damals "passend" zu meinem Hengst gekauft.
Unabhängig von den "Ergebnissen" war mir am alleraller wichtigsten, dass die Beiden sich gut verstehen, denn sie sollten ja zusammen "wohnen" Das klappt prima, die Fohlen übertreffen meine Erwartungen.
Trotzdem wäre ich aber nicht abgeneigt auch mal einen anderen Hengst zu probieren...

_________________________________________________
Wähle einen Beruf den Du liebst, dann brauchst Du Dein Leben lang nicht mehr zu arbeiten!

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www.nawar.de

Nadja Offline

Staatsprämie
Beiträge: 843

31.07.2010 13:36
#4 RE: Eigenen Deckehengst nutzen? Zitat · antworten

Also wenn ich mir einen Deckhengst zulege, dann schaue ich doch schon im eigenen Interesse, dass er zu meinen Stuten und meinem Zuchtziel passt. Oder halt umgekehrt. Sonst macht ein eigener Hengst doch auf Dauer keinen Sinn. Wenn er mich so wenig überzeugt, dass ich meine eigenen Stuten woanders decken lasse, warum sollen ihn dann andere nehmen? Zudem ist es ja auch noch ein Kostenfrage.

Ausnahme wäre halt wenn ich zu meinen Warmblütern z.B. nen Shettyhengst hätte...

apinto Offline

Elite
Beiträge: 312

31.07.2010 14:00
#5 RE: Eigenen Deckehengst nutzen? Zitat · antworten

Hi ich züchte nun 25 Jahre, davon hatte ich 18 Jahre ein Vollblutaraber Hengst.Nach einiger Zeit stellte ich dann fest das eine Stute nur durchschnittliche Fohlen bekam, deckte diese Stute dann immer mit anderen Hengsten und die Fohlen waren dann besser. Die anderen Stuten passten gut zu Ihm. Nach dem Tot des Hengstes versuchte ich viele andre Hengste aus. War sehr interessant aber auf der anderen Seite nerv das hin und her fahren und die hohen Kosten. Den neuen Hengst suchte ich zu meinen Stuten aus und kaufte auch noch welche dazu. Jetzt erst mal warten wie er vererbt und welche Anpaarung wiederholt werden. Selbstkritisch sein und auch sich mal eingestehen damit die Anpaarung nicht die beste war. Zuchtschau mit den Fohlen besuchen und auch bewerten lassen. Zum züchten gehört dann noch eine gute Aufzucht um ein gutes Pferd zu bekommen.

Fee72 Offline

Staatsprämienanwärter/in
Beiträge: 564

31.07.2010 17:22
#6 RE: Eigenen Deckehengst nutzen? Zitat · antworten

Ich habe mir meine Stuten entsprechend den Hengst gekauft. Wobei er dieses Jahr das erste mal gedeckt hat. Von ihm wurde nur eine Stute gedeckt. Nächstes Jahr nehmen wir von einem Hengst TG für 2 Stuten.
Ich möchte jetzt erstmal schauen was aus der Anpaarung herraus kommt. Wobei ich mir sehr sicher bin, das dieses Fohlen sehr Gangstark mit sehr viel Sprungvermögen sein wird. Es ist eine Linienzucht auf Anduc.

OLDIE Offline

Forum Superuser mit Verdienstkreuz Platin
Beiträge: 3.054


01.08.2010 18:34
#7 RE: Eigenen Deckehengst nutzen? Zitat · antworten

angenehm zu lesen, dass es noch andere gibt, die sich die mühe machen,
einen eigenen hengst zu halten, ist dies doch immer mit erhöhtem arbeitsaufwand,
haltungsmöglichkeiten und auch finanziellen extrakosten verbunden.
es braucht schon etwas mut und vor allem sachliches wissen und können, um damit
klar zu kommen. individuell abhängig, findet sich jedoch meist ein weg, um
seine züchterischen ambitionen dabei in vernünftige bahnen zu lenken.
lohn ist ohnehin nur die freude am evtl. erfolg im zuchtlotteriespiel,
der sich aber in der regel einstellt, es sei denn, man glaubt für die
weltelite züchten zu müssen....
logisch ist natürlich, dass der einsatz zeitlich begrenzt bleibt,
da die nächste generation zur nutzung eines fremden hengstes zwingt..
bis dahin vergehen aber meist ca 10-12 jahre, wenn man mehrere stuten hat.
wer es sich leisten kann, kann dabei nichts falsch machen....
zuchtlaien würde ich diesen weg allerdings nicht empfehlen...
mein eigener hengst wurde sogar gezielt für den eigenen einsatz gezogen..
mit erfolgen, von denen sich manch groß propagierter hengst noch ne scheibe
abschneiden kann...und, die leistung zählt zu unseren eigenen verdiensten ...


OLDIE-Dieter

PSB MV-Nord.e.V. in Cooperation Echa-ESV e.V.
http://forum.kleines-deutsches-reitpferd.de
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hier wird klartext geschrieben
oder: http://www.pferdestammbuchmv.de/50124/index.html

Fee72 Offline

Staatsprämienanwärter/in
Beiträge: 564

01.08.2010 21:35
#8 RE: Eigenen Deckehengst nutzen? Zitat · antworten

Oldie,
erhöhten Arbeitsaufwand und Haltung kann ich bei meinen Schmuser nicht sagen. Der ist so pflegeleicht wie ein Kanarienvogel

Sicherlich ist es nicht einfach mal abgesehen von meinen Hengst der glaub eine Ausnahme ist, einen Hengst zu erziehen und auszubilden. Man muss immer der Herdenchef bleiben. Ein Hengst braucht in der Regel eine andere Erziehung wie eine STute , die oftmals dann eben zickig ist.

Ich werde erstmal das Fohlen von Bel Ami behalten um seine/ ihre Entwicklung zu verfolgen. Erst dann kann man sagen ob die Anpaarung gepasst hat oder nicht und was der Hengst mitbringt.

saar-hengste Offline

Staatsprämie
Beiträge: 618


02.08.2010 11:33
#9 RE: Eigenen Deckehengst nutzen? Zitat · antworten

Also ich wollte ja eigentlich keine Stuten mehr, hatte daher auch nur noch die Jungs,
aber da ich natürlich auch mit Nachzucht von Schmoky
überzeugen möchte mussten wieder Stuten her.
Die habe ich jetzt natürlich für Ihn ausgesucht.
Da man noch nichts über seine Vererbung sagen kann (ist ja auch sein 1stes Jahr) habe ich mich für
2 verschiedene "Stuten-Typen" entschieden.
2 mal Blütrige Pferde Araber/Araber x Trakehner mit Leistungsabstammung, Temprament und gutem Gangwerk.
Dann meine 2 Warmblutstuten mit netter Abstammung und Sporterfolgen, beide jedoch selbst
schon recht "große" "kalibrige" Stuten. Alle haben einen Top Charakter und machen richtig
Freude bei der tägl. Arbeit. Von den Blütrigen erhoffe ich mir das Schmoky noch etwas Temprament
bekommt und "modernisiert" wird. *grins*. Die 2 großen bringen in Idealfall natürlich auch
Top Sportler - Nachwuchs ... Aber wir werden es sehen
Da gibts ja noch einige tollen Hengste. Wobei der eigene Hengst jedoch immer ein: ist.
So sind wir wohl alle gespannt auf 2011
Aufwand und Kosten sind natürlich schon ein Thema, aber da sehe ich Schmoky in besten Händen und
das muss man ja dann auch fördern.

www.saar-hengste.com

KarinMR Offline

Eliteanwärter/in
Beiträge: 260

03.08.2010 18:55
#10 RE: Eigenen Deckehengst nutzen? Zitat · antworten

Also ich wollte eigentlich nie wieder einen eigenen Hengst.
Wenn man Pferde nicht selber hält, sondern eingestallt hat, dann ist es doch immer schwieriger, was guts für einen Hengst zu finden.
Ich kenne Ställe von "Hengst??? Hengste nehmen wir nicht" über "Hengste, na klar, da hinten in der [dunklen, vollgitter] Box können sie gerne auch einen Hengst rein stellen" bis hin zu "Hengste? Klar nehmen wir die! Mit raus können die aber nicht!!"


Und als ich dann damals meinen Hengst letztlich aus Zeitmangel und wegen der fehlenden optimalen Unterbringung verkauft hab, hab ich mir halt gesagt, das machst du nicht noch mal mit...

Und ab da gab es dann nur Stuten! Jawoll!
Gute und passende Fremdhengste gibt es schließlich in Deutschland und Europa (und notfalls in USA -GS läßt grüßen-) genug!

Tja... und dann bekam ich von einer Freundin Fotos von einem Fohlen... die mich einfach umgehauen haben!
Nach ein paar Mails, weiteren Fotos, der Abstammung (absolut 100%ig "meine Abstammung"), Fotos der Vollgeschwister und Halbgeschwister, ... wurde er dann nunmal meiner. So ein Pferd wollte ich immer schon mal haben. Für mich! Zum Reiten! Also wurde der Absetzer importiert und erstmal erzogen und angeritten.
Da er sich gut macht und auch gut erzogen war, wurde er auch nicht "gewallacht"...

Aufgrund meiner persönlichen Vorlieben von Pferdetyp, Blutlinien und Anlagen paßt er eh 1a zu meiner alten Dame und auch zu der zweiten Stute (die aus der alten Dame ist).
Eigentlich wollten wir dann dieses Jahr eine dritte passende gute Stute pachten, aber letztlich hat es sich so ergeben, dass wir eine super geniale und passende Stute angeboten bekommen haben, zu Konditionen, bei denen ich nicht nein sagen konnte.
So kamen wir also teils zum passenden Hengst zu den vorhandenen Stuten und teils zu passenden Stuten zum vorhandenen Hengst.

Dennoch werden unsere eigenen Mädels nicht fix nur zum eigenen Hengst gehen. Eben um zu verhindern, dass ich nachher ohne passende Stute darstehe, werden ab und an noch mal welche von ihnen zu Fremdhengsten gehen. Das aber eben auch ind er Hoffnung, dass daraus ein Stutfohlen fällt, was man eben wieder für die Weiterzucht mit dem eigenen Hengst später behalten könnte.

Nur immer der eigene Hengst und die eigenen Stuten wäre für mich auch irgendwie ... mmmhhh... "zu langweilig"?

Ob es wirklich "paßt" wird man aber ja eh erst sehen, wenn die ersten Fohlenjahrgänge da sind... ;)

WhyNot Ponys Offline

Elite
Beiträge: 437


08.01.2011 17:32
#11 RE: Eigenen Deckehengst nutzen? Zitat · antworten

Wir haben jetzt unsere beiden Jungs zur Verfügung. Der eine ist Ponyendmaß (als 3jähriger 143 - wird also ca. 145-146 werden) gescheckt, ruhig und bietet sich für die Arbeit richtig an -- ist aber mehr für Dressur geeignet, obwohl er auch gerne und gut springt.
Der zweite ist einfarbig, nur 132 cm, aber aus größeren Eltern (war ein Frühchen - Mutter 137, Vater 147cm) und wird also 134 max. bekommen -- wie er vererben wird wissen wir noch nicht, da wir noch keine Nachzucht von ihm haben - decken dieses Jahr zum ersten Mal mit ihm. Er ist temperamentvoller (hat viel Welshblut) und liebt es zu springen - aber er bringt auch das Gangvermögen für einen guten Dressurer mit.
Die beiden passen 1a auf unsere Stuten - wen wir mit dem einen nicht decken können, auf den passt der andere. Aber deshalb werde ich immer eine der Stuten mit einem Fremdhengst decken - man muss auch über den eigenen Tellerrand schaun, ansonsten wird man stallblind.

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bunte-pferde.de Offline

Staatsprämienanwärter/in
Beiträge: 588


08.01.2011 19:43
#12 RE: Eigenen Deckehengst nutzen? Zitat · antworten

Ich habe ja auch eigene Hengste, aber auch meine vorstellung was auf die Stuten drauf passt bzw. auch Moderner ist. Ich habe im Moment 6 gekörte Hengste im Stall, 2 Warmblüter u. 4 Ponys aber ich bin bis zur Geburt der Fohlen und auch danach noch am Rätseln welchen Hengst ich nehme und welchen nicht, in den meisten Fällen sind es Fremdhengste die ich mir näher anschaue. Im vergangenben Jahr habe ich nur einmal doppelt belegt mit Roxett weil es super gepasst hat. Die anderen sind alle das erste mal tragend von Ihm und je nach Ergebnis werde ich dann entscheiden. Ich fühle mich also nicht gezwungen den eigenen zu nehmen, allerdings ist es manchmal auch eine erleichterung den eigenen zu haben ;-)

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WhyNot Ponys Offline

Elite
Beiträge: 437


09.01.2011 06:43
#13 RE: Eigenen Deckehengst nutzen? Zitat · antworten

Hab festgestellt, dass es bei Maidenstuten besser ist den eigenen Hengst zu nehmen -- man kennt sich ja schon von den Koppeln oder hat sich bereits mal beim vorbeigehen beschnuppert. Die Aufregung zu einem Hengst gefahren zu werden, auf einem fremden Hof zu stehen und dann will so ein Rüpel auch noch was von einem ....
Fällt natürlich bei Besamung weg.

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anjap Offline

Elite
Beiträge: 306


09.01.2011 14:34
#14 RE: Eigenen Deckehengst nutzen? Zitat · antworten

Die Frage ist ja schon ein bißchen drollig - oder? Ich glaube kaum, daß irgendwer einen gekörten und leistungsgeprüften Deckhengst als Mitleidskauf im Stall stehen hat. Und die Aussichten auf die Erwirtschaftung enormer Gewinne durch Bedeckung von Fremdstuten sind ja auch eher dürftig, außer man ist Besitzer von Totilas o.ä... Also kann das Hauptanliegen beim Halten eines eigenen Deckhengstes doch nur sein, den zumindest teilweise für die eigenen Stuten einzusetzen.

kamelfarm-am-niederrhein.de

WhyNot Ponys Offline

Elite
Beiträge: 437


09.01.2011 16:59
#15 RE: Eigenen Deckehengst nutzen? Zitat · antworten

Nein, das musst du schon ein bisschen differenzierter sehen.
Ich kenne Leute, die haben eigene gekörte Hengste im Stall stehen und sie decken damit ihre Stuten - ob der Hengst jetzt passt oder nicht! Hauptsache die Stuten tragen.
Der feine kleine Unterschied besteht immer darin, mit Überlegung und Maß zu decken - gibt aber immer noch Züchter, die Quantität vor Qualität stellen.

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