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Dieses Thema hat 52 Antworten
und wurde 6.629 mal aufgerufen
 Fragen und Diskussionsbeiträge zum Thema Gesundheit beim Pferd
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Renate ( Gast )
Beiträge:

27.03.2007 11:04
#16 RE: Dickes, angeschollenes Bein... Zitat · antworten
Aha. Erst hat er also einfach mal Mauke, dann ein angeschwollenes Bein - einfach so - , dann wird er im Rücken steif - naja, vermutlich Muskelkater oder irgendwas, und jetzt hat er an beiden Vorderbeinen halt Fesselträgerentzündungen.

Na wennst meinst.
Übrigens sind Mauke, Entzündungen und Infektionen duch Milben und als nächste Diagnose dann eben Fesselträgergeschichten grad ziemlich "in".

Ich kenn ne aktuelle Geschichte von einem Tinkerwallach, der auch mit plötzlicher schwerer Lahmheit und Fieber in die Klinik kam. Den haben sie erstmal vollgepumpt mit allem was der Schrank so hergibt an Fiebersenkern, Antibiotika und Schmerzmitteln; dann haben sie kleine Krüstchen in der Fesselbeuge eines Beines entdeckt; Juchuu Mauke und Infektion durch Milben (uuuuh das waren Grabmilben seeehr schlimme Geschichte) - was bedeutet dass sie dem Tinker an allen Beinen den Behang komplett wegrasiert haben; dann haben sie das betroffene Bein mit Rivanol behandelt, Ivomec und Insol gespritzt, Fieber war übrigens immer noch da..... und dann meinten sie es muß wohl der Fesselträger sein.
So - nach einer Woche Klinik vom feinsten durfte der Patient nun nach Hause - lahmt kaum mehr (es leben die guten alten Schmerzmittel) und keiner weiß bis heute was was denn nun Sache ist.
Ischtarpferd Offline

Elite


Beiträge: 365

27.03.2007 11:41
#17 RE: Dickes, angeschollenes Bein... Zitat · antworten

Juhu Renate,

tja...das geschwollene Bein und Mauke war gleichzeitig

Ich bin im Moment auch enttäuscht von den TÄen...leider kam eben immer wieder seine
Assistentin...gut, TÄ sind auch nur Menschen, aber sie hätte schon sehen müssen, dass es nicht aus dem Rücken kam...denn er selbst hat es sofort gesehen als das Pferd auf ihn zu kam.
Er vermutet nun auch einen Zusammenhang mit dieser langwierigen Vorderfusswurzelgelenkgeschichte (wat nen Wort ).
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass unser schwerer vermatschter Lehmboden und die Entlastung des rechten Hinterbeines eine Überbelastung der Fesselträger (wenn die es dann sind) hervorgerufen hat...wie gesagt...sollten die Röntgenbilder nix bringen...dann bliebe eigentlich noch nen Borreliosetest...meine Meinung. Was meinst Du???

LG
Tanja

Egal wie tief ich die Latte für "pferdigen Sachverstand" hänge - es gibt jeden Tag einen Neuen der locker darunter passt!!!

forsthof-antaris Offline

Forum-Verdienstkreuz Bronce


Beiträge: 1.351

27.03.2007 12:01
#18 RE: Dickes, angeschollenes Bein... Zitat · antworten

Hallo Tanni,

verliert nicht den Mut und stelle die Therapierbarkeit nicht in Frage. Ich bin ganz sicher, dass Gigolo wieder geritten werden kann - egal ob es der Fesselträger ist oder nicht, wobei Fesselträger immer so ein bisschen nach einer Alibidiagnose für mich klingt. Ich kenne mindestens 10 Pferde, welche diese Diagnose hatten und schlussendlich war es bei einem Pferd eine Hufbeinrotation, die mit einem orthopädischen Beschlag und Silicea beschwerdefrei wurde, bei einem anderen war es eine Kniebanddehnung hinten und damit verbundene diagonale Lahmheit. Auch dieses Pferd wird wieder ganz normal gearbeitet und läuft lahmfrei.

Glaube mir, Du hast Irco nicht gesehen, aber selbst mein TA sprach von Euthanasie, weil der Hengst nur noch zum Äppeln und pischern aufstand. Er lag im Prinzip den ganzen Tag und er wollte auch nichts mehr fressen, weil er solche Schmerzen hatte. Momentan bockt er über die Weide und freut sich am Leben und geritten habe ich ihn auch schon wieder.

Ich war oft verzweifelt in seiner ganz dramatischen Zeit und darum kann ich verstehen, dass es auch Euch in der derzeitigen Situation schwer fällt noch zuversichtlich zu sein, aber Tanni - der Glaube versetzt Berge. Wenn Ihr daran glaubt, dass er gesund wird, dann wird er das auch. Die Energie der positiven Gedanken kann auch kleinere Wunder bewirken.

Und ich habe mich für den Weg der Tierheilpraktikerin entschieden, weil ich nicht nur daran glaube, sondern davon überzeugt bin, dass das Symptom einer Krankeit nur die Pflanze ist, die wir sehen - die Wurzel liegt in der Ganzheit. Körper, Geist und Seele sind eins und wenn der Körper erkrankt, dann ist es ganz wichtig, auch die Seele und den Geist zu behandeln. Gigolo ist eine Aufgabe und die gilt es zu lösen. Egal, was ihn im Moment lahmen lässt, wenn man nur das Symptom- die Lahmheit behandelt, dann wird es vermutlich einen kurzfristigen Erfolg geben, auch wenn der Schmied und der TA ihre Sache gut machen, denn damit schneiden sie nur das nach aussen sichtbare Unkraut weg, das bei passender Gelegenheit nachwächst. Wenn man die Wurzel des Übels nicht beseitigt, dann wird das Kraut immer neu und an den undenkbarsten Stellen aufblühen.

Es gibt Pferde, die werden zum Dauerpatienten, weil sie Ihren Besitzer spiegeln - diese Spiegelneuronen, die zwischen zwei miteinander verbundenen Wesen gesendet werden, sind im übrigen sogar durch die Stringtheorie bewiesen. Es gibt dazu auch das Buch: Mein Pferd spiegelt mich.

Ich weiß wie das ist, wenn man nach Diagnosen als Lösung des Problems greift, aber die Lösung liegt in Euch und darum wäre es auch wichtig, dass wenn ein Pferd Bachblüten bekommt - die ich Euch sicher empfehlen werde - dass Ihr sie auch nehmt.

So abgehoben das klingt, aber ich hatte für den Schimmeligen Blüten gezogen und ein paar Tage später für mich ... es waren die gleichen Blüten! Und wenn ich schlecht drauf bin, dann ist es der Schimmel auch.

Ich möchte dazu ein kleines Beispiel aus einem meiner schlauen Bärbel Mohr-Büchern anführen:

Ein Hund ging in einen Raum in dem sich 1000 Spiegel befanden. Er sah also die 1000 Spiegelbilder seiner selbst und hielt sie für Feinde und voller Zorn bellte er sie an und 1000 Spiegelhunde bellten zurück. Er fletschte die Zähne, tobte und wütete und 1000 Spiegelhunde taten es ihm gleich. Er kam in eine solche Raserei, dass er einen Herzschlag erlitt und starb.

Ein zweiter Hund kam in den Raum. Er freute sich so viele Hunde zu sehen und wedelte mit dem Schwanz und tausend Spiegelhunde wedelten freundlich mit dem Schwanz und der Hund war glücklich, so vielen fruendlichen Hunden begegnet zu sein und verließ den Raum zufrieden.

Das Gleichnis soll heißen, dass wenn man sorgenvoll und unglücklich ist, man genau dies spiegelt und daran verzweifelt und wenn man positiv und motiviert ist, spiegelt man auch das und das bereichert einem sehr.

Ich finde es gut, nun abzuklären, wo nun das Symptom schulmedizinisch gesehen herkommt und ein orthopädischer Beschlag ist mit Sicherheit momentan auch etwas, das richtig ist, weil es Euch auch das Gefühl bestärkt, dass etwas getan wird, das Gigolo hilft und damit geht es Euch besser. Das wichtigste ist, dass Ihr Euch gut fühlt mit dem was Ihr tut und Gigolos vollständige Genesung nicht in Frage stellt.

Als es Irco so richtig sch ... ging, habe ich ihm auch erst einmal Equi gegeben, damit er aus seinem Schmerz herauskommt und wieder Lebensfreude hat. Natürlich ging es auch mir gleich besser, als ich sah, dass "nur 3 Tütchen" ihn wieder mobil machen konnte und damit verlor die Krankheit ihren Schrecken für mich - sie konnte ja mit "nur 3 Tütchen" ausgeschaltet werden.

Ich gewann Mut daraus und Hoffnung und die Kraft, nun den ganzheitlichen Ansatz in die Therapie zu bringen und so wie ich das Equipalazone ausschleichen ließ, so setzte ich die Naturheilkunde ein. Ich begoß die Füße nach Kneipp, suchte die Heilpflanzen, die ihm helfen sollten, studierte seinen Konstitutionstyp und verabreichte ihm Homöopathische Mittel und Schüssler Salze. Parallel dazu bekam er Bachblüten, die seinen Lebenswillen mobilisierten und natürlich nahm ich die Blüten auch.

Du siehst, die Schulmedizin und die Naturheilkunde befruchten sich sehr und ich finde es sehr wichtig, dass ich einen TA habe, dem ich vertrauen kann und der aber auch positiv denkt und mich damit positiv beeinflußt und motiviert. Einen TA, dessen erste Worte:"Das sieht aber schlecht aus ...", sind - der würde bei mir nicht mehr reich werden.

Ich hatte auch bei Pinselchen so viel Angst ihn zu verlieren, dass ich mich komplett blockierte und nur noch Sorge und dunkle Gedanken mein Denken bestimmte. Das Problem war natürlich auch, dass er hohes Fieber bekam und nicht mehr trinken wollte. Ein Fohlen, das durch mangelnde Milchaufnahme dehydriert, gerät sehr schnell in einen lebensbedrohlichen Zustand und so bleibt in einem solchen Fall wenig zeitlicher Spielraum nun erst einmal die eigenen Lebensaufgaben zu erkennen und dann zu agieren, sondern es besteht dringender Handlungsbedarf. Vielleicht spreche ich nun gegen die Gilde derer, die die Allopathie komplett ablehnen, nur halte ich es für besser, in so einem Fall das Fieber, das ja eigentlich gut ist für den Körper, weil sich das Immunsystem gegen die Angriffe einer Krankheit damit wehrt, trotzdem erst einmal mit Antibiotika zu senken, damit das Fohlen wieder trinkt, was für das Fohlen lebenswichtig ist.

Dass eine Aufgabe damit nicht gelöst ist und das Universum sehr kreativ sein kann, wenn es uns Aufgaben veranschaulichen will, können wir nicht ändern und sollen das auch nicht versuchen, denn mein Versuch scheiterte, indem Pinselchen eine Urachusfistel bekam ... und dann kam zum Glück passen Renates Rat, ihm Ferrum phosphoricum zu geben und ich glaube, ich greife nicht zu hoch, wenn ich behaupte, dass es dem Pinselchen das Leben gerettet hat, denn von den Antibiotika bekam er einen so derben Durchfall, dass er wieder zu dehydrieren drohte (aha, da war sie wieder unsere Aufgabe)und mit den EMs, Ferrum und Bachblüten zur Steigerung des Lebenswillens entwickelte sich Pinselchen zu einem kräftigen, frechen Hengstfohlen.

Mögen meine zwei Beispiele von Pinsi und Irco Euch helfen, die Aufgabe anzunehmen und zu lösen, denn auch wenn der TA und der Schmied vorerst die Lahmheit beheben können, so ist die Aufgabe damit nicht gelöst und das universum ist sehr, sehr kreativ und wird einen Weg finden, Euch einen Spiegel vorzuhalten.

Ich weiß, dass Ihr es schaffen werdet und ich bin auch sehr zuversichtlich, dass Gigolo seinen Ingo bald wieder flott durchs Gelände trägt.

Alle lieben Gedanken sind bei Euch

Sabine

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Antoine De Saint-Exupéry

Ischtarpferd Offline

Elite


Beiträge: 365

27.03.2007 12:31
#19 RE: Dickes, angeschollenes Bein... Zitat · antworten

Danke für Deine Worte, Sabine.

Also...ich habe Gigolo nicht aufgegeben...ich kenne meinen TA...er beschreibt die Diagnosen gerne schlimmer als sie sind. Leider kam ich gestern erst später dazu. Daher bekam ich auch nur die Kurzfassung der Diagnose zu hören.
Nach wie vor bin ich der Meinung...Überbelastung. Denn was hat denn seinem dicken Bein geholfen...doch nur endlich der Kompressionstrumpf...kein Equi, kein Metacalm.
Die Assistentin hält nix von "alternativer Medizin"...ein Grund, warum ich sie nicht gerne da hab...da ist ER selbst doch anders. Hört sich gerne was an...auch jetzt mit den Schüssler-Salzen...da war er sehr interessiert dran...den Strumpf...fand er toll.

Nein...Gigolo wird nicht aufgegeben...Ingo war nur verzweifelt...bei Ischtar haben die auch damals in der Klinik gemeint, dass sie nie mehr Reitpferd wird.
Heute sind sie erstaunt, dass dieses Pferd fast einwandfrei läuft...

WIR kriegen Gigolo wieder hin. Irco und Ischtar sind das lebende Bsp.
Wir werden sehen...auf den Röntgenbildern ist nix Schlimmes....100%ig.
ICH vertrau Gigolo.

LG
Tanja



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Ischtarpferd Offline

Elite


Beiträge: 365

28.03.2007 08:28
#20 RE: Dickes, angeschollenes Bein... Zitat · antworten

Guten Morgen,

ich wollte kurz vom gestrigen Röntgen berichten. Tja...da ist nix herausgekommen...außer einer leichetn Veränderung am Strahlbein...aber das ist nicht so schlimm.
Er soll jetzt Rundeisen bekommen und dann Ruhe. Die Bänder und Sehnen sind etwas überanstrengt.
Mein Reden.

@Sabine
Folgende Schüssler-Salze habe ich mir herausgesucht... Nr. 1 Calcium fluoratum D12, Nr. 3 Ferrum phosphoricum D12,
Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6 (er ist dem TA viel zu steif), Nr. 11 Silicea D12.
Ich dachte so 40 Tropfen (wenn dann alle flüssig zu bekommen sind) 3 - 5 x tgl.

Was meinst Du?? Gibt es noch etwas zu ergänzen???

Ich ruf auf alle Fälle an...Hufschmied kommt gleich.

LG
Tanja




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Renate ( Gast )
Beiträge:

28.03.2007 09:45
#21 RE: Dickes, angeschollenes Bein... Zitat · antworten

Aha. Also nix mit Fesselträger; hatte ich mir doch irgendwie gedacht. Das ist anscheinend zur Zeit echt ne Mode- Diagnose, wenn die Ideen ausgehen.

Dass die Bänder und Sehen überanstrengt sind, is irgendwie leicht nachvollziehbar. Wenn irgendwo was "hakt" schleppt man sich von einer Schon- und Vermeidungshaltung in die Nächste. Irgendwann tuts dann an Stellen weh, die gar nix mit der Ursache zu tun haben.
Was die Rundeisen bezwecken sollen, ist mir etwas unklar; hat da jemand Erfahrung? Wir hatten so nen Fall erst einmal, da hatte Moya einen Hufabszeß der so tief lag, dass ein Grand Canyon geschnitten werden mußte. Da bekam sie hinterher ein Rundeisen mit Platte, bis alles verheilt war.

Schüßler-Salze werden in Tabletten-Form vertrieben; nix Tropfen. Aber man kann sie auch auflösen. Wobei ich persönlich dazu tendiere, sie immer getrennt und in ihrer Urform anzubieten, weil nur so kann das Pferd wählen, ob es welche davon evtl. gar nicht braucht, oder auch nicht mehr braucht. Deine Auswahl sieht nicht schlecht aus,soweit; kommt mir nur etwas "unstrukturiert" vor. Aber da weiß Sabine mehr drüber zu sagen.
Ich gehe halt immer so vor, erst das ganz Akute anzugehen, das am schnellsten einer Behandlung bedarf und dann sich langsam "in die Tiefe" zu arbeiten bis die Ursache gefunden ist und behoben werden kann. Weil alles auf einmal zu "reparieren" funktioniert nicht; ist ja auch nicht alles auf einmal entstanden. Und wenn es erstmal an allen Ecken und Enden "brennt" hat man beim durchlesen der Beschreibungen der einzelen Salze immer das Gefühl "am besten alles auf einmal rein, da passt jedes".

Mal sehen was unsere "Fachfrau für angewandtes Gesundsein" dazu sagt

Viele Grüße
Renate

Ischtarpferd Offline

Elite


Beiträge: 365

28.03.2007 12:38
#22 RE: Dickes, angeschollenes Bein... Zitat · antworten

Hallo Renate,

ich hatte es ja auch gleich vermutet, dass es nicht der oder Die Fesselträger sind. Das war doch schon merkwürdig, dass dann beide gleichzeitig gleich stark erkranken. naja...hatte dann ja auch Recht.

Hm..die zusammensetztung habe ich aus dem Buch "Schüssler-Salze für Pferd". Soweit ich weiss, kann man auch verschiedene Salze gleichzeitig geben...so aus dem Buch zu lesen. Aber vllt. habe ich es auch falsch verstanden??? Auch steht hier eben drin, dass es inzwischen die Salze auch als Tropfen gibt, was sich natürlich grade beim Pferd toll eignet, wirkt dann gleich direkt auf den Schleimhäuten.

Die Rundeisen sollen halt bewirken, dass einwenig Zug von den überanstrengten Sehnen und Bändern genommen werden soll...voraussgesetzt, dass der Untergrund auch hart genug ist...sonst wäre es ja kontraproduktiv.

Aber ich meld mich bei Sabine...denn so im Forum...da kann ich mich halt nicht so artikulieren.


LG
Tanja


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forsthof-antaris Offline

Forum-Verdienstkreuz Bronce


Beiträge: 1.351

28.03.2007 19:12
#23 RE: Dickes, angeschollenes Bein... Zitat · antworten

Renate - keine Lorbeeren vorab - noch übe ich ja

Also Tanni und ich haben ja telefoniert und ich denke, dass man mit den Tabletten beim Pferd eine bessere Akzeptanz erreicht, denn Tropfen, also Dilution ist meist mit Alkohol haltbar gemacht und den mögen die Pferde nicht so gerne. Auch die Dosierung ist bei Tropfen meist ein bisschen ein Gefummel, während man die Tabletten abzählen kann.

Die Empfehlung ist, die Tabletten in Wasser aufzulösen, damit sie direkt über Mund und Rachenschleimhaut wirken und nicht zuviel Nährsalz in der Magensäure zerstört wird.

Besonders bei meiner Empfehlung der Nr. 7 ist wohl die Erfahrung der Anwender und Anhänger von Schüssler, dass man sie als heißen Blitz verabreicht, also heiß übergossen (allerdings ist die Menge dann für den Menschen 10 Tabletten und beim Pferd kann man ruhig 20 Tabletten nehmen)und stehen gelassen und dann in kleinen Schlucken genommen (also nicht reinschütten wie nen Kurzen)wirkt die heiße Sieben wie ein natürliches Aspirin und entkrampft die Muskeln und wirkt schmerzlindernd. Ein sehr gutes Mittel auch bei einer beginnenden Kolik.

Und hier ist auch meine erste Empfehlung, die ich Tanni heute gab, nämlich die 7 in heißem Wasser aufzulösen und stündlich ein bisschen davon mit einer Einwegspritze in Gigolos Schnäuzchen zu geben, damit er sich entkrampft, denn solange er sich verspannt, wird es wenig Nutzen bringen, das Gelenk innerlich zu behandeln, denn er belastet ja durch die falsche haltung das Bein falsch.

Die Überlegung war auch, ob wir den Ingwer über die Wohlfühldosis hinaus erhöhen und hier denke ich, dass eine komplette Schmerzfreiheit zu einer erneuten Überlastung führen könnte, wenn sich die Muskulatur völlig entspannt hat. Da der Boden noch immer tief ist, wäre hier eine ruhige gleichmäßige Bewegung besser als fröhliches Gehopse.

Um die Entzündung im Fesselkopf nebst der Schwellung zu lindern, dachte ich an Retterspritzumschläge oder Heilerdepackungen, wahlweise auch mineralisierte Tonerde oder Lehm, nachdem man 20 Minuten gekühlt hat.

Ferrum, also die Nummer 3 ist auch ein ganz hervorragendes Entzündungsmittel, denn es aktiviert die Fresszellen (Phagozyten) und damit die körpereigene Abwehr und kann im ersten Entzündungsstadium als das Erste-Hilfe-Mittel angewendet werden und es findet seinen Einsatz bei akuten Schmerzzuständen aller Art und - bei starker körperlicher und seelischer Belastung. Ich gehe bei einem Pferd, das seit Wochen kränkelt schon von einer seelischen Belastung aus und so scheint mir Ferrum nach dem Einsatz der heißen Sieben gegen die Muskelverkrampfung und Schmerzen als gutes Mittel gegen den akuten Entzündungsprozess.

Bei Nr. 1, dem Calcium fluoratum war ich ein bisschen am Überlegen, denn es ist das Salz des Bindegewebes, der Gelenke und der Haut und darunter fällt die Hufrollenentzündung und die Gelenkschwellung, allerdings habe ich ein "Bauchgefühl" das mehr zu Nr. 11, Silicea, tendiert, denn auch hier werden die Phagozyten zur verstärkten Bildung angeregt und irgendwie vermute ich hinter der langzeitigen Kränkelei doch eine Baustelle im Immunsystem und ich denke, da Tanni bestätigte, dass er aufgrund seiner Lahmheit und der damit verbundenen fehlenden Möglichkeit zur schnellen Flucht schreckhaft geworden ist - das spräche für Silicea und er würde auch dadurch an Vitalität gewinnen. Ich weiß, dass Silicea eigentlich das Mittel zur Nachbehandlung von Lahmheiten ist, aber ich habe immer noch das Gefühl, dass wir nicht primär die Lahmheit behandeln müssen, sondern die Baustelle schließen und dann wird das Symptom "Lahmheit" auch vergehen.

Als gutes phytotherapeutisches Mittel zur Vitalisierung habe ich hageutte empfohlen, denn gerade zum Fellwechsel wirken 30 Gramm davon pro Tag immunstanilisierend, denn die Hagebutte hat sehr viel Vitamin C.

Wenn die Lahmheit trotzdem weiterhin bestehen würde, obwohl sein Immunsystem wieder aktiviert ist, dann würde ich Calcium fluoratum noch in Betracht ziehen, aber gleichzeitig wäre da auch noch ein Heilkräutermix aus Weiderinde und Mädesüßkraut zusammen mit Ingwer und Teufelskralle noch ein Tipp. Aber zuviel aufs Mal wollen wir nun nicht probieren und ich denke eigentlich, die heiße Sieben, danach das Ferrum kombiniert mit Silicea müsste schon Wirkung zeigen.

Und jetzt freue ich mich auf baldige Reitfotos von einem gesunden, vitalen Gigolo.

LG
Sabine

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Antoine De Saint-Exupéry

Ischtarpferd Offline

Elite


Beiträge: 365

29.03.2007 09:55
#24 RE: Dickes, angeschollenes Bein... Zitat · antworten

Guten Morgen Sabine,

nochmals vielen lieben dank für das lange Telefonat. Es hat mir sehr geholfen, wie wir Gigolo wieder fit bekommen.
Ich denke, so wie wir es besprochen haben, machen wir es.

Danke Dir sehr, auch im Namen von Ingo.

UND

Alles wird gut!!!

LG
Tanja




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forsthof-antaris Offline

Forum-Verdienstkreuz Bronce


Beiträge: 1.351

29.03.2007 13:18
#25 RE: Dickes, angeschollenes Bein... Zitat · antworten

Och Tanni - Du hattest doch schon so viele gute Ideen, da habe ich doch nur noch nicken können und ich bin nach wie vor der Meinung, dass der erste Schritt immer der sein muss, die Ganzheitlichkeit einer Krankheit zu erkennen, denn ich habe es immer wieder erfahren müssen, dass zwischen dem Symptom und der Ursache zwar ein direkter Zusammenhang besteht, aber eine Behandlung des Symptoms nur immer ein kurzfristiger Erfolg sein kann, wenn wir Seele und Geist nicht heilen.

Natürlich finden wir einen Grund für eine Lahmheit. Mag der Boden tief, die Bewegung zu anstrengend, oder die Umstände eben günstig gewesen sein, um eine Entzündung zu fördern, aber das Universum ist kreativ und es findet immer einen Weg, uns etwas zu verdeutlichen, vor dem wir nur zu gern die Augen verschlossen halten würden, auch wenn in uns längst das Bauchgefühl angeklopft hat. Es gibt ja keine Zufälle - all diese Ereignisse sind vom Universum gesteuerte Zeichen. Meist sind es zu Anfang Streifschüsse, die uns mit der Nase auf etwas zu stupsen versuchen und wenn wir es weiterhin wie die vier Äffchen halten, die nicht sehen, nicht hören, nicht handeln und nicht sprechen (wobei es sich bei den Affen nur um das Ignorieren des "Bösen" geht), dann werden die Hinweise und Zeichen verstärkt zu stupsen versuchen und irgendwann ist das Stupsen dann ein schubsen ...

Wir werden also nicht umhin kommen unsere Lebensaufgaben zu lösen, die sich vielfältig zeigen können. In Krankheit, Geldnot oder im nicht-lieben-können, bzw. keine-Liebe-annehmen-können.

Die Krankheit ist also eigentlich nur ein Mittel zum Zweck und das Ziel erreichen wir nur, indem wir den ersten Schritt machen, der uns auf den Weg führt.

Ich hatte am Dienstag wieder mal ein so bezeichnendes Erlebnis. Coraherzchen schubberte sich den Stert und ich schaute mir das an und überlegte, ob ich da vielleicht besser eine Wurmkur verabreiche. Im gleichen Moment kam mir aber die Angst hoch, dass sie wieder eine Kolik bekommen könnte, wie das bei der letzten Wurmkur der Fall war.

Meine Aufgabe ist die Angst vor Krankheit, das Loslassen und die permanente Sorge, es könnte ... wenn ich mich nicht ausreichend bemühe. Das Universum nahm meine "Bestellung" natürlich prompt an, denn wenn ich davon ausgehe, dass das Stütchen eine Kolik bekommt, dann ermöglicht man mir diese Vorstellung auch (wenns denn mit dem Lotto-Gewinn auch mal klappen würde, aber da fehlt mir die Überzeugung, mit der ich die Krankheiten erwarte). Nachmittags ging ich ans Paddock, meiner inneren Stimme folgend ... na und wer lag da, schaute sich zum Bauch und flehmte? Coraherz!

Sie bekam Nux Vomica i.m. und ich erklärte ihr, dass ich sie auch lieb habe, wenn sie meine Aufmerksamkeit nicht durch Krankheit erzwingt und dann nahm sie das von mir angebotene Möhrchen und ging wieder Heu fressen.

Ich denke, hier kompensierten sich zwei Sachen. Cora, die von der Sorte ist:" "... und willst Du heut mein Freund nicht sein, dann hau ich Dir die Zähne ein", und natürlich davon ausgeht, dass diese Welt mit den dazugehörenden Menschen nur allein und einzig dafür erschaffen wurde, sie zu erfreuen und zu beglücken war in den letzten Tagen manchmal wirklich die Pest, wenn man sie morgens aufhalftern und rausbringen wollte. Sie hatte es natürlich eilig, bei Mama ans Euter zu kommen, denn sie ist ja erst seit 10 Tagen in ihrem neuen "Schlafzimmer", zusammen mit dem Marzipanchen und morgens hat sie Schmacht nach einem Schluck Milch. Da sie sehr ungeduldig ist, versuchte sie natürlich die Sache immer etwas zu beschleunigen, indem sie drängelte und herumkasperte. Vor allem das Kopfschlagen brachte mir dann eine Beule ein und ich war ziemlich sauer auf die Diva und schimpfte laut:" Das Marzipanchen habe ich sowieso viel lieber als Dich, weil sie immer so lieb ist und sich nie so aufführt wie Du!" Ob sie mich nun wörtlich verstand? Ich weiß es nicht, aber sie spürte sicher meine negative Schwingung und die Ablehnung in dem Moment und sie verträgt es absolut nicht, abgelehnt zu werden ... das passt einfach nicht in ihr Weltbild. Dazu kam nun mein angstvoller Gedanke an eine Kolik, wenn ich das Fohlen entwurme und mein Problem, dass mein EM-Lieferant derzeit im Urlaub ist und ich die effektiven Mikroorganismen, denen ich vertraue, derzeit nicht geben konnte. Schon kompremierte sich die Angst mit der Kraft der negativen Gedanken und schickte sie ins Universum - dass Cora natürlich gerade bereit war, die Kolik anzunehmen, weil sie ihr eben auch in den Kram passte, um zu verdeutlichen, dass sie sich in die Krankheit flüchtet, wenn man sie ablehnt und sich somit die Aufmerksamkeit und Sorge ihrer Menschen sichert, war eine perfekte Vorlage für das Universum, meine "Kolikbestellung" gleich auszuführen. Aber mir wurde auch klar, dass sie dringend Abrotanum braucht, denn offensichtlich hat die letzte Wurmkur schon noch Nachwirkungen und ich vertraue neben dem Lösen der Lebensaufgabe dann sehr gerne meinen homöopathischen Helferlein.

Ich werde also auch immer wieder geprüft und ich muss nicht nur lernen zu behandeln, sondern auch in Liebe abzugrenzen, wenn ich als THP nicht all die Energien und Schwingungen von Krankheit und Angst in mir aufnehmen will, denn damit würde ich krank werden und das werde ich sicher nicht anstreben.

Ich habe schon oft das Buch von Thorwald Detleffsen in diesem Zusammenhang empfohlen. "Schicksal als Chance" und "Krankheit als Weg", mit dem Co-Autor Rüdiger Dahlke, veranschaulichen in sehr verständlicher und klarer Weise die Zusammenhänge zwischen Krankheiten, dem "Schicksal" und unserer Lebensaufgabe.

Nachdem ich die Bücher gelesen hatte - Schicksal als Chance hatte mir Micha damals geschenkt, als wir uns gerade kennengelernt hatten - erschloss sich mir damit ein kleines Stück vom Wissen um die Eigenverantwortlichkeit, mit der wir unser "Schicksal" steuern können.

Und danken müssen wir eigentlich Renate, die mir die Welt der Schüssler Salze öffnete

LG und einen fröhlichen Gigolo

wünscht Sabine

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Antoine De Saint-Exupéry

Ischtarpferd Offline

Elite


Beiträge: 365

04.04.2007 09:31
#26 RE: Dickes, angeschollenes Bein... Zitat · antworten

Moin,

möchte Euch kurz über Gigolo auf dem Laufenden halten...ich hoffe, es interessiert Euch.

Wir haben von Samstagmorgen bis Sonntagabend (nicht in der Nacht) ihm alle 3 Stunden Magnesium Phosphoricum gegeben. Tja...der Kerl bewegt sich seit Tagen wieder besser...er soll sich ja nicht soviel bewegen, aber einwenig schadet ja nicht. Auch wirkt er nicht mehr so steif...wenn man zu ihm ins Paddock geht, dann kommt er auf uns zu. Er wirkt etwas fröhlicher. Seit Montag bekommt er nun Ferrum und Silicea dreimal täglich. Gestern Abend war dann der TA wieder da, um sich anzuschauen, ob der Schmied den Beschlag so gemacht hat, wie er es sich vorstellte und wie Gigolo´s Befinden ist. Unser TA war super zufrieden und überrascht, dass Gigolo auf dem Wege der Besserung ist.
Ingo hat die Erlaubnis mit Gigolo etwas auf hartem Boden spazieren zu gehen.

Dies kurz zu Gigolo´s Therapie...

LG
Tanja

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forsthof-antaris Offline

Forum-Verdienstkreuz Bronce


Beiträge: 1.351

04.04.2007 22:35
#27 RE: Dickes, angeschollenes Bein... Zitat · antworten

Ich freue mich so sehr für Euch und wünsche Euch für Gigolo weiterhin gute Besserung und natürlich bin ich vermutlich nicht die einzige Neugierige hier, die sich für Gigolos Genesung interessiert.

Ich bin jedenfalls sehr gespannt, ab wann der schwarze Knabe dann mit Ingo spazieren gehtdenn ich bin überzeugt, dass es nun rasch aufwärts gehen wird.

GLG
Sabine

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Antoine De Saint-Exupéry

bunte Hubsi Offline

Moderatorin


Beiträge: 1.633

08.04.2007 08:33
#28 RE: Dickes, angeschollenes Bein... Zitat · antworten

Natürlich bist Du nicht die Einzige.....
Hoffe Gigolo galoppiert bald wieder fröhlich rum....
hat er sich schwarz geärgert? irgendwie war mir,
er wäre ein Fuchs.......
Falls er sich da anfassen läßt, krault ihn an den Ohrrändern,
da liegen ganz viele Akupunkturpunkte und es regt den Energiefluß an.
Liebe Grüße
Petra

Ischtarpferd Offline

Elite


Beiträge: 365

10.04.2007 14:47
#29 RE: Dickes, angeschollenes Bein... Zitat · antworten

Moin,

tja am WE sind wir mal mit ihm spazieren. Ich denke, das war noch zu früh.
Er hat die Strecke gut geschafft und ist fleissig vorwärts gegangen...Ischtar trödelt ja immer...aber als wir ihn abends dann von der Koppel holten...hm...da mochte er plötzlich nicht gern mehr gehen. Also...erst einmal nicht mehr spazierengehen.

@Petra
Nein, Gigolo war immer schon Rappe...ist doch nen Enkel von Grannus...und fast ein Spiegelbild seines Opa´s.

Was macht eigendlich Sonjafee??? bei Fabel gab es viele schöne Bilder...

LG aus dem Norden
Tanja

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Renate ( Gast )
Beiträge:

10.04.2007 16:35
#30 RE: Dickes, angeschollenes Bein... Zitat · antworten

Immer noch ???????
Mein lieber Scholli, was ist beim bloß "im Busch". Also irgendwas ist da doch oberfaul.

Grübel Grübel Stirnrunzel.

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